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"Fridays for Future": Das fordern sie

Vertreterinnen und Vertreter der "Fridays for Future"-Bewegung haben sich überlegt, wie Politikerinnen und Politiker das Klima besser schützen können. Am Montag haben sie ihre Forderungen in Berlin präsentiert.

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Seit Monaten gehen Menschen weltweit freitags auf die Straße - vor allem Schülerinnen und Schüler. Ihr Ziel: Politikerinnen und Politiker sollen sich darum kümmern, das Klima besser zu schützen. Aber was genau sind die Forderungen? Darüber haben sie sich Gedanken gemacht und am Montag ihre Forderungen in Berlin vorgestellt.

Forderungen von "Fridays for Future" vorgestellt
Klimaaktivistinnen und -aktivisten stellen die Forderungen von "Fridays for Future" in einem Naturkundemuseum vor.
Quelle: dpa

Einhaltung des Pariser Klimaabkommens

Die Aktivistinnen und Aktivisten der "Fridays For Future"-Bewegung sind der Meinung: Politikerinnen und Politiker müssen sofort etwas tun, damit sich die Erde nicht um mehr als 1,5 Grad im Vergleich zu früher erwärmt. Beim Weltklimagipfel 2015 in Paris wurde das eigentlich beschlossen. Die Aktivistinnen und Aktivisten finden aber, dass Politiker nicht genug unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Forderungen für die kommenden Jahre sind:

  1. Weniger Treibhausgase: Bis 2035 sollen in Deutschland nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie die Natur auch wieder abbauen kann. Das wird auch "Netto-Null-Emission" genannt, weil am Ende keine, also null Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. Je mehr Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, umso mehr erwärmt sich die Erde. Ein Treibhausgas ist zum Beispiel CO2.
  2. Ausstieg aus der Kohlekraft: Bis 2030 soll Deutschland keinen Strom mehr aus Kohle gewinnen. Kohleenergie ist für das Klima nicht gut. Das Problem: Um Strom zu gewinnen, muss die Kohle verbrannt werden. Bei der Verbrennung entsteht unter anderem das Gas CO2. Dieser Stoff ist mitverantwortlich für den Klimawandel - also dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird.
  3. Umstellung auf erneuerbare Energien: Bis 2035 soll Strom in Deutschland nicht mehr mit Kohle, Öl oder Gas erzeugt werden. Unser Strom soll zu 100% aus erneuerbaren Energien bestehen - also zum Beispiel aus Sonnen- oder Windenergie.

Die Forderungen für dieses Jahr sind:

  1. Weniger Geld für Kohle, Öl und Gas: Bis Ende 2019 soll die Regierung Firmen, die Strom aus zum Beispiel Kohle oder Öl erzeugen, nicht mehr mit Geld unterstützen. Im Moment tun sie das noch. Sie will so zum Beispiel sicherstellen, dass Menschen, die in diesem Firmen arbeiten, ihren Arbeitsplatz behalten.
  2. Weniger Kohlekraft: Ein Viertel der Kohlekraftwerke in Deutschland sollen bereits bis Ende 2019 abgeschaltet werden. So soll schnell weniger CO2 ausgestoßen werden.
  3. Kosten für CO2-Ausstoß: Für Treibhausgasemissionen sollen Steuern gezahlt werden. Das bedeutet: Wer CO2-Ausstoß verursacht, soll dafür Geld bezahlen müssen.

Politikerinnen und Politiker sollen jetzt handeln

Wie man diese Ziele erreichen kann, das müssten sich die Politikerinnen und Politiker selbst überlegen. Das sei ihre Aufgabe, finden die Aktivistinnen und Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung. Sie sagen auch, dass sie wissen, dass es nicht einfach ist, diese Forderungen so schnell umzusetzen. Sie wollen aber, dass Politikerinnen und Politiker nicht länger damit warten. Denn ansonsten würden die Folgen der Erderwärmung für das Klima immer heftiger.

Eine Teilnehmerin der Fridays-for-future-Demo in Aachen hält ein Schild hoch mit der Aufschrift: "Brauche saubere Puste".

ZDFtivi | logo! - "Fridays for Future": Demo in Köln

Seit Monaten gehen einige Schülerinnen und Schüler freitags auf die Straßen, statt in den Unterricht zu gehen.

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