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Recherchen zum Film

Hilfe aus der Natur

Es war der Anruf eines Bekannten vor etwa einem Jahr. Er erzählte mir, dass er sich seit neuestem auf die Suche mache nach alten und vergessenen Lebensmitteln, nach wildem Spargel etwa. Das sei Wissen, meinte er damals, das unsere Großeltern noch hatten, das aber irgendwann verloren gegangen sei.

Dieser vergessene Schatz faszinierte mich: „Omas Schatz“ war dann auch der Titel des ersten Themenvorschlags, den ich an die plan b Redaktion des ZDF schickte. Wie das manchmal so ist: Von der ersten Themenidee bis zum fertigen Film wandeln sich Projekte. Das war hier auch der Fall. Wir konzentrierten uns letztlich auf „Medizin und Naturheilkunde“ und Omas vergessene Schätze in diesem Bereich.

Bekannte etwa erzählten mir, dass ihre Oma im Dorf Schöllkraut pflückte, wenn eines der Enkelkinder Warzen hatte. Nach dem Auftragen des Schöllkrautsaftes starben die Warzen nach ein paar Tagen ab. Heutzutage führt der erste Weg in solch einem Fall ja oft zum Arzt oder in die Apotheke. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn wer kommt schon auf die Idee, dass eine eher unscheinbare gelbe Blume, die überall blüht, helfen kann?

Dass auch in der Großstadt Heilpflanzen in großer Zahl wachsen, oft völlig unbeachtet, war mir neu. Wir entschlossen uns, für den Film eine Kräuterwanderung zu begleiten. In Annika Krause und Thorben Stieler von „Kruut“ fanden wir zwei Protagonisten, deren Mission es ist, vergessene Schätze wieder bekannt zu machen. Denn vieles, was wir für Unkraut halten, hat einen großen Wert. Brennnesseln etwa sehe ich jetzt mit anderen Augen.

Der Recherchekontakt zu der Forschergruppe Klostermedizin in Würzburg brachte mich zu Prof. Uwe Frank und seinen Studien zur antiviralen und antibakteriellen Wirkung von Pflanzen. Ein hochinteressantes und relevantes Thema!

Spannend waren auch die Dreharbeiten im Krankenhaus für Naturheilweisen in München, etwa mit den Blutegeln. Es ist faszinierend, wie sich diese Tiere festbeißen und dann im Rhythmus des Herzschlags Blut saugen. Überraschend sind die vielfältigen Therapiemöglichkeiten: bei einem hartnäckigen Tinnitus sollen Blutegel ebenfalls helfen.   

Im Idealfall nimmt man bei jedem Film als Regisseurin einiges mit. Ich habe bei der Arbeit an diesem Stück viel gelernt. In meinem Stadtgarten pflanze ich dieses Jahr Brennnesseln und lasse die Scharfgarbe wuchern.

Der Film entstand unter der redaktionellen Mitarbeit von Sabine Grießer und Katharina Studthoff.

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