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Deutsch-französische Freundschaft

Vor 55 Jahren wurde der Elysée-Vertrag unterzeichnet, der für die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich steht.

Datum:
Deutsche und französische Flaggen
Am 22. Januar ist der Tag der deutsch-französischen Freundschaft.
Quelle: imago

Freunde zu haben, ist gut. Das dachten sich vor 55 Jahren auch Deutsche und Franzosen. Lange Zeit waren die beiden Länder verfeindet gewesen. Sie hatten sogar in Kriegen gegeneinander gekämpft, wie zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945. In diesem Krieg haben deutsche Soldaten Frankreich angegriffen und in Teilen des Landes die Macht übernommen. Viele Franzosen, die sich gegen die deutschen Besatzer wehrten, wurden eingesperrt oder getötet.

Ein Neubeginn

Bundeskanzler Adenauer und Frankreichs Präsident de Gaulle 1962 bei einer Konferenz in Baden-Baden.
Bundeskanzler Adenauer und Frankreichs Präsident de Gaulle
Quelle: dpa

Doch 1963 wollten die damaligen Regierungschefs der Bundesrepublik Deutschland und Frankreichs festhalten, dass es nie wieder so weit kommen darf. Deshalb unterschrieben Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle am 22. Januar 1963 einen wichtigen Vertrag: den Elysée-Vertrag. Er heißt so, weil er im Elysée-Palast in Paris unterzeichnet wurde.

Unterschriften von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unter dem Elysée-Vertrag
Konrad Adenauer und Charles de Gaulle haben den Elysée-Vertrag unterzeichnet.
Quelle: ap

Was steht drin?

Im Elysée-Vertrag steht zum Beispiel, dass beide Länder in Zukunft in Frieden miteinander leben wollen, dass sie miteinander Geschäfte machen möchten und dass sich die Regierungs- und Staatschefs von Deutschland und Frankreich mindestens zweimal im Jahr zu Gesprächen treffen sollen.

Deutsche und französische Politiker treffen sich regelmäßig
Deutsche und französische Politiker treffen sich auch heute noch regelmäßig.
Quelle: reuters

So wurde im Laufe der Jahre auch durch spätere Regierungschefs die deutsch-französische Freundschaft immer enger. Das war auch eine der Grundlagen für die Entstehung der Europäischen Union. Mittlerweile leben viele Länder der EU in einem engen und friedlichen Verhältnis miteinander – und das alles begann mit der deutsch-französischen Freundschaft.

Tag der deutsch-französischen Freundschaft

Jedes Jahr wird wegen des wichtigen Elysée-Vertrags am 22. Januar der Tag der deutsch-französischen Freundschaft gefeiert. In beiden Ländern gibt es an diesem Tag viele Veranstaltungen. So sollen sich die Menschen in Frankreich und Deutschland besser kennen und verstehen lernen.

Auch Kinder kommen vor

Im Freundschaftsvertrag geht es auch um Kinder und Jugendliche. Man dachte sich: Wenn deutsche und französische Kinder schon früh Freundschaft schließen, dann kommen sie auch später gut miteinander aus. Das gilt natürlich auch heute noch. Viele Schulen haben mittlerweile eine Partnerschule im anderen Land.

Jugendliche halten Plakat mit Auschrift "Rendez-vous avec la France"
Partnerschulen und Austauschorganisationen helfen beim Kennenlernen.
Quelle: dpa

Die Sprache lernen

Deutsche und französische Schüler besuchen sich gegenseitig, gehen gemeinsam in die Schule und lernen sich kennen. Um miteinander reden zu können, lernen viele Schüler der beiden Ländern die jeweils andere Sprache: Deutsche lernen französisch und Franzosen lernen deutsch.

ZDFtivi | logo! - Deutsch-Französische Freundschaft

Was bedeutet das eigentlich und warum ist diese Freundschaft so besonders? logo! erklärt es euch.

Videolänge:
1 min
Datum:
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