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Literatur im ZDF

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Mainzer Stadtschreiber

Mit dem "Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis", der mit 12.500 Euro versehen ist, wird das Gesamtwerk eines bereits arrivierten deutschsprachigen Schriftstellers geehrt. Die Preisgeber ZDF, 3sat und Stadt Mainz haben so seit 1985 bekannte Autorinnen und Autoren wie Gabriele Wohmann, Günter Kunert, Sten Nadolny oder Monika Maron ausgezeichnet.

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Anna Katharina Hahn

Die Mainzer Stadtschreiberin 2018, Anna Katharina Hahn, wurde am 13. März 2018 feierlich in ihr Amt eingeführt. Hahn, 1970 im schwäbischen Ruit auf den Fildern, Kreis Esslingen, geboren und wohnhaft in Stuttgart, ist die 34. Trägerin des Literaturpreises.

Anna Katharina Hahn wird wie ihr Vorgänger Abbas Khider gemeinsam mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum beziehen.

Seit den 1990er Jahren veröffentlichte sie zunächst kürzere literarische Arbeiten in Zeitschriften und Anthologien. Es folgten zwei Bände mit Erzählungen, "Sommerloch"(2000) und "Kavaliersdelikt" (2004), ehe ihr mit dem Roman "Kürzere Tage", der von überforderten Müttern und Vätern im gehobenen Stuttgarter Bürgertum erzählt, im Jahr 2009 der Durchbruch bei der Kritik und bei den Lesern gelang. Auch ihr Roman "Am schwarzen Berg" (2012), der den akademischen Mittelstand in Zeiten des Protestes gegen Stuttgart 21 zeigt, war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. Für ihren jüngsten Roman "Das Kleid meiner Mutter" (2016), der die junge Generation Spaniens in prekären Verhältnissen schildert, erhielt sie viel Resonanz.

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Das Literarische Quartett

Das Literarische Quartett: Thea Dorn wird neben Volker Weidermann und Christine Westermann feste Mitstreiterin in der Sendung.
Die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn ist seit 2017 neben Volker Weidermann und Christine Westermann feste Mitstreiterin der Sendung.

Im Oktober 2015 erlebte die Sendung "Das Literarische Quartett" ihr Revival im ZDF-Programm: Vier engagierte Literaturexperten sprechen und debattieren über vier Bücher, von denen jeder eines vorgeschlagen hat. Leidenschaftlich und unterhaltsam diskutieren der Gastgeber und Literaturkritiker Volker Weidermann und seine Mitstreiterinnen die Moderatorin und Autorin Christine Westermann, die Schriftstellerin Thea Dorn und ein wechselnder Gast sechs Mal im Jahr über aktuelle Bücher. Ziel ist beste literarische Unterhaltung, Kritik und Leidenschaft ganz in der Tradition des legendären Literarischen Quartetts mit Marcel Reich-Ranicki, das zwischen 1988 und 2001 im ZDF zu sehen war.

Seit 1999 hat sich das "Blaue Sofa", eine Kooperation von Bertelsmann, ZDF und "Deutschlandfunk", als Autorentreffpunkt auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt etabliert. Knapp 60 Autoren nehmen auf dem "Blauen Sofa" zur Leipziger und Frankfurter Buchmesse Platz und stellten in halbstündigen Gesprächen ihre neuen Bücher vor. Das bei der Frankfurter Buchmesse erfolgreich eingeführte Format "Die Blaue Stunde" wurde in Leipzig fortgesetzt: eine Gesprächsrunde mit mehreren Autoren, die zum Ausklang eines Messetages über ein aktuelles Thema diskutieren. Das Beste vom "Blauen Sofa" sendete 3sat in zwei 90-minütigen Zusammenfassungen, das ZDF zeigte eine dreistündige Zusammenfassung der Gespräche in "Die lange Nacht des Blauen Sofas". Auch die ZDF-Kultursendung "aspekte" widmet sich anlässlich der Buchmessen intensiv der Literatur. Alle Gespräche wurden per Livestream im Internet übertragen und sind als Video in der ZDFmediathek und auf 3sat online abrufbar.

Das ZDF betätigt sich auch aktiv als Förderer in der Buchszene: Der "aspekte-Literaturpreis" ist die wohl anerkannteste Würdigung für literarische Debüts in unserem Land. 2017 erhielt ihn Juliana Kálnay für ihren Roman "Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens". Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und die bedeutendste Auszeichnung für deutschsprachige Erstlingswerke, die seit 1979 anlässlich der Frankfurter Buchmesse alljährlich verliehen wird. Zur Jury gehörten: Ursula März (Die Zeit), Jana Hensel (Autorin), Ursula März (Die Zeit), Daniel Fiedler (Redaktionsleiter ZDF Kultur Berlin), Simon Strauß (FAZ, Feuilleton) und Volker Weidermann ("Das Literarische Quartett", Der Spiegel).

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

margaret atwood awarded with the peace prize of the german book trade, frankfurt main, germany - 15 oct 2017
Die Preisträgerin Margaret Atwood bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche.
Quelle: epa

Die Verleihung des wohl bedeutendsten Kulturpreises der Bundesrepublik, des "Friedenspreises des Deutschen Buchhandels", überträgt das ZDF seit dem Jahr 2005 zum Ende der Frankfurter Buchmesse alternierend mit der ARD aus der Paulskirche und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen und politischen Aufklärung. Im Jahr 2017 wurde die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood geehrt. Sie setzt sich aber auch mit vielen aktuellen gesellschaftlichen Problemen, wie der Stellung der Frau, und Umweltfragen auseinander, und leistet mit ihren Büchern, Artikeln und Reden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog.

Mit dem Preisgeber des Friedenspreises, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, unterhält das ZDF ebenso enge Beziehungen wie mit der Stiftung Lesen in Mainz. An ihrer Seite engagiert es sich für den Welttag des Buches und macht mit Spots und Aktionen Lust auf die bunte Welt der Bücher.

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