Update am Morgen: Das große Schweigen und Vertuschen
Update
Update am Morgen:Das große Schweigen und Vertuschen
von Meike Srowig
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Guten Morgen,
als Teenager wurde Katharina Kracht von einem verheirateten Pfarrer und Vater von zwei Kindern missbraucht. Schon lange kämpft sie um Gerechtigkeit und Aufklärung in der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Auf ihrer Webseite "Vertuschung beenden" sammelt und dokumentiert sie Fälle von Menschen, die wie sie von Kirchenvertretern missbraucht wurden.
Vor einem Jahr haben sie und viele andere Betroffene sich noch Hoffnung gemacht, dass endlich etwas passieren wird. In der sogenannten ForuM-Studie hatten sich Wissenschaftler intensiv mit Fällen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch in der evangelischen Kirche auseinandergesetzt. 46 konkrete Empfehlungen richteten die Forscher darin an die EKD, doch bis heute ist nicht viel passiert.
Wir stoßen auch nach der ForuM-Studie auf die gleichen Widerstände wie vorher.
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Katharina Kracht, Missbrauchsopfer
Auch eine Dunkelfeldstudie, die viele fordern, um wirklich das Ausmaß erfassen zu können, lehnt die EKD ab, so lange nicht auch andere Institutionen wie beispielsweise Schulen mit einbezogen werden.
Im Interview mit meiner Kollegin Ulrike Rödle sagt die Vorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs: "Wir möchten ja, dass sich die Menschen, die betroffen sind, melden. Es geht uns gerade nicht darum, es nicht anzugucken, sondern wir brauchen in dieser Gesellschaft eine Sensibilität und das heißt, es muss aus dem Tabu heraus."
Für viele Betroffene wie Katharina Kracht sind das allerdings nur noch Worte, denen keine Taten folgen. Sie prangern an, dass Aufarbeitung weiterhin keine Rolle spielt in der evangelischen Kirche. Denn die ForuM-Studie hat auch offengelegt: Jeder zweite Täter war ein Mehrfachtäter. Das Dunkelfeld ist also lange noch nicht ausgeleuchtet. Für die Betroffenen ist das schwer zu ertragen. Den Glauben an die Institution Kirche haben viele von inzwischen verloren.
Kommen Sie gut durch den Tag
Meike Srowig, stellvertretende Leiterin des heute journal
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So wird das Wetter heute
Am Donnerstag regnet es vor allem in der Osthälfte. Oberhalb von etwa 300 bis 500 Metern mischen sich auch Flocken unter. Dabei kann es glatt auf den Straßen werden. Im Tagesverlauf wird es von Westen her oft wieder trocken, aber es bleibt meist trüb. Bei einem starken Westwind werden zwei bis neun Grad erreicht.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Nicola Frowein
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