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Hilfe bei Suizidgedanken

Etwa 10.000 Menschen pro Jahr begehen in Deutschland Suizid. Noch mehr Menschen sind von Suizidgedanken betroffen. Wo können sie sich Hilfe holen?

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.10.2019

In Deutschland begehen etwa 10.000 Menschen pro Jahr Suizid, speziell unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind es etwa 600. Noch weit mehr Menschen sind phasenweise von Suizidgedanken betroffen.

Sie befinden sich in für sie ausweglosen Situationen und wissen nicht, wie sie aus der Krise herausfinden können. Prävention kann ihr Leben retten. Auch anonyme Beratungen und Begleitungen sind in diesen Fällen hilfreich. In den vergangenen Jahren ist vor allem die Online-Beratung bundesweit ausgebaut worden.

Peer-Beratung für Jugendliche

Einen besonderen Weg geht seit 15 Jahren die Online-Jugendberatung „Youth-Life-Line“ des Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen/Tübingen mit ihrem Peer-Konzept. Hier sind Gleichaltrige im Austausch mit Gleichaltrigen.

Das Konzept baut auf der Erfahrung auf, dass vor allem junge Menschen sich in Krisensituationen an Gleichaltrige wenden. Wenn dies im direkten Umfeld schwierig ist – Suizidgedanken sind oft mit Scham behaftet, man weiß nicht, wie man darüber sprechen soll – kann eine anonyme Beratungsstelle wie „Youth-Life-Line“ eine gute Alternative darstellen. Ein Team von rund dreißig ehrenamtlichen Peer-Beraterinnen und Beratern befassen sich mit den ankommenden Mails und kommen in den schriftlichen Austausch mit den Ratsuchenden. Bevor sie in die Beratung einsteigen, durchlaufen sie eine dreimonatige Schulung.

Wie läuft die Beratung ab?

Prinzipiell ist der Mail-Austausch langfristig angelegt und geht meist über Monate. Ziel ist es, den Suizid zu verhindern, bei den bestehenden Problemen zu helfen, Ressourcen zu finden, die an das Leben binden. Zwei sozialpädagogische Fachkräfte begleiten die Arbeit der jugendlichen Peer-Beraterinnen und Berater. Der Austausch im Team ist dabei ebenso wichtig wie eine individuelle Unterstützung beim Formulieren der Mails oder falls Schwierigkeiten auftauchen.

Bei besonderen Problemen wie sexuellem Missbrauch oder Mobbing verweisen die Peer-Beratenden ergänzend oder alternativ an spezialisierte Beratungsstellen. Manchmal wird auch eine Therapie vor Ort angeregt.

Eine Auswahl an Beratungsstellen für Suizidgefährdete und deren Angehörige finden Sie hier.

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Videolänge:
11 min

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