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Freund starker Zweiter hinter Prevc

Sport - Freund starker Zweiter hinter Prevc

Severin Freund hat in der Qualifikation zum Auftakt der Vierschanzentournee Platz zwei belegt. Bester Skispringer in Oberstdorf war der Slowene Peter Prevc.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.12.2016, 19:43

Angeführt von Severin Freund gehen zehn deutsche Skispringer beim Auftaktwettbewerb der Vierschanzentournee am Dienstag in Oberstdorf an den Start. In der Qualifikation war Freund mit einem Sprung auf 134,5 Meter als Zweiter bester DSV-Springer. Rang eins sicherte sich Topfavorit Peter Prevc aus Slowenien, der auf 136,5 Meter kam.

Dritter wurde der Norweger Johann Andre Forfang mit der Tagesbestweite von 139 Metern. Die Qualifikation musste unterbrochen werden, weil ein Stromausfall die Anlage lahmgelegt hatte.

Freund: "Ein schöner Einstand"

"Das war ein schöner Einstand, es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht. Es ist schon etwas Besonderes, wenn die Zuschauer so lange aushalten", sagte der 27 Jahre alte Freund. Vor 13.500 Fans, die damit für einen Qualifikations-Rekord sorgten, kam Freund auf 153,0 Punkte. "Severin hat den Absprung noch nicht optimal getroffen, ist aber lässig geflogen», stellte Bundestrainer Werner Schuster erleichtert fest. «Er hat eine richtig gute Ausgangsposition. Das hatten wir lange nicht.»

Vor Freund lag nur Gesamtweltcup-Spitzenreiter Prevc, der mit 136,5 m (159,2 Punkten) erneut allen davon flog. Aus den erwarteten großen Tournee-Duellen zwischen den beiden Rivalen dürfte damit Wirklichkeit werden. «Es gibt nicht nur Severin und mich», wiegelte der Slowene zwar ab. «Aber es ist immer interessant, wenn es eine Geschichte zwischen zwei Springern gibt. Solche Duelle sind sehr beliebt. Es war in der Vorsaison halt bis zum letzten Sprung sehr intensiv.» Damals hatte Freund aufgrund der höheren Anzahl von Einzelsiegen den Gesamt-Weltcup vor dem punktgleichen Slowenen gewonnen.

Licht und Schatten gab es bei den weiteren deutschen Hoffnungsträgern. Der ebenfalls für den Wettkampf gesetzte Richard Freitag bot mit 128,0 m (133,1) und Platz 14 eine mäßige Leistung. "Der Stromausfall hat mich schon ein wenig angekratzt. Vielleicht war ich deswegen nicht so locker", sagte Freitag.

Kapitaler Stromausfall

Der kapitale Blackout hatte zwei Stunden vor Quali-Beginn fast ganz Oberstdorf lahmgelegt. Das Training musste unterbrochen werden, da rund um die Schattenbergschanze rein gar nichts mehr ging: Das Flutlicht funktionierte ebenso wenig wie Sprecheranlage und Springerlift, im Presseraum hockten die Journalisten bei Kerzenlicht, die Zuschauern schunkelten in der Dämmerung.

Gegen 16.30 Uhr jedoch gingen in Oberstdorf nach und nach wieder die Lichter an - zunächst wurde die Stromversorgung des örtlichen Krankenhauses wiederhergestellt, danach der Rest der Stadt wieder versorgt. Um 16.51 Uhr meldete sich auch die Flutlichtanlage zurück, nach einem Trainingssprung ging es mit leichter Verzögerung in die
Qualifikation.

Starkes deutsches Teamergebnis

In der Ausscheidung war Andreas Wellinger als Zehnter bester der DSV-Adler, die sich qualifizieren mussten. "Meine Sprünge gehen in die richtige Richtung", sagte der Youngster nach seinem Satz auf 131,5 m (138,2). Andreas Wank (128,3) machte als 18. einen starken Eindruck. Marinus Kraus (108,9) musste hingegen mächtig zittern - ihn trennten gerade einmal 0,2 Punkte undzwei Springer vom Aus. Nur knapp vor Kraus lag Österreichs Topstar Gregor Schlierenzauer (46./109,7), der wegen Form- und Motivationsschwäche mehrere Wochen pausiert hatte.

Den Sprung in den Wettkampf schafften aus DSV-Sicht zudem Karl Geiger (122,8), Pius Paschke (118,5), Michael Neumayer (115,2), Stephan Leyhe (113,2) und Markus Eisenbichler (110,7). Damit sind zehn Deutsche am Dienstag am Start. Paul Winter und David Siegel (beide 107,2) sowie Tim Fuchs (100,3) verpassten hingegen die Qualifikation und müssen auf Garmisch hoffen.

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