Sie sind hier:

10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Was ihr tun könnt, damit weniger Lebensmittel verschwendet werden oder im Müll landen!

Stellt euch vor, ihr macht mit euren Eltern einen riesigen Großeinkauf, packt das ganze Auto voll und fahrt die gesamten Einkäufe dann direkt zur Müllhalde. Klingt total verrückt, oder? Aber tatsächlich werden in der Europäischen Union jedes Jahr unfassbare Mengen an Lebensmitteln weggeschmissen, die man eigentlich noch hätte essen können. Umgerechnet auf die Einwohner landet pro Kopf 173 Kilogramm an Lebensmitteln auf dem Müll oder wird verschwendet. Darauf macht zum ersten Mal der internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September aufmerksam.

ZDFtivi | logo! -
So kommen 175 Kilo Müll pro Nase zusammen
 

So viele Lebensmittel werden in der EU pro Kopf verschwendet.

Videolänge
1 min

10 Tipps, damit weniger im Müll landet:

  1. Gut einschätzen: Packt euch nur so viel in die Brotdose, wie ihr auch wirklich esst.
  2. Bleibt beim Kochen etwas übrig, solltet ihr die Reste essen - am besten direkt am nächsten Tag. Seid ihr sicher, dass ihr ein andermal noch Lust drauf habt, könnt ihr sie auch einfrieren.
  3. Waren die Augen mal wieder größer als der Magen?! Oder das Essen doch nicht so lecker wie es aussah? Dann bleibt oft was auf dem Teller und landet später Müll. Deshalb solltet ihr euch lieber öfter nachnehmen als direkt den Teller vollzuschaufeln.
  4. Essen, was zuerst weg muss: Schnappt euch zu Hause nicht die schönste Banane sondern die, die so aussieht als hält sie am wenigsten lange. Wollt ihr einen Joghurt essen, nehmt den, bei dem zuerst das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft.
  5. Lebensmittel richtig lagern! Das ist extrem wichtig! Denn sehr viel Obst und Gemüse vergammelt bei uns zu Hause nur deshalb, weil wir es falsch lagern. Hier ein paar Grundregeln: Obstschalen sind bekloppt: Sie sehen zwar schön aus, aber viele Obstsorten vertragen sich gar nicht. Vor allem Äpfel sorgen zum Beispiel dafür, dass das andere Obst drumherum schneller reift – und schlecht wird. Äpfel halten sich im Kühlschrank super lange – sie können auch gut ein 0-Grad-Fach vertragen. Karotten machen schnell die Biege, wenn man sie offen in den Kühlschrank legt – sie werden wie Gummi. Knackig bleiben sie, wenn ihr sie in eine Plastiktüte packt, ein Küchenpapier dazulegt, die Tüte zumacht, ein paar Luftlöcher in die Tüte stecht und sie so in den Kühlschrank legt. Gurken sind Divas! Man kann es ihnen eigentlich kaum recht machen. Entweder es ist ihnen zu kalt oder zu warm. Tipp: Gurken möglichst frisch kaufen und bald essen. Auberginen ist es im Kühlschrank zu kalt und in der Wohnung zu warm. Wickelt sie deshalb am besten in ein Tuch und legt sie so in den Kühlschrank. Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, weil sie da an Geschmack verlieren. Lagert sie in der Wohnung in einer offenen Schale, aber nicht zu nah am Obst! Kartoffeln halten sich am besten im dunklen, kühlen Keller. Wer keinen hat, kann sie auch in einen löcherigen Schuhkarton packen und unter das Bett schieben. Gut ist es auch, wenn noch Erde an den Kartoffeln klebt, denn dann halten sie länger. Salat kann bis zu einer Woche halten, wenn man ihn in eine luftige Plastiktüte steckt und ihn kopfüber in den Kühlschrank legt. Das ist wichtig, damit sich das Wasser nicht im Inneren staut und dort gammelt, sondern an den äußeren Blättern abläuft. Brot darf nicht in Plastiktüten lagern – da drin fängt es schon nach wenigen Tagen an zu schimmeln. Lieber in eine Papiertüte.
  6. Geplanter einkaufen: Eure Familie sollte sich vor dem Einkauf genau überlegen, was ihr wirklich braucht – und nur das einkaufen. Gerade für frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Brot sollte man wenn möglich lieber häufiger einkaufen gehen, anstatt einen riesigen Vorrat davon zu kaufen, der dann doch schlecht wird. Lasst euch außerdem nicht von Super-Sonderangeboten oder XXL-Packungen mit Preisvorteil verführen, wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass ihr den ganzen Kram auch verbraucht.
  7. Mitleid mit Makeln: Eine zerknautschte Nudelschachtel oder eine Paprika mit kleiner weicher Stelle – wenn ihr solche Dinge im Supermarkt kauft, sorgt ihr dafür, dass sie nicht weggeworfen werden. Und in einigen Supermärkten bekommt man solche Ware auch billiger.
  8. Als Kunde nicht immer König sein müssen: Irgendwie ist es in uns Menschen drin: Keine einzelnen Bananen nehmen, die Milch mit dem längsten Halbarkeitsdatum suchen oder auf Kiwis rumdrücken, um zu checken wie weich sie sind und: "Uuuups! zerdrückt – egal, ich nehme ne andere Packung". Wenn wir im Supermarkt vorsichtiger mit den Waren umgehen würden und auch freiwillig mal die einzelnen Bananen nehmen oder die Milch, die nur noch etwas kürzer haltbar ist, dann tragen wir alle dazu bei, dass auch in Supermärkten weniger weggeworfen werden muss.
  9. Einfrieren: Sonntags ist ein Brötchen übrig geblieben? Dann friert es ein, bevor es vertrocknet! Ein andermal legt ihr es auf den Toaster und freut euch drüber. Das geht natürlich auch mit Brotscheiben. Und selbst Dinge wie Milch, Butter oder einige Käsesorten könnt ihr gut einfrieren. Zum Beispiel wenn ihr merkt, dass ihr viel zu viel davon im Kühlschrank habt und die Sachen vor dem Haltbarkeitsdatum gar nicht verbrauchen könnt.
  10. Mindesthaltbarkeitsdatum ignorieren: Vieles könnt ihr noch essen, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Nur Fleisch und Fisch solltet ihr nach diesem Datum nicht mehr essen. Warum ein Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verfallsdatum ist und woran ihr erkennt, was ihr noch essen könnt, erfahrt ihr in diesen zwei verlinkten Videos:

Diesen Text hat Linda geschrieben

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!