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Hoffnung im Kampf gegen Malaria

Malaria gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Jedes Jahr sterben viele Tausende Menschen an Malaria, betroffen sind vor allem Kleinkinder. Jetzt haben Forscherinnen und Forscher einen wichtigen Erfolg gemeldet!

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Malaria ist eine Krankheit, die durch Mückenstiche einer besonderen Mücke übertragen wird: der weiblichen Anophelesmücke. Durch den Stich gelangen Erreger in den Körper, die krank machen können. Man bekommt dann zum Beispiel hohes Fieber und Durchfall. Die Krankheit kommt vor allem in Ländern Afrikas, Südostasiens oder Südamerikas vor.

Verbreiter der Malaria-Erkrankung: «Anopheles gambiae».Archivbild
Malaria wird durch die Anopheles-Stechmücke übertragen. Archivbild
Quelle: Stephen Morrison/EPA FILE/dpa

Heilbar - und trotzdem ein Problem

Eigentlich ist Malaria heilbar. Trotzdem sterben jedes Jahr etwa 270.000 Kinder an Malaria. Vor allem in einigen afrikanischen Ländern ist die Krankheit ein großes Problem. Das liegt unter anderem daran, dass es dort oft keine so gute Gesundheitsversorgung – also Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte und auch Medikamente – gibt. Im Video könnt ihr euch anschauen, was weitere Gründe dafür sind:

Grafik Malaria

logo! - Malaria 

Warum ist Malaria vor allem in bestimmten Ländern gefährlich?

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Wichtiger Forschungserfolg: ein Impfstoff

Forscherinnen und Forscher der Universität Oxford in Großbritannien haben jetzt allerdings einen Erfolg im Kampf gegen die Krankheit gemeldet: Sie haben offenbar einen wirksamen Impfstoff gegen Malaria entwickelt. 450 Kleinkinder sind in dem afrikanischen Land Burkina Faso damit geimpft und anschließend ein Jahr lang genau beobachtet worden. Dabei kam raus: Der Impfstoff soll ziemlich gut vor einer Ansteckung mit Malaria schützen. Die Forscher sagen außerdem, es habe keine ernsten gesundheitlichen Nebenwirkungen gegeben.

Noch mehr Tests

Ein Kleinkind wird in Tansania auf Malaria getestet.
Ein Kleinkind wird in Tansania auf Malaria getestet.
Quelle: Reuters

Es ist der bislang vielversprechendste Impfstoff gegen Malaria, der je entwickelt wurde. Nun soll er an noch mehr Kindern in vier afrikanischen Ländern getestet werden. Das soll noch weitere Erkenntnisse bringen. Wenn auch diese Tests erfolgreich sind, könnte der Impfstoff vielleicht schon nächstes Jahr zugelassen - also offiziell erlaubt - werden.

Ziel: 25 Länder bis 2025 malariafrei

Das wäre ein wichtiger Beitrag für das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Die WHO will nämlich bis zum Jahr 2025 erreichen, dass 25 Länder, die von Malaria betroffen sind, dann malariafrei werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Thailand, Guatemala, Honduras und Nordkorea. Ein wirksamer Impfstoff wäre ein wichtiger Schritt, um das zu schaffen.  

Diesen Text hat Katrin S. geschrieben

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