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Fünf Fragen an ... Quintus, Jakob und Minna

Die drei Protagonisten aus der Reihe "Ein Tag in ..." über ihre Zeit.

Die drei Hauptdarsteller schlüpften für die Dokureihe in Rollen aus unterschiedlichen Zeiten. Wir fragen nach: Können Sie sich vorstellen, im alten Rom, im Mittelalter oder in der Kaiserzeit zu leben? Timur Isik (Feuerwehrmann Quintus), Martin Rother (Wundarzt Jakob Althaus) und Lara-Maria Wichels (Dienstmagd Minna Eschler) im Kurzinterview.

Timur Isik, Feuerwehrmann Quintus bei ...

Würdest Du gerne mit Quintus tauschen und 80 nach Christus in Rom leben?
Man könnte sich das schon zurechtromantisieren, aber letztendlich fühle ich mich ganz wohl in unser Epoche – zumindest hier und noch. Vielleicht sollte ich, aus ästhetischen Gründen, einfach ab und an mal Rüstung tragen. (lacht)

Was war für Dich die größte Herausforderung an der Rolle des Quintus Pompeius Naso?
Wir haben für diese Folge in Sophia in Bulgarien gedreht, weil dort ein sehr großes und authentisches Rom Set steht. Die bulgarischen Kollegen sprachen nicht alle Englisch, und deshalb lief viel Kommunikation auf Bulgarisch - das war schon etwas speziell, als deutschsprechender Halbtürke im alten Rom.

Was war Deiner Meinung nach im alten Rom besser?
Früher war doch alles besser, sagt man. Das kann man für Rom jetzt wahrscheinlich nicht sagen. Aber man hat natürlich dieses ganze Leben, das dort auf der Straße stattfand. Dann war ja Rom die angesagteste Stadt der Zeit, da gab es wahrscheinlich unheimlich viel Interessantes zu entdecken.  Es wäre spannend, tatsächlich einmal durch das Rom von 80 nach Christus zu laufen.

Was war Deiner Meinung nach im alten Rom schlechter?
Es war schon sehr eng in der Stadt, und offensichtlich gab es Mietwucher und eine starke Verdrängung wegen der großen Nachfrage nach Wohnungen. Ich lebe in Berlin – ein bisschen erlebt man das aktuell in bestimmten Stadtteilen dort auch. Aber das denkt man eigentlich nicht, dass es in Rom schon so zuging. Und heute haben wir immerhin Bauvorschriften und Gesetze, die dafür sorgen, dass Häuser nicht einfach so einstürzen können. Wenn man die Ausrüstung der Feuerwehr vergleicht, sind wir doch heute auch deutlich besser aufgestellt!

Was hast Du durch die „Terra X“-Dreharbeiten Erstaunliches über das Leben im alten Rom erfahren?
Die Wichtigkeit der Feuerwehr und wie gut sie organisiert war – das weiß man ja gar nicht, die interessante Methode des Zähneputzens und natürlich: die Geselligkeit auf dem Donnerbalken!

 

 Martin Rother, Wundarzt Jakob Althaus bei ...

Würdest Du gerne mit Jakob tauschen und 1454 im Mittelalter leben?
Ganz klar: Nein! Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Die Annehmlichkeiten unserer heutigen Zeit möchte ich nicht missen.

Was war für Dich die größte Herausforderung an der Rolle des Jakob Althaus?
Die Herausforderung war gar nicht so groß für mich. Mich hat überrascht, dass der Dreh wunderbar einfach und leicht verlief und ich mich durch das Team um mich herum sehr unterstützt gefühlt habe. Das hat mir meine Arbeit sehr leicht gemacht.

Was war Deiner Meinung nach im Mittelalter besser?
Das ist sehr schwierig zu sagen, da ich ja nicht in Wirklichkeit dabei war. Über eine Epoche aus heutiger Sicht ein Urteil zu fällen, ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, weil wir durch unseren heutigen Blick vorgeprägt sind. Es ist sehr spannend, andere Epochen anzusehen, aber sie lassen sich nicht 1:1 vergleichen. Deshalb erlaube ich mir da kein Urteil.

Was war Deiner Meinung nach früher im Mittelalter schlechter?
Sicherlich ist heute Vieles einfacher, und damals war das Leben sicherlich entbehrungsreicher Aber wie gesagt, ich mag die Zeiten nicht vergleichen. Damals ist damals, und jetzt ist jetzt.

Was hast Du durch die „Terra X“-Dreharbeiten Erstaunliches über das Leben im Mittelalter erfahren?
Da ich mich vor den Dreharbeiten kaum mit dem Mittelalter beschäftigt hatte, war praktisch alles, was ich während der Dreharbeiten gelernt und erfahren habe, neu und spannend für mich. Mir war gar nicht bewusst, wie fortschrittlich es im Mittelalter eigentlich zuging. Erstaunt hat mich, wie leicht es mir fiel, mich mit dem Leben von damals zu identifizieren.

Lara-Maria Wichels, Dienstmagd Minna Eschler bei ...

Würdest Du gerne mit Minna tauschen und 1907 in der Kaiserzeit leben?
Eigentlich hätte ich gedacht, dass ich auf jeden Fall in diese Zeit zurück möchte. Man romantisiert die Zeit, stellt sich ein weniger technologisiertes und viel ehrlicheres Leben vor. Die Realität ist jedoch, dass der Alltag zum Bespiel für ein Dienstmädchen extrem anstrengend war, und auch die Arbeitsverhältnisse waren im Vergleich zu heute wirklich unschön. Sie wurden nahezu versklavt und konnten kein selbstbestimmtes Leben führen. Deswegen eher nein.

Was war für Dich die größte Herausforderung an der Rolle der Minna Eschler?
Meine größte Herausforderung war der Dialekt, ich spreche einige Dialekte, aber der schlesische war neu für mich. Wir wollten ihr einen leichten schlesischen Einschlag geben, während man merken sollte, dass sie sich bemüht, hochdeutsch zu sprechen. Ich habe zur Vorbereitung viele Hörbücher gehört.

Was war Deiner Meinung nach in der Kaiserzeit besser?
Aus heutiger Sicht war damals alles – sehr salopp gesagt – viel beständiger und schöner verziert, hatte irgendwie eine Seele, weil Handwerk und Handarbeit einen ganz anderen Stellenwert hatte. Das finde ich sehr schön.

Was war Deiner Meinung nach in der Kaiserzeit schlechter?
Als Dienstmädchen: Dass der Hausherr einfach so über einen verfügen konnte, egal was er im Sinn hatte. Außerdem haben viele Arbeiter und Arbeiterinnen aus der Unterschicht im wahrsten Sinne bis zum Umfallen gearbeitet, andere Möglichkeiten gab es für sie nicht... leider ist das in Teilen dieser Welt heute immer noch so.

Was hast Du durch die „Terra X“-Dreharbeiten Erstaunliches über das Leben in der Kaiserzeit erfahren?
Jede Menge überraschende Details vor allem über das Leben einfacher Leute – vom Zähneputzen mit einer sehr, sehr alten Zahnbürste, weil man sparen musste und enorm wenig Geld verdient hat, bis hin zum Putzen, Servieren und Kochen bis zum Umfallen... Außerdem fand ich sehr erstaunlich zu erfahren, dass man als Bedienstete keinen Kontakt zu anderen Schichten, Bildung, Kultur und ähnlichem haben konnte. Man war praktisch abgeschnitten von der Welt und hatte auch gar keine Chance, etwas über den Rest der Welt zu erfahren oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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