US-Experten: Gewinne der Ukraine bei Saporischschja

    Krieg in der Ukraine:Experten sehen ukrainische Gewinne im Süden

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    Experten des US-Instituts für Kriegsstudien sehen lokale Fortschritte der Ukraine in der Region Saporischschja. Kiew meldet zudem Erfolge in der Abwehr russischer Drohnen.

    Saporischschja: Panzer der ukrainischen Armee (Archivbild vom 5.4.2023)
    Panzer der ukrainischen Armee bei Saporischschja. In der Region konnte die Ukraine Gewinne verzeichnen, melden Experten. (Archivbild)
    Quelle: dpa

    Die ukrainischen Streitkräfte haben bei ihrer Offensive gegen die russische Armee im Gebiet Saporischschja im Süden des Landes nach Einschätzung westlicher Experten lokale Erfolge erzielt. Die Gewinne gebe es im Westen des Gebiets Saporischschja und dort im Südwesten und Südosten der Stadt Orichiw, teilte das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in Washington mit.
    Insgesamt gebe es ukrainische Offensivhandlungen an vier Abschnitten der Front, hieß es. Dagegen hatte das russische Militär mitgeteilt, die Angriffe dort und im Gebiet Donezk um die Stadt Bachmut erfolgreich abgewehrt zu haben.
    Südlich von Saporischschja wird hart gekämpft:

    Kiew meldet erfolgreiche Abwehr von Luftangriffen

    Die ukrainischen Luftstreitkräfte informierten am Sonntag auch über den erneuten Abschuss von sechs Drohnen im Gebiet Charkiw und Sumy an der Grenze zu Russland. Am Samstag hatte die ukrainische Luftabwehr mitgeteilt, dass 2 Marschflugkörper und 20 Drohnen abgeschossen worden seien.
    Demnach hatte Russland 35 Drohnen und 8 Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert - auf militärische und wichtige Infrastruktur-Objekte. Die russischen Angriffe richteten sich demnach neben Odessa auch gegen Ziele in der Region Poltawa und in Charkiw.
    Mehrere Tote und Verletzte nach Drohnenangriff in Odessa:

    Berichte über Angriffe auf russischem Gebiet

    Auch russische Regionen meldeten erneut Beschuss von Seiten der Ukraine. In der Region Kaluga schlugen laut Behörden zwei Drohnen ein. Über Verletzte oder größere Schäden war zunächst nichts bekannt.
    Im an die Ukraine grenzenden Gebiet Belgorod, das seit Tagen beschossen wird, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag mit, dass ein Güterzug mit 15 leeren Waggons entgleist sei. Verletzte gab es demnach nicht, der regionale Zugverkehr musste vorübergehend eingestellt werden. Die Hintergründe waren zunächst unklar. In Russland verüben immer wieder Schienenpartisanen Sabotageakte gegen Bahnanlagen, um militärischen Nachschub zu stoppen.

    Keine Bestätigung über Start der Großoffensive

    Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als 15 Monaten gegen den russischen Angriffskrieg, der am 24. Februar 2022 begonnen hatte. Das mit westlichen Waffen ausgestattete Land will sich im Zuge einer Gegenoffensive die von Russland besetzten Gebiete zurückholen. Dazu hatte Kiew zuletzt auch breite Offensivhandlungen und Angriffe seiner Truppen bestätigt.
    Es gab allerdings weiter keine klare Bestätigung, dass die seit Monaten angekündigte Großoffensive begonnen hat. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Freitag gesagt, diese Offensive der Ukraine habe bereits begonnen.
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    Quelle: dpa
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