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Wie gesund ist vegan?

Auf Ausgewogenheit achten

Zwei Frauen stehen vor einem Obst- und Gemüsestand

Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf alle tierischen Nebenerzeugnisse wie Milch, Eier, Käse und Honig. Viele Veganer fühlen sich durch diese Ernährungsform fitter und belastbarer. Doch sie kann unter Umständen auch Mangelerscheinungen begünstigen.

19.04.2017
19.04.2017
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Im Durchschnitt isst jeder Deutsche etwa 150 Gramm Fleisch und Wurst täglich, also über ein Kilogramm pro Woche. Vegetarier essen kein Fleisch und keinen Fisch. Extremer ist die Fraktion der Veganer, die auf alle tierischen Produkte verzichtet. Neben der eigenen Gesundheit sind es oftmals ethische und ökologische Gründe, die Veganer zu dieser Ernährungsweise veranlassen. Sie möchten nicht, dass für unseren Konsumhunger Tiere leiden müssen oder gar getötet werden. Viele vermeiden deshalb auch Produkte wie Leder, Schafswolle, Seide oder Kosmetika, die an Tieren getestet wurden oder tierische Bestandteile enthalten.

Blutwerte testen lassen

Veganer essen hauptsächlich Obst, Gemüse, Getreide- und Sojaprodukte. Bei Lebensmitteln wie zum Beispiel Nudeln oder Brot werden die Inhaltsstoffe genau studiert. Denn auch in Produkten, die auf den ersten Blick vegan erscheinen, können tierische Bestandteile enthalten sein, wie zum Beispiel in Fruchtsäften, die mit Gelatine eingedickt werden.

Bei einer rein veganen Ernährung kann es zu einer Unterversorgung und zu Mangelerscheinungen kommen. Vor allem Proteine, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D können fehlen. Gefährdet sind vor allem Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Mediziner raten deshalb, jährlich eine Blutuntersuchung der genannten Werte zu machen, um Mangelerscheinungen rechtzeitig zu erkennen und auszugleichen.
Vorteile der veganen Ernährung

Vorteile der veganen Ernährung

Zivilisationskrankheiten treten bei Veganer/innen deutlich seltener auf als bei der Durchschnittsbevölkerung. Sie haben seltener Übergewicht und Bluthochdruck und in der Regel gute Blutfettwerte. Doch um gesund zu bleiben, müssen Veganer auf eine ausgewogene Ernährung achten. Als Grundlage dienen viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, vergorenes Gemüse (zum Beispiel Sauerkraut), Hülsenfrüchte und Sojaprodukte. Auch Samen und kalt gepresste pflanzliche Öle sollten auf dem Speiseplan stehen.

Für eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können in Absprache mit dem Arzt Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Die "Amerikanische Gesellschaft für Ernährung" hat in einer Studie herausgefunden, dass eine ausgewogene vegane Ernährung in jeder Lebensphase, auch bei Schwangeren, Stillenden und Kindern, gesund sein kann.

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