Exoten aus den Tropen

Pflegetipps für Zitruspflanzen

Verbraucher | Volle Kanne - Exoten aus den Tropen

Zitrusfrüchte stammen aus den Tropen und Subtropen und wachsen hierzulande eigentlich gar nicht. Umso wichtiger ist die richtige Pflege. "Volle Kanne"-Experte Elmar Mai weiß, worauf es ankommt.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.01.2017, 10:37

„Volle Kanne“-Experte Elmar Mai erklärt, wie man Zitruspflanzen hierzulande pflegen sollte und welche Sorten sich für welche Standorte eignen.

Zitruspflanzen kommen ursprünglich aus Asien, mittlerweile werden sie aber in der gesamten tropischen und subtropischen Welt gezüchtet und angebaut. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt; nahezu 1000 Sorten sind beschrieben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als immergrüne Büsche oder buschige Bäume wachsen, die sich auf kurzen Stämmen schnell verzweigen.

Auch hierzulande können die Exoten gedeihen – wenn der Standort stimmt. Pflanzenexperte Elmar Mai: „Die meisten bei uns gängigen Arten und Sorten mögen es im Winter kühl.“ Ideal seien Temperaturen zwischen drei und zehn Grad; kein Frost. „Sie können dann im Sommer nach draußen und vor Zugluft geschützt, nahe an der Südseite des Hauses aufgestellt werden. Die Gebäudenähe ist günstig, weil die Fassade nachts Wärme abstrahlt.“

Viel Luft, viel Licht

Zitronenbaum
Zitronenbäume sind relativ kälteresistent.

Tropische Formen hingegen seien ganzjährig im Zimmer zu halten und würden eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit brauchen. Viel wärmer als 15 Grad sollte es im Winter aber auch für sie nicht werden. Elmar Mai: „Je wärmer eine Pflanze steht, umso mehr Licht benötigt sie.“ Außerdem gelte: „Warme, dunkle Räume sind tödlich! Regelmäßiges, kurzes Lüften ist dringend erforderlich, sonst werden Pilzkrankheiten zum Problem.“

Auch bei der Kübelpflanzenerde sei einiges zu beachten: „Sie sollte reich an mineralischen Bestandteilen sein und die Bodenreaktion muss sauer sein, damit die Pflanze Eisen aufnehmen kann. Ansonsten werden die Blätter gelb; dieses Phänomen nennt sich Chlorose.“ Außerdem sei wichtig, dass die Erde strukturstabil ist, sich also nicht zu sehr verdichtet: „Das erreicht man zum Beispiel durch Untermischen von grobem Sand oder Lavasubstrat.“

Warmer Winter

"Der nicht stattfindende Winter hat allerdings viele Pflanzen verwirrt, vor allem solche, die nicht heimisch sind", merkt der Gartenexperte an. Sie kommen aus Gebieten mit obligatorisch milden Wintern. So treiben in vielen Gärten derzeit schon diverse Ziersträucher mit Blüten oder Neutrieben aus. "Dies sollte eigentlich erst im März oder April der Fall sein", so Mai. Kommt es zu einem plötzlichen Kälteeinbruch, erfrieren viele empfindliche junge Blätter oder frische Triebe. Es bleibe nur zu hoffen, dass es noch viele "schlafende Augen" gibt, die im Frühjahr den Verlust ausgleichen können. Hundertprozentig werde das aber meist nicht gelingen, das dauere in der Regel ein Jahr, weiß Elmar Mai.

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