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Corona und Gewalt zuhause: Was tun?

In der Corona-Krise hat die Gewalt in Familien zugenommen. Der KiKA zeigt gerade mehrere Sendungen zu dem Thema. Mehr dazu erfahrt ihr hier - und auch, wo man Hilfe bekommt.

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Dass eure Eltern und ihr euch streitet - vielleicht auch mal anschreit - und irgendwann dann wieder vertragt, ist normal. Doch in einigen Familien wird aus dem Streit Gewalt. Das nennt man "häusliche Gewalt". Häufig sind es Eltern oder andere Verwandte, die zuschlagen, also körperlich gewalttätig werden. Für Kinder ist das besonders schlimm, denn es passiert an einem Ort, an dem sie sich eigentlich sicher fühlen, und sie werden von einem Menschen geschlagen, dem sie vertrauen und den sie meist auch lieben.

Häusliche Gewalt
Häusliche Gewalt ist meist kein einmaliges Ereignis, sondern kommt häufiger vor.
Quelle: dpa

Auch wenn zum Beispiel ein Elternteil oder Familienmitglied ein anderes Familienmitglied beleidigt, bedroht oder es immer wieder klein macht, gilt das als häusliche Gewalt. Genauer nennt man das psychische Gewalt, weil dabei zwar niemand körperlich verletzt wird, aber psychisch, das heißt ein Mensch leidet.

Was Gewalt mit Kindern macht

Oft schämen sich Kinder für die Gewalt zuhause oder fühlen sich sogar schuldig, wenn zum Beispiel die Mutter geschlagen wird: "Jetzt ist Papa wütend auf mich und Mama, weil ich laut war." Aber Kinder können nichts dafür, wenn Eltern ihre Wut nicht unter Kontrolle bekommen und zuschlagen. Oder wenn sie glauben, Probleme mit Gewalt lösen zu können. Oft können Kinder dann auch nicht mehr gut schlafen und es fällt ihnen schwer, sich auf die Schule zu konzentrieren. Hier könnt ihr im Video sehen, was mit körperlicher und mit seelischer Gewalt gemeint ist:

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Was Gewalt ist
 

Es gibt nicht nur körperliche, sondern auch seelische Gewalt.

Videolänge
1 min

Was ihr tun könnt

  • Wenn ihr selbst betroffen seid oder jemanden kennt, bei dem es zuhause Gewalt gibt, ist es wichtig, dass ihr darüber redet - mit einer Person, der ihr vertraut.
  • Sprecht mit Experten: Sie haben schon vielen Familien geholfen, die ähnliche Probleme haben. Vielleicht geht ein Freund oder eine Freundin gemeinsam mit euch zum Jugendamt, einem Kinderschutzdienst, einem Sozialarbeiter oder der Polizei.
  • Auch am Telefon könnt ihr Hilfe bekommen. Beim Hilfetelefon (Rufnummer 116 111) kann man kostenlos und fast rund um die Uhr anrufen. Keine Sorge, ihr müsst nicht verraten, wer ihr seid. Dort wird man auch nicht dafür sorgen, dass die Person, die gewalttätig ist, festgenommen wird. Beim Hilfetelefon sind Expertinnen und Experten, die in vielen Sprachen beraten und Tipps geben, was man tun kann und wo es in der Nähe zum Beispiel Häuser gibt, in denen ihr im Notfall in Sicherheit seid, ohne dass ihr gefunden werden könnt. Auch die Polizei kann euch in einer solchen Notsituation helfen.

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Maria hat sich vor ihrem Vater in Sicherheit gebracht.

Videolänge
2 min
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