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Judentum

Was glaubt man, wenn man jüdisch ist? Und welche Regeln gibt es im Judentum?

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Davidstern auf einem Synagogenfenster
Davidstern auf einem Synagogenfenster Quelle: ap

Das Judentum ist eine der großen Weltreligionen. Es ist ungefähr 4.000 Jahre alt. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 14 Millionen Menschen jüdischen Glaubens. In Deutschland leben heute etwa 100.000 Juden. Ihr Symbol ist der Davidstern. Die Juden nennen ihren Gott "Herr". Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde. Die Religion des Vaters spielt keine Rolle. Man kann aber auch zum jüdischen Glauben übertreten.

Die Thora ist die heilige Schrift der Juden

Das Gotteshaus der Juden heißt Synagoge. Hier versammeln sich die Juden, um Gottesdienste zu feiern und zu beten. Die Thora ist die heilige Schrift der Juden. Sie besteht aus den fünf Büchern Mose. Diese sind auch im Alten Testament der christlichen Bibel zu finden.

Jüdische Gelehrte tragen den Titel "Rabbiner". Ein Rabbiner verbreitet die Lehren des jüdischen Glaubens. Streng gläubige Juden leben nach den Gesetzen der Thora. Dazu gehört, dass sie täglich beten und in der Thora lesen. Die Gesetze der Thora beziehen sich aber nicht nur auf die Religion. In der Thora geht es auch um Themen, die sich auf das alltägliche Leben der Menschen und den Haushalt beziehen.

Juden beim Beten
Jude beim Beten Quelle: ap

Das Essen muss koscher sein

Juden dürfen nur "koschere" Speisen essen (Foto links). Das Wort "koscher“ kommt aus der hebräischen Sprache und bedeutet "rein“. Wichtig ist dabei unter anderem das "Schächten“. Das bedeutet, dass die Schlachter ein Tier töten, indem sie es ausbluten lassen. Die Juden denken, dass das Fleisch dadurch rein wird. Außerdem sollen fleischige und milchige Lebensmittel nicht gleichzeitig verzehrt werden.

Der "Sabbat“, der Samstag, ist für Juden ein Feiertag. Jüdische Geschäfte haben deshalb samstags zu. Juden dürfen am Sabbat nicht arbeiten, Auto fahren oder elektrische Geräte benutzen.

Jungen werden beschnitten

Jüdische Jungen
Jüdische Jungen Quelle: reuters

Eine der ältesten Traditionen des Judentums ist die "Brit Mila“. Das ist die Beschneidung von Jungen. Sie findet am achten Tag nach der Geburt statt. Dabei wird bei einer Feier die Vorhaut am Penis des Babys entfernt. Mit 13 Jahren werden jüdische Jungen "Bar Mizwa“. Das bedeutet "Sohn der Pflicht“. Ab dann gelten sie in der jüdischen Gemeinschaft als Erwachsene. Mädchen werden mit 12 Jahren "Bat Mizwa“, das heißt "Tochter der Pflicht“.

In der Vergangenheit sind Juden immer wieder verfolgt worden. Im Mittelalter warfen viele Menschen den Juden zum Beispiel vor, dass sie Gift in Brunnen geschüttet hätten. Den Hass gegen Menschen jüdischen Glaubens nennt man "Antisemitismus“.

Verfolgung der Juden unter Hitler

Besonders schlimm war der Hass gegen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Die Nationalsozialisten ließen zwischen 1933 und 1945 auf Befehl ihres grausamen Herrschers Adolf Hitler mehr als sechs Millionen Juden töten.

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