Sie sind hier:

Eine Million Kinder gegen Malaria geimpft!

Endlich gibt es einen offiziellen Impfstoff gegen die gefährliche Krankheit! In einigen afrikanischen Ländern haben inzwischen mehr als eine Million Kinder den neuen Impfstoff gegen Malaria erhalten.

Datum:

Vor allem für Kinder in südlichen Ländern Afrikas ist die Krankheit Malaria eine Gefahr. Viele, viele Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem Impfstoff geforscht, der vor Malaria schützt. Im Herbst 2021 war es dann so weit: Seitdem gibt einen Impfstoff, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird. Mehr als eine Million Kinder in Afrika sind mit dem neuen Impfstoff jetzt schon gegen Malaria geimpft.

Kinder ab fünf Monaten können geimpft werden und haben über mehrere Jahre einen gewissen Schutz. Mit fünf Jahren haben die meisten so starke Abwehrkräfte aufgebaut, dass Malaria ihnen weniger anhaben könne, sagen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Laut WHO wollen sehr viele Menschen den Impfstoff haben. Weil es aber noch nicht so viel Impfstoff gibt, können ihn noch nicht alle, die wollen, bekommen.

Bei einem Arzt in Svay Rieng in Kambodscha sind am 25.10.2007 Frauen und Kinder zum Impfen in der Sprechstunde in einem ärztlichen Versorgungszentrum.
Nun gibt es den ersten offiziellen Malaria-Impfstoff.
Quelle: dpa

Der Haken: kein perfekter Schutz

Dieser Impfstoff ist allerdings auch nicht perfekt. Er schützt nicht immer davor, die Krankheit zu bekommen. Bei Tests hat sich gezeigt: Nur bei vier von zehn Geimpften hat der Schutz richtig funktioniert - also bei weniger als der Hälfte der Testpersonen.

Deshalb kann er trotzdem helfen

Die WHO empfiehlt trotzdem, dass viele Kinder in bestimmten afrikanischen Ländern den Impfstoff bekommen sollen. Denn auch wenn der Impfstoff nicht immer gegen Malaria schützt: Es könnten trotzdem viele Leben gerettet werden. Die WHO schätzt, dass wenn der Impfstoff in möglichst vielen Ländern mit Malaria-Risiko eingesetzt wird, kann das im Jahr 40.000 bis 80.000 Menschenleben retten. Und das wäre ein riesiger Erfolg im Kampf gegen die Krankheit.

Und: Expertinnen und Experten werden weiter forschen und Tests machen, damit es in Zukunft noch weitere Impfstoffe gibt, die vielleicht noch besser gegen die Krankheit schützen.

Was ist Malaria überhaupt?

Malaria gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Jedes Jahr sterben viele Tausende Menschen an Malaria, betroffen sind vor allem Kleinkinder. Malaria wird durch Mückenstiche einer besonderen Mücke übertragen: der weiblichen Anophelesmücke.

Durch den Stich gelangen Erreger in den Körper, die krank machen können. Man bekommt dann zum Beispiel hohes Fieber und Durchfall. Die Krankheit kommt vor allem in Ländern Afrikas, Südostasiens oder Südamerikas vor.

Verbreiter der Malaria-Erkrankung: «Anopheles gambiae».Archivbild
Malaria wird durch die Anopheles-Stechmücke übertragen.
Quelle: Stephen Morrison/EPA FILE/dpa

Warum ist Malaria so gefährlich?

Eigentlich ist Malaria heilbar. Trotzdem sterben jedes Jahr 627.000 Menschen an dem tropischen Fieber, die meisten davon Kinder unter fünf Jahren. Vor allem in einigen afrikanischen Ländern ist die Krankheit ein großes Problem.

Das liegt unter anderem daran, dass es dort oft keine so gute Gesundheitsversorgung – also Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte und auch Medikamente – gibt.

Diesen Text haben Meike, Katrin S. und Luisa geschrieben.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.