Neue Luftangriffe auf Ukraine: Verletzte und Stromausfälle

    Russische Raketen auf Ukraine:Neue Angriffe: Verletzte und Stromausfälle

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    Bei neuen russischen Luftangriffen sind nach ukrainischen Angaben 34 Menschen verletzt worden. Es gab auch Stromausfälle. Moskau meldet, es habe militärische Ziele getroffen.

    Eine Anwohnerin vor den Überresten ​​ihres Hauses, das von russischen Raketen getroffen wurde.
    Eine Anwohnerin in den Überresten ​​ihres Hauses, das von einem russischen Militärschlag in der Stadt Pawlohrad, Region Dnipropetrowsk getroffen wurde.
    Quelle: Reuters

    Russland hat mit einem zweiten massiven Luftangriff innerhalb von drei Tagen Raketen auf Ziele in der gesamten Ukraine abgefeuert. Dabei wurden in der Stadt Pawlohrad in der östlichen Region Dnipropetrowsk 34 Menschen verletzt, teilten die ukrainischen Behörden mit. Zuvor war am Sonntag in der südlichen Region Cherson ein Mensch durch russische Luftangriffe getötet worden.

    Russland spricht von "Präzisionsangriffen" auf militärische Ziele

    In der Nacht zum Montag "griffen die russischen Invasoren die Ukraine mit ihrer strategischen Luftwaffe an", erklärte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Waleri Saluschnyj, im Onlinedienst Telegram. 18 Marschflugkörper seien von Russland abgeschossen, 15 davon von der ukrainischen Luftwaffe zerstört worden.
    In der Nähe von Vuhledar fahren ukrainische Soldaten in Richtung der Frontlinie.
    Bei Vuhledar hat die russische Armee erhebliche Verluste erlitten. ZDF-Reporter Dara Hassanzadeh hat die ukrainischen Truppen an der Front besucht.01.05.2023 | 1:35 min
    Die Raketenabwehr der Ukraine war zuletzt durch die Lieferung hochmoderner Abwehrsysteme durch die westlichen Verbündeten massiv verstärkt worden.
    Das russische Verteidigungsministerium erklärte unterdessen, seine Streitkräfte hätten Präzisionsangriffe mit großer Reichweite auf ukrainische Munitionsproduktionsanlagen ausgeführt. "Alle zugewiesenen Einrichtungen wurden getroffen", hieß es.

    Britischer Geheimdienst
    :Russland bereitet sich auf Gegenoffensive vor

    Russland erwartet eine baldige Gegenoffensive der Ukraine. Laut britischem Geheimdienst werden Verteidigungsanlagen gebaut, um einen Durchbruch der Ukraine zu verhindern.
    Russische Soldaten in einer Verteidigungsstellung in der Region Cherson

    Ukraine: Wohngebiete in Region Cherson getroffen

    Bei ihren Angriffen habe die russische Armee innerhalb von 24 Stunden "Wohngebiete in der Region Cherson und ein offizielles Gebäude im Zentrum der Stadt Cherson ins Visier genommen", erklärte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Oleksander Prokudin, auf Telegram. Moskau habe "im Laufe des vergangenen Tages 39 Beschüsse ausgeführt", Cherson sei "achtmal" getroffen worden. Dabei sei ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, darunter ein Kind.
    Zeitgleich wurden durch russischen Raketenbeschuss im Bezirk Pawlohrad in der Region Dnipropetrwosk im Osten des Landes mindestens 34 Menschen verletzt, wie Gouverneur Serhij Lyssak am Montag in Onlinenetzwerken mitteilte. Darunter waren demnach fünf Kinder, das jüngste davon ein achtjähriges Mädchen.
    Großer Schaden ist in Pavlohrad nach einer Explosion zu sehen.
    Schon vergangene Woche war in der gesamten Ukraine wegen russischer Raketenangriffe Luftalarm ausgelöst worden. 01.05.2023 | 0:19 min
    Lyssak zufolge wurden in der Stadt Pawlohrad "19 mehrstöckige Gebäude, 25 Privathäuser, sechs Schul- und Vorschuleinrichtungen sowie fünf Geschäfte beschädigt". Bereits am Freitag waren bei massiven Luftangriffen im Zentrum der Ukraine mindestens 26 Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder.


    Stromausfälle in Cherson und Dnipro

    Nach den russischen Raketenangriffen in der Nacht zum Montag fiel in zwei Regionen der Strom aus. Dem ukrainischen Energieminister Herman Haluschtschenko zufolge wurde Infrastruktur des Energienetzes beschädigt. Fast 20.000 Menschen in Cherson und Umgebung hätten keinen Strom mehr. Auch in der Stadt Dnipro und anderen Teilen von Dnipropetrowsk sei der Strom ausgefallen. Es werde mehrere Tage dauern, die Schäden zu reparieren.
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    Quelle: AFP, AP
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