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Feinstaub & Co. - die Wahrheit über das Risiko

Vorab

Wissen | Leschs Kosmos - Feinstaub & Co. - die Wahrheit über das Risiko

Dicke Luft über Deutschland. Laut Berichten soll das die Ursache von über 35.000 Todesfällen jährlich sein. Harald Lesch stellt Schlagzeilen zu Risiken von Luftverschmutzung auf den Prüfstand und klärt, was Forscher tatsächlich belegen können.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.07.2021, 11:22
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Die Werte von Stickstoffdioxid sind in weit über 60 Städten in Deutschland zu hoch. Verantwortlich dafür sind vor allem Dieselfahrzeuge. Es drohen Fahrverbote - werden sie die erhoffte Wirkung bringen?

Was ist nun die Quelle des Übels?

Ein verfärbtes Taschentuch am Auspuff eines Autos
Benziner oder Diesel - welche Autos sind nun die größeren Umweltsünder? Quelle: ZDF/Benedict Wolf, Caligari-Film

Die Diskussion um Abgas-Skandal und Diesel-Affäre lenkt die Aufmerk­samkeit vor allem auf Risiken durch Stickstoffdioxid. Doch es gibt noch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe in der Luft - beispielsweise Feinstaub. Vieles deutet sogar darauf hin, dass er das viel gravierendere Problem ist: Neuesten Studien zu Folge ist Stickstoffdioxid die Ursache von über 6.000 vorzeitigen Todesfällen im Jahr, durch Feinstaub sollen es sogar fünf Mal mehr sein. Eine entscheidende Feinstaubquelle sind auch Benzinmotoren.Wird womöglich „die falsche Sau durchs Dorf getrieben“?

Wie ermittelt man Ultrafeinstaub?

Mikroskopaufnahme: Feinstaub in der Lunge
Oftmals nur wenige Mikrometer groß, findet Feinstaub über die Atemwege den Weg in die Lunge, wo er gefährliche Reizungen erzeugt. Quelle: ZALF

Für die Risikoforschung ist erschwerend, dass die Konzentration von Feinstaub in der Luft sehr schwer zu ermitteln ist. Besonders die kleinsten Partikel, der Ultrafeinstaub. Doch gerade diese Teilchen stehen im Verdacht, besonders schädlich für unseren Körper zu sein. Sie können sich in Blutgefäßen, im Herzen oder sogar im Gehirn ablagern und im schlimmsten Fall zu Infarkten führen. Wird es bald ein neues Messverfahren geben, das auch die Konzentration von Ultrafeinstaub in der Luft präzise ermitteln kann?
Bisher stehen vor allem die Städte im Ruf, Ihre Bewohner mit besonders schädlicher Luft zu belasten. Wer „gute Luft“ atmen möchte fährt aufs Land. Allerdings gibt es Berechnungen die zeigen, dass die Landwirtschaft ein besonders großer Feinstaubverursacher ist.

Die Reisewege gefährlicher Schadstoffe

Satellit Sentinel 5P
Sentinel 5P überwacht die Konzentration von Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid und anderen gefährlichen Abgasausstößen in der Atmosphäre. Quelle: ESA

Ein Problem der Risikoabschätzung und des Gesundheitsschutzes besteht darin, dass die Luft ein riesiger „Chemiebaukasten“ ist: durch Reaktionen von Stoffen entstehen neue, oft giftige Verbindungen. Heute versuchen Wissenschaftler mit dem Satelliten-Programm Sentinel 5 P mehr über die „Reisewege“ gefährlicher Schadstoffe zu erfahren. Wo wirken sie am stärksten, was für eine Reichweite haben sie? Und vor allem: was kann man gegen sie tun?

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