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Alexej Nawalny aus Krankenhaus entlassen

Nach dem Giftanschlag geht es dem Russen wieder besser. Er ist der bekannteste Kritiker der russischen Regierung.

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Alexej Nawalny nach seiner Entlassung aus der Charité.
Alexej Nawalny nach seiner Entlassung aus der Charité.
Quelle: Uncredited/navalny/Instagram/dpa

Vier Wochen war Alexej Nawalny richtig krank, jetzt konnte er das Berliner Krankenhaus Charité wieder verlassen. Dort war er nach einem Giftanschlag behandelt worden. So richtig fit ist Nawalny aber noch nicht:

Ich will auf einem Bein stehen. Die Kontrolle über die Finger zurückerlangen. Gleichgewicht halten.
Alexej Nawalny auf Instagram

Deshalb muss er jetzt noch weiter daran arbeiten, wieder ganz gesund zu werden. Das ist auch nötig, denn die Vergiftung hatte seinen Körper sehr krank gemacht.

Was war passiert?

Am 20. August war Alexej Nawalny während eines Fluges zusammengebrochen und in ein russisches Krankenhaus gebracht worden. Er und sein Team gehen davon aus, dass er vorher in einem Hotel vergiftetes Wasser getrunken hatte.
Zwei Tage später war er von der russischen Stadt Omsk nach Berlin geflogen worden, um dort im Krankenhaus behandelt und untersucht zu werden.

Flugzeug mit Alexej Nawalny trifft in Berlin ein
Alexej Nawalny wurde von Russland nach Berlin geflogen, um dort im Krankenhaus behandelt zu werden.
Quelle: dpa

Ein Speziallabor der deutschen Bundeswehr fand dann das Gift Nowitschok in seinem Körper. Für die deutsche Bundesregierung und viele andere stand somit fest: Nawalny wurde vergiftet.

Gerade am Anfang war sein Gesundheitszustand sehr schlecht. Er lag auf der Intensivstation des Krankenhauses und musste beatmet werden. Umso größer war die Erleichterung als es Nawalny Mitte September endlich wieder besser ging. Das postete er sogar auf Instagram:

Screenshot des Instagram-Accounts von Alexei Navalny
Screenshot des Instagram-Accounts von Alexei Navalny
Quelle: Instagram/Navalny

Nawalny hat viele Gegner

Alexej Nawalny kritisiert oft die Politik und die Mächtigen in Russland und sagt, was seiner Meinung nach falsch läuft. Damit hat er sich in Russland viele Feinde gemacht, vor allem die russische Regierung. Es ist wahrscheinlich, dass jemand ihn deswegen töten und so zum Schweigen bringen wollte. Im Artikel rechts erfahrt ihr mehr über Alexej Nawalny.

Nowitschok - ein besonderes Gift

Das Gift Nowitschok, das in Nawalnys Körper gefunden wurde, ist eine chemische Waffe. Ihr Einsatz ist eigentlich auf der ganzen Welt verboten.
Schon vor vielen Jahren wurde Nowitschok in Laboren in der damaligen Sowjetunion, zu der auch das heutige Russland gehörte, entwickelt.

Vor zwei Jahren wurde Nowitschok dann wieder in Verbindung mit Russland bekannt. Es wurde im Körper eines russischen Geheimdienstagenten gefunden.
Einige Experten meinen, hinter dem Einsatz dieses Giftes könne nur der russische Staat stecken. Einzelne Verbrecher könnten so etwas gar nicht herstellen. Denn es brauche ganz spezielle Labore und viel Erfahrung auf dem Gebiet solcher chemischen Waffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Fall Nawalny
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Mordanschlag auf Alexej Nawalny geäußert.
Quelle: dpa

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die russische Regierung aufgefordert, sich zu dem Giftanschlag auf Nawalny zu äußern.

Alexej Nawalny ist Opfer eines Verbrechens. Er sollte zum Schweigen gebracht werden. Und ich verurteile das auch im Namen der Bundesregierung auf das Allerschärfste. (...) Wir erwarten, dass die russische Regierung sich zu diesem Vorgang erklärt. Es stellen sich jetzt sehr schwerwiegende Fragen, die nur die russische Regierung beantworten kann und beantworten muss.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Russland streitet ab - Deutschland droht

Doch russische Politiker sagen, dass Russland nichts mit dem Verbrechen zu tun habe. Sie behaupten, dass Nawalny noch in Russland auf Spuren von Gift untersucht worden sei und dort nichts gefunden wurde. Sie werfen Deutschland und anderen Ländern vor, Russland schaden zu wollen.

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