Update am Morgen: Wer hat das Sagen in der Ampel?

    Update

    Update am Morgen:Wer hat das Sagen in der Ampel?

    von Matthias Fornoff
    |
    Matthias Fornoff

    Guten Morgen,

    wer hat eigentlich das Sagen in der Bundesregierung? Klar, die SPD als stärkste Partei, die den Kanzler stellt - sollte man meinen. Entsprechend dem berühmten Satz von Gerhard Schröder, bevor er 1998 Rot-Grün startete: "Der Größere ist Koch, der Kleinere ist Kellner."
    Die Befragten im neuesten Politbarometer sehen die politische Wirklichkeit heute ganz anders. Nicht die SPD setzt sich in der Ampel stark durch, finden sie, sondern eher die kleineren Partner, Grüne und FDP.
    Grafik: Politbarometer
    Quelle: ZDF

    Das hat sicher auch mit dem Politik-Stil von Olaf Scholz zu tun, der in den letzten Umfragen als "zu zögerlich" beschrieben wurde. Die Arbeit der Bundesregierung insgesamt wird mehrheitlich als "schlecht" bewertet.
    Politbarometer zur Arbeit der Bundesregierung
    Quelle: ZDF

    Beim Klimaschutz geht’s den einen zu schnell, den anderen zu langsam. Einig sind sich die Befragten darin, dass das 49-Euro-Ticket eine gute Sache ist. Die meisten sind auch davon überzeugt, dass deswegen deutlich mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen werden. Besonders die Jüngeren sind da optimistisch.
    Politbarometer Grafik zu 49-Euro-Ticket
    Quelle: ZDF

    Im kleinsten Bundesland, Bremen, wird übrigens Sonntag in einer Woche gewählt. Die ersten Zahlen deuten darauf hin, dass alles so bleiben könnte wie seit 77 Jahren: Die SPD regiert, die Frage ist nur, mit wem.
    Grafik: Politbarometer - Wenn nächsten Sonntag wirklich Bürgerschaftwahl wäre...
    Quelle: ZDF

    Weiter so mit Rot-Grün-Rot oder doch eine GroKo an der Weser?
    Einen schönen Tag noch und viel Spaß beim Weiterlesen!
    Matthias Fornoff, ZDF-Politikchef

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Ukraine schießt mutmaßlich eigene Drohne ab: Die ukrainische Luftwaffe hat über Kiew eine eigene, mutmaßlich defekte Drohne abgeschossen. Zuvor war von einem russischen Angriff die Rede.
    Hochwasser gefährdet Sicherheit von Atomkraftwerk: Das russische Kernenergieunternehmen Rosenergoatom warnt vor einer Gefährdung der nuklearen Sicherheit des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja im Süden der Ukraine. Hochwasser könne zu einem Bruch des Nowa-Kachowka-Staudamms führen. Dann würden die Stromkabel für die Pumpstation der Kühlsysteme des Atomkraftwerks überflutet.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Solargipfel bei Habeck: Nach einem ersten Gipfel im März hatte Wirtschaftsminister Habeck Erleichterungen angekündigt, um den Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben. Heute nun die Fortsetzung: Bei dem Treffen im Wirtschaftsministerium könnte eine neue Strategie beschlossen werden. Der Fokus könnte laut Entwurf auf Solaranlagen auf Dächern sowie auf Freiflächen liegen wie zum Beispiel Feldern. Letzteres sieht der Bauernverband kritisch.
    Agrarminister suchen Einigung bei Nutztierhaltung: Die Agrarminister beraten über den geplanten Umbau der Nutztierhaltung. Bundesagrarminister Cem Özdemir will weniger Tiere pro Stall. Mehrere seiner Länderkollegen dagegen befürchten, dass durch neue Anforderungen Tierhalter aufgeben und mehr Lebensmittel importiert werden, die unter geringeren Tierwohl- und Umweltstandards erzeugt werden. Am frühen Nachmittag will Özdemir über die Ergebnisse der Sondersitzung informieren.
    Was das Studium für Hebammen ändert: Weltweit machen Hebammen jährlich am 5. Mai auf ihre umfangreiche Tätigkeit aufmerksam. Der Beruf ist gefragt, gleichzeitig mangelt es an Fachkräften. In Deutschland geht es seit Jahresbeginn nur noch via Bachelorstudiengang in den Job. Was sich dadurch für den Beruf ändert.
    Lia, Studentin der Hebammenwissenschaften, mit Babypuppe auf dem Arm
    04.05.2023 | 5:33 min

    Zahl des Tages

    350 Millionen Pfund - auf dieses Umsatzplus könnten sich Pub-Besitzer in Großbritannien am verlängerten Krönungswochenende von König Charles III. freuen, rechnet das Londoner Tourismusbüro vor. Die Sperrstunde wird extra von 23 auf 1 Uhr morgens verlängert. Für die Königsfamilie ist der wirtschaftliche Effekt ihrer teuren Großereignisse ein wichtiges Argument, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ob da Schöntrinken hilft? Umfragen zufolge nimmt die Abneigung gegenüber der Monarchie zu - vor allem unter Jüngeren.

    Gesagt

    Die Leute fragen mich, wo ich als nächstes hingehe? Ich sage: zur Apotheke.

    Michael Palin, Monty-Python-Legende, Schauspieler und Reisereporter

    Als singender Holzfäller, als Verkäufer eines toten Papageien oder als Pontius Pilatus mit Sprachfehler in "Das Leben des Brian" - Michael Palin brachte mit der Comedy-Truppe Monty Python Millionen Menschen zum Lachen, legendär auch seine Rolle als tierfreundlicher Ganove in "Ein Fisch namens Wanda". Mittlerweile wird der Kultkomiker auch für seine Reisereportagen und als Autor geschätzt. Heute wird er 80 Jahre alt.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden22.04.2024 | 1:56 min
    Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

    So wird das Wetter heute

    Am Freitag ziehen Schauer und Gewitter von West nach Ost. Dabei kommt es teilweise zu Starkregen und Hagel. Bis zum Abend trocken bleibt es östlich der Elbe. Hier weht der Wind aus Ost bis Südost mit Sturmböen an den Küsten. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 und 24 Grad, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bleibt es deutlich kühler.
    Wettervorhersage für 05.05.2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Thorsten Duin
    Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Empfehlen Sie das Briefing gerne Ihren Freunden und Bekannten - hier ist der Anmeldungs-Link. Außerdem freuen wir uns weiterhin über Ihr Feedback, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!