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Überlastung bei Kinderkliniken

Jede zweite Kinderklinik muss Patienten wegschicken. Sie sind voll. Wie es zu diesem Problem kommen konnte, erfahrt ihr hier.

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Und jetzt mal alle Hand hoch, die Schnupfen oder Husten haben oder irgendwie erkältet sind. Klar, Winterzeit bedeutet oft auch Krankheitszeit. Das ist jedes Jahr so, aber in diesem Jahr sind gerade besonders viele Kinder krank - und die Kinderkliniken in Deutschland schlagen Alarm.

Mädchen auf einer Kinderstation
Kinderkliniken arbeiten derzeit am Limit.
Quelle: imago

Eine Befragung zeigt, die Krankenhäuser sind gerade so voll, dass jede zweite Klinik Patienten wegschicken muss. Dann kann es sein, dass kranke Kinder lange fahren müssen, um in einer anderen, weiter entfernten Klinik untergebracht zu werden.

Warum die Kliniken gerade so voll sind

Der Auslöser für den Engpass: Gerade gibt es besonders viele Kinder, die an Grippe oder dem RS-Virus erkranken. Das RS-Virus kann Schnupfen, Husten und Fieber verursachen. Gefährlich ist das Virus für die allermeisten Menschen in der Regel nicht. Bei Babys, Kleinkindern und Menschen mit einem schwachen Abwehrsystem kann es aber sein, dass sie in einer Klinik versorgt werden müssen.

Diese Probleme haben die Kliniken

Dass in vielen Kinderkliniken gerade in den Erkältungszeiten Plätze fehlen, ist schon seit einigen Jahren so. Experten und Expertinnen warnen deshalb immer wieder vor den Problemen in der Kindermedizin.

  • Erstes Problem: Es fehlt Geld. Kinderkliniken kosten in der Regel mehr als Kliniken für Erwachsene. Warum? Unter anderem weil Behandlungen bei Kindern länger dauern können, aufwendiger sind und man mehr Personal braucht, um Kinder zu betreuen. Aber: Kinderkliniken bekommen meistens nicht mehr Geld für ihre Arbeit als Kliniken für Erwachsene. Die Lösung: Deshalb fordern viele Experten und Expertinnen, dass Kinderkliniken mehr Geld bekommen sollen. Das wollen Politiker und Politikerinnen nun wohl auch bald umsetzen.
  • Zweites Problem: Es fehlt Personal. In der Kindermedizin fehlen besonders viele Pfleger und Pflegerinnen. Die Lösung: Deshalb fordern Experten und Expertinnen, dass dafür gesorgt wird, dass sich wieder mehr Menschen für den Beruf als Kinderpfleger oder Kinderpflegerin entscheiden. Doch eine solche Ausbildung dauert drei Jahre. Das Problem ist also nicht so schnell zu lösen. Um die Situation jetzt etwas zu verbessern, soll nun Pflegepersonal von Erwachsenenstationen auf Kinderstationen verlegt werden und dann dort mitarbeiten.

Auch Kinderarztpraxen haben im Moment alle Hände voll zu tun. Deshalb wird geraten, Untersuchungen, die nicht dringend nötig sind, zu verschieben. Und auch für eine Krankschreibung muss man nicht zum Arzt oder zur Ärztin - ein Telefonanruf reicht.

Was den Kliniken auch helfen kann

Bei Unsicherheit, gerade am Wochenende, erstmal beim Ärztlichen Notdienst anrufen unter 116117 (kostenfrei) und dort den Experten und Expertinnen die Erkrankung beschreiben. Manchmal stellt sich dann vielleicht heraus, dass ein Besuch in einer Klinik nicht nötig ist.

Diesen Text hat Katrin geschrieben.

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