Weltklimagipfel: Scholz fordert das Ende fossiler Energie

    Rede auf dem Weltklimagipfel:Kritik an Scholz: "Mitreißend geht anders"

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    Bundeskanzler Olaf Scholz hat auf der Weltklimakonferenz (COP28) zu einem globalen Ausstieg aus fossiler Energie aufgerufen. Er schlägt ein weiteres konkretes Ziel vor.

    In seiner Rede auf der COP28 legte der Kanzler dar, was Deutschland im Kampf gegen die Klimakrise plant. Vor allem wolle er entschlossen aus fossilen Energieträgern aussteigen.02.12.2023 | 0:36 min
    Vor dem Plenum der Weltklimakonferenz (COP28) in Dubai hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einen globalen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas angemahnt. "Wir müssen jetzt alle die feste Entschlossenheit an den Tag legen, aus den fossilen Energieträgern auszusteigen - zuallererst aus der Kohle. Dafür können wir bei dieser Klimakonferenz die Segel setzen", sagte der SPD-Politiker in seiner Rede am Samstag.

    Eile trotz geopolitischer Probleme

    Noch sei es möglich, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in dieser Dekade so weit zu senken, dass das 2015 in Paris vereinbarte 1,5-Grad-Ziel eingehalten wird, so Scholz.

    Aber die Wissenschaft sagt uns ganz klar: Wir müssen uns dafür sehr beeilen - aller geopolitischen Spannungen zum Trotz.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Die Nahost-Konflikt und der Krieg in der Ukraine sind auch auf der Klimakonferenz ein großes Thema.
    Über 170 Staats- und Regierungschefs nehmen an der UN-Klimakonferenz teil. Über die Notwendigkeit des Klimaschutzes ist man sich einig, doch die Umsetzung lässt viele Fragen offen.01.12.2023 | 1:31 min

    Scholz: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein

    Der Klimawandel bleibe "die große, weltumspannende Herausforderung unserer Zeit", betonte Scholz. Es gebe aber schon alle nötigen Mittel, um dieser Herausforderung zu begegnen.

    Die Technologien sind da: Windkraft, Photovoltaik, elektrische Antriebe, grüner Wasserstoff.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Deutschland treibe diese Entwicklungen mit Nachdruck voran. "Als erfolgreiches Industrieland wollen wir 2045 klimaneutral leben und arbeiten", sagte er.
    Bei der Weltklimakonferenz in Dubai kam es nach einem Aufruf zum Ausbau der Atomkraft zu Unstimmigkeiten. Unbestritten ist wiederum der Ausbau erneuerbarer Energien.02.12.2023 | 1:31 min

    Kanzler schlägt konkretes Ziel vor

    Scholz appelliert an die knapp 200 Staaten, die in Dubai bis Mitte Dezember beraten, bei der Energiewende mitzuziehen.

    Machen wir den Ausbau Erneuerbarer Energien zur energiepolitischen Priorität Nummer eins - weltweit!

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Er schlug konkret eine Einigung auf zwei verbindliche Ziele vor, die schon in den Industriestaaten der G20 Konsens sind: Zum einen die Verdreifachung des Ausbaus Erneuerbarer Energien und zum anderen eine Verdoppelung der Energieeffizienz - beides bis 2030.
    Auf der Klimakonferenz COP28 beraten fast 190 Staaten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Unsere Korrespondenten in Brasilien, China und den USA berichten dazu aus ihren Ländern.01.12.2023 | 3:26 min

    Kritik an Scholz' Rede

    Der Klimaexperte der Entwicklungsorganisation Oxfam, Jan Kowalzig, sagte zu der auf Deutsch gehaltenen Rede, diese sei "rhetorisch makellos, aber mitreißend geht anders". So inspiriere man eine Klimakonferenz nicht.
    Und zum angemahnten Ausstieg aus den fossilen Energien passe die Politik der Bundesregierung leider nicht: So arbeite die Bundesregierung mit der Errichtung neuer fossiler Infrastruktur für den Import von Flüssiggas gegen das Pariser Abkommen und höhle parallel dazu das Klimaschutzgesetz aus. "Das hat der Bundeskanzler wohlweislich verschwiegen."
    Lange war Europa Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Aus Dubai berichtet ZDF-Korrespondent Andreas Stamm über die Rolle Europas auf der COP28 sowie die Ziele der EU in Dubai.01.12.2023 | 1:28 min
    Auch der WWF Deutschland äußerte sich kritisch zur Rede des Kanzlers. Deutschlands Agieren beim Klimaschutz sei "der lebendige Widerspruch". Zwar würde die Bundesregierung in Dubai durchaus positive Signale setzen, doch in Deutschland müssten erst "Gerichtsurteile die Regierung zum Handeln zwingen".

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    von Moritz Zajonz
    Fünf Icons mit Fabrikschlot, Blitz, Thermometer vor Deutschland und Weltkarte, und einem Haus über Wellen. Im Hintergrund ein Braunkohlekraftwerk.
    Grafiken
    Quelle: dpa, ZDF

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