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Hetze, Lügen und Gerüchte

Wie Trauer zu Hass wird

Aggressive Proteste der rechten Szene in Chemnitz.

Bei der Auseinandersetzung am Rande des Chemnitzer Stadtfestes ist ein 35-jähriger Deutscher erstochen worden. Keine fünf Stunden später meldet ein Online-Portal, dass die Belästigung einer Frau den Messerangriff ausgelöst haben soll.

Datum:
04.09.2018
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Zwar dementiert die Polizei diesen Tathergang, doch das Gerücht wird weiterverbreitet und für Stimmungsmache gegen Migranten und die Einwanderungspolitik genutzt - vor allem am Folgetag, als Haftbefehle gegen einen Syrer und einen Iraker beantragt werden.

frontal - Wann beobachtet der Verfassungsschutz eine Partei? 

Der Rechtswissenschaftler Prof. Christoph Gusy von der Universität Bielefeld erläutert im Interview Voraussetzungen für eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz und welche Folgen eine solche Maßnahme für die rechtspopulistische Partei hätte...

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Wenn Bürger nicht "Schlachtvieh einer gescheiterten Asylpolitik" sein wollen, tönt es aus den Reihen der AfD, die Verständnis für die Protestkundgebungen zeigen, auf denen Hitlergrüße gezeigt werden. Auch Fake News werden gezielt zur Mobilisierung eingesetzt: So instrumentalisiert die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel die Tat für ihren Aufruf, "nicht länger zu schweigen" und twittert über angeblich 25 Messerstiche, durch die das Opfer Daniel H. gestorben sein soll, tatsächlich waren es fünf.

Frontal 21 über Hetze, Lügen und Gerüchte und wie nach dem Vorfall in Chemnitz Trauer zu Hass wird.

frontal - "Die Gesellschaft bedarf der permanenten Erneuerung" 

Frank Richter, Theologe und Bürgerrechtler, bewirbt sich im sächsischen Meißen als unabhängiger Kandidat für den Posten des Bürgermeisters. Im Interview bewertet er die Ereignisse von Chemnitz und benennt Versäumnisse der sächsischen Landespolitik.

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