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Schalke - Frankfurt: Euphorie gegen Ernüchterung

DFB-Pokal-Halbfinale am Mittwoch

Vor dem Pokal-Halbfinale zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (Mittwoch, 20.45 Uhr / ARD) stehen die Trainer im Fokus. Schalkes Domenico Tedesco ist der Aufsteiger der Saison - Niko Kovac weht der Wind plötzlich scharf ins Gesicht.

Szenen aus dem Bundesligaspiel zwischen Frankfurt und Schalke am 16. Dezember 2017
Szenen aus dem Bundesligaspiel zwischen Frankfurt und Schalke am 16. Dezember 2017

Die Schalker Derby-Helden wollen in ihrer Euphorie direkt nach Berlin durchstarten, verunsicherte Frankfurter trotz des Kovac-Schocks erneut den Pokal-Coup landen. "Mich interessiert es nicht, wie wir weiterkommen! Und sei es mit Betonfußball", sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac bei der Pressekonferenz: "Hauptsache, wir kommen ins Finale. Nur das zählt."

"Bin auch nur ein Mensch"

Bei der unvermeidlichen Frage lächelte der Kroate am Dienstag milde. Gerade hatte er eine Viertelstunde lang fast beschwörend über das Spiel gesprochen, darüber, dass es "nur um den Geist" gehen werde - da kam es doch noch, das leidige Thema Bayern München. "Das trifft mich schon, was geschrieben wird", sagte Kovac freundlich und aufgeräumt, "ich bin auch nur ein Mensch."

Es war das Spiegelbild der Lage bei der Eintracht, verdichtet auf wenige Minuten. Dass der Trainer zum 1.Juli den Rekordmeister übernehmen wird, der Ablauf der Verhandlungen, die Umstände der Bekanntgabe, gegenseitige Vorwürfe, das überstrahlt derzeit alles. Selbst die historische Chance, erstmals seit 1974/75 zwei Mal nacheinander das Endspiel zu erreichen.

Kovac gab sich jedoch weit lockerer als noch vor wenigen Tagen, er war souverän und lachte viel. Dennoch schottet er sich vor dem wichtigen Spiel ab, so gut es geht. "Ich lese eigentlich sehr wenig", sagte er. Scheuklappen hoch!

Schalke auf dem Erfolgsweg

Das gilt auch für die Schalker. Deren Trainer Domenico Tedesco ist der Aufsteiger der Saison, gerade erst hat seine Mannschaft im Derby Borussia Dortmund vorgeführt. Alle sind noch wie berauscht von diesem 2:0, vollgepumpt mit Glückshormonen und Selbstvertrauen. Den Königsblauen winkt die erfolgreichste Saison seit 13 Jahren - und Tedesco das erste große Endspiel.

Doch der junge Schalke-Coach warnt nach Kräften. "Es ist schön, wenn man ein Derby gewinnt, und drei Tage später hast du so ein wichtiges Spiel - allerdings gegen eine enorm starke Mannschaft", sagte Tedesco: "Ich glaube schon, dass wir mit breiter Brust ins Spiel gehen, aber wir müssen hochkonzentriert sein. Es wird schwierig."

Respekt vor Frankfurt

Tedesco sprach am Tag vor dem Spiel voller Hochachtung über die Eintracht, die eine "extrem robuste Mannschaft" mit "brutaler Physis" sei. Er wisse "noch nicht zu hundert Prozent", sagte er, "wie wir damit umgehen werden".

Eine Extraportion Motivation benötigt seine Mannschaft jedenfalls nicht, die Königsblauen sind motivierter denn je. "Ich will mit Schalke nach Berlin", sagte Derbyheld Naldo.

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