Update am Morgen: Ungarns Kampf gegen den Regenbogen

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    Update am Morgen:Ungarns Kampf gegen den Regenbogen

    von Antje Pieper
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    Antje Pieper

    Guten Morgen,

    Homosexualität ist keine Krankheit - was selbstverständlich klingt, war es lange Zeit nicht: Erst am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsbehörde WHO entschieden, Homosexualität nicht mehr als psychische Störung einzustufen. Seit 2005 ist deshalb immer am 17. Mai Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie.
    Weltweit wird auf die Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen aufmerksam gemacht. Kaum zu glauben, aber wahr: Noch immer ist in 70 Staaten der Welt gleichgeschlechtliche Liebe strafbar.
    Auch in Europa gibt es weiter Anfeindungen. Beispiel Ungarn: Bei der Hilfs-Hotline der queeren Organisation Háttér melden sich immer öfter Opfer von Gewalt. Viele der Täter berufen sich inzwischen auf die Regierung, erzählt Mitarbeiterin Luca Dudits:

    Da hat zum Beispiel ein Mann zwei lesbische Frauen mit einem Messer bedroht. Vor Gericht sagte er jetzt: Viktor Orbán ist doch auch meiner Meinung.

    Luca Dudits, Mittarbeiterin von Háttér

    Ehe für alle: nicht in Ungarn. Ein Kinderbuch, in dem zwei Papas vorkommen, dürfen Läden nur verkaufen, die ein Warnschild an der Tür anbringen. Ministerpräsident Viktor Orbán ist der Vorreiter eines illiberalen Kulturkampfes in Europa. Doch er findet immer mehr Nachahmer. "Orbán ist ein Vorbild für viele dieser Anti-Gender-Leute. Sie treten in seine Fußstapfen und versuchen sein Modell in Bulgarien anzuwenden", erzählt Manuela, die für eine queere Organisation in Sofia arbeitet. Im auslandsjournal berichtet heute ZDF-Korrespondent Wolf-Christian Ulrich über Anti-LGBTQ+-Kampagnen und teils schwerreiche Lobby-Organisationen, die gegen die Gleichbehandlung arbeiten.
    Hier sehen Sie den Beitrag schon jetzt:
    Kommen Sie gut und ohne Anfeindungen durch den Tag!
    Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Großbritannien und Niederlande planen Kampfjet-Koalition: Damit soll Kiew von der "Ausbildung bis zur Beschaffung von F16-Jets" unterstützt werden.
    Afrikanische Staatschefs wollen vermitteln: Sechs afrikanische Staatschefs haben eine Initiative ausgearbeitet, um im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu schlichten. Dafür wollen sie nach Kiew und Moskau reisen.
    Europarat strebt Schadenregister für Ukraine an: Die 46 Länder des Europarats wollen bei ihrem Gipfel am Mittwoch in Reykjavik ein Register für die Kriegsschäden in der Ukraine beschließen.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Prozessbeginn gegen die "Vereinten Patrioten": Vier Männern und einer
    Frau wird vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben. Sie sollen unter anderem geplant haben, zunächst einen großflächigen Stromausfall herbeizuführen und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu entführen.
    Außenministerin Baerbock beendet ihre Reise in die Golf-Region: Heute besucht die Grünen-Politikerin den Emir von Katar. Wie schon in Saudi-Arabien steht Baerbock erneut vor einem Spagat: Die schwierige Menschenrechtslage in Katar steht einer wichtigen Rolle des Landes im Zusammenhang mit dem Iran, Afghanistan sowie bei Energie- und Klimathemen gegenüber.
    Europarats-Gipfel in Reykjavik endet: Am Mittwoch endet im isländischen Reykjavik der zweitägige Gipfel des Europarats. Der Europarat will sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen und ist von der EU unabhängig. Deshalb gehören zu den 46 Mitgliedern auch Länder wie Großbritannien, die Türkei und die Ukraine. Bei dem ersten Gipfel seit 2005 und erst dem vierten Treffen der Staats- und Regierungschefs in dieser Form überhaupt ging es vor allem um den Krieg in der Ukraine. Wie der bisherige Gipfel lief, hat Klaus Brodbeck zusammengefasst:

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Keine Chance bei Polizeigewalt? (30 min)
    frontal: Mit den Themen: Streit um deutsche Häfen, Geldwäsche-Paradies Deutschland, Kritik an Quereinsteiger-Ausbildung für Lokführer (45 min)

    Gesagt

    Wir wollen eine echte Entlastung für die Beschäftigten erreichen, ohne dass sie deshalb weniger verdienen.

    Knut Giesler, Verhandlungsführer und Vorsitzender der IG Metall in Nordrhein-Westfalen

    Zufriedenere Beschäftigte und weniger Fachkräftemangel - das soll die Vier-Tage-Woche bringen, so deren Befürworter. Die Industrie sieht dabei ihre Produktivität in Gefahr. Mario Shabaviz hat mit beiden Seiten des Verhandlungstischs gesprochen.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden21.05.2024 | 1:58 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Mittwoch bleibt es südlich der Donau dicht bewölkt und allmählich lässt der Regen nach. Im Nordwesten gibt es anfangs noch einzelne Schauer. Sonst wird es freundlich, teils länger sonnig und trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 17 Grad.
    Das Wetter am Mittwoch 17.05.2023
    Das Wetter am Mittwoch 17.05.2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
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