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Der Erste Weltkrieg

Vier Jahre lang standen sich die verfeindeten Armeen erbittert gegenüber.

Im Sommer 1914 begann ein Krieg, an dem mehr Länder und mehr Soldaten als je zuvor beteiligt waren: der Erste Weltkrieg. Zum ersten Mal spielten moderne Waffen und die technische Ausrüstung für den Kriegsverlauf eine große Rolle.

Im Ersten Weltkrieg wurde zum ersten Mal mit Panzern gekämpft.
Im Ersten Weltkrieg wurde zum ersten Mal mit Panzern gekämpft. Quelle: ap

Viele Tote

Früher waren die Soldaten zu Fuß oder auf dem Pferd in den Krieg gezogen. Im Ersten Weltkrieg kamen dagegen auch Panzer, Flugzeuge und U-Boote zum Einsatz. Maschinengewehre, Fliegerbomben und Giftgas, die in diesem Krieg zum ersten Mal überhaupt verwendet wurden, richteten große Zerstörung an und sorgten für viele Tote. Mehr als zehn Millionen Soldaten starben im Ersten Weltkrieg. Viele Opfer gab es auch unter den Menschen, die nicht als Soldaten am Krieg beteiligt waren.

hindenburg, kaiser wilhelm II und Ludendorff bei lagebesprechung - 1919
Kaiser Wilhelm II (mitte): er war der letzte deutsche Kaiser. Quelle: dpa

Im Jahr 1914 sah Europa anders aus als heute. Es gab nur wenige kleine Länder wie zum Beispiel Belgien und Serbien. Den größten Teil Europas teilten sich einige große Länder. Neben Frankreich und Großbritannien im Westen waren das vor allem das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn in der Mitte sowie Russland im Osten. Zwischen den Ländern gab es Spannungen und viele strebten nach mehr Macht. Auch das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. wollte mehr Einfluss in der Welt gewinnen.

Bündnisse in Europa

Frankreich und Großbritannien hatten sich bereits 1904 in einem Bündnis zusammengetan. Ein paar Jahre später kam auch Russland zu diesem Bündnis hinzu. Das Deutsche Reich wiederum verbündete sich mit Österreich-Ungarn.

Erster Weltkrieg: Deutsche Truppen werden Minen
Mehr Soldaten als je zuvor kämpften im Ersten Weltkrieg. Quelle: ap

Am 28. Juni kam es zu einem Ereignis, das die Spannungen verschärfte und schließlich zum Ausbruch des Krieges führte: In der Stadt Sarajevo, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte, wurde der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand von einem serbischen Studenten erschossen. Einen Monat später erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Das Deutsche Reich hatte seinen Bündnispartner zu diesem Schritt ermutigt und versprochen, Österreich-Ungarn zu helfen. Serbien wiederum sicherte sich die Unterstützung Russlands.

In den darauffolgenden Tagen wurden auch die Bündnisse wirksam, die Russland und Frankreich sowie Großbritannien miteinander geschlossen hatten. Nach und nach kamen noch etliche weitere Länder dazu. Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn wiederum wurden verstärkt durch das Osmanische Reich, den Vorgänger der heutigen Türkei. Ein Krieg begann, wie es ihn zuvor noch nie gegeben hatte. Die Deutschen kämpften dabei an zwei Fronten gleichzeitig: Im Osten gegen Russland, im Westen gegen Frankreich und Großbritannien. Vor allem im Westen standen sich die verfeindeten Truppen oft monatelang gegenüber, ohne dass es vor oder zurück ging. Dabei wurden gewaltige Mengen Munition verfeuert und unfassbar viele Soldaten starben.

Kriegsende im Jahr 1918

Der Erste Weltkrieg endete im Jahr 1918, nachdem Frankreich, Großbritannien und Russland Unterstützung von den USA bekommen hatten. Das Deutsche Reich und seine Verbündeten verloren den Krieg. Nach der Niederlage wurde Wilhelm II. gedrängt, abzudanken - er war der letzte deutsche Kaiser. Viele Grenzgebiete Deutschlands gingen an die Nachbarländer. Außerdem musste Deutschland seine Armee verkleinern und hohe Entschädigungen an die Sieger zahlen.

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