Hustensirup aus Schwarzem Rettich

Schleimlösend und entzündungshemmend

Altes Gemüse liegt voll im Trend - weil's schmeckt und gesund ist - so gesund, dass es sogar bei Erkältungen helfen kann. Armin Roßmeier zeigt, was sich daraus zubereiten lässt.

Schwarzer Winter-Rettich
Quelle: imago

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war der Schwarze Rettich in Europa sehr beliebt, dann verschwand er immer mehr von den Märkten und aus den Gärten. Seit etwa zehn Jahren hat man dieses "alte Gemüse" wiederentdeckt. Doch nicht nur in der Küche, auch als natürliches Heilmittel wird er vor allem bei Erkältungskrankheiten geschätzt.

Schwarzer Rettich ist eine einjährige, krautige Pflanze. Die Wurzel ist von einem dunkelbraunen bis schwarzen „Schorf“ überzogen. Der längliche Schwarze Rettich wird sechs bis sieben Zentimeter dick und 18 bis 25 Zentimeter lang, das Rübenfleisch ist sehr fest und weiß.

Schwarzer Rettich wird in der Regel bis zum ersten Frost geerntet und eingelagert. Er ist sehr gut in feuchtem Sand lagerbar, denn durch seine raue schorfige Haut ist er unempfindlich gegen Transportschäden und Druckstellen. Er zählt deshalb zu den typischen Lagergemüsen. In der Küche wird der Schwarze Rettich meist geschält, die Haut kann aber auch mitgegessen werden. Gekocht wird er beispielsweise in Kartoffelsuppen verwendet. Zur Verwendung als Salat wird er geraspelt oder sehr fein geschnitten. Durch den Kontakt mit der Luft und durch das Bestreuen mit Salz oder das Einlegen in Wasser oder Essig, reduziert sich die für viele Rettiche typische Schärfe.

Rezept für Hustensirup

Aus Schwarzem Rettich lässt sich ein leckerer, natürlicher Hustensirup herstellen. Dazu benötigt man zusätzlich braunen Kandiszucker und eine Stricknadel. Als erstes schneidet man den Deckel ab und höhlt den Rettich mit einem Löffel aus. Dann legt man ihn mit der Spitze nach unten auf ein großes Glas oder eine kleine Schüssel, so dass unter dem Rettich ein Freiraum ist. Anschließend sticht man in die Rettichspitze mit der Nadel ein Loch und füllt ihn mit Kandiszucker auf. Nun muss man einige Stunden warten (am besten über Nacht). In dieser Zeit tropft der Hustensirup ins Glas.

Rettich-Sirup hat eine deutlich antioxidative Wirkung und hilft gegen Husten, Bronchitis und Keuchhusten. Der Rettichsaft der schwarzen Sorten ist am wirksamsten. Empfohlen wird, drei- bis fünfmal täglich einen Teelöffel Sirup auf der Zunge zergehen zu lassen. Alternativ kann der Sirup auch einem auf 40 Grad abgekühlten Tee beigemengt werden.

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