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Blütenpracht ab Mai: Flieder und Rhododendron

Pflege-Tipps von Elmar Mai

Ab Mai sorgen verschiedene Flieder- und Rhododendron-Sorten für Farbenpracht im heimischen Garten. Elmar Mai gibt Tipps zur Pflege dieser beiden Gehölze.

Videolänge:
8 min
Datum:
24.05.2017

Flieder: Arten- und Sortenfülle

Flieder sind völlig unkomplizierte und robuste Gartensträucher oder kleine Bäume in einer großen Arten- und Sortenfülle. Mit der richtigen Auswahl kann man ab Mai rund sechs Wochen lang blühenden Flieder im Garten haben. Früher gab es fast ausschließlich den „normalen“ Flieder Syringa vulgaris in Gärtnereien zu kaufen, der große Sträucher oder kleinere Bäume bildete. Heute sind Abkömmlinge von Wildarten auf dem Markt, die fast jede beliebige Wuchsform aufweisen: Von Miniformen mit kleinen Blättern als Kleinstrauch, die sich hervorragend für Kübel oder für kleine Vorgärten eignen, bis hin zu Wildformen, die zu regelrechten Alleebäumen heranwachsen können.

Manche Blüten sind einfach, andere doppelt, manchmal sogar dreifach gefüllt. Die Form der einzelnen Blüten schwankt von kugelig bis schlank gestreckt, die Form der Blütenstände reicht von einfachen bis zu üppig verzweigten Rispen. „Intensiv duften die Auslesen der Sektion Syringa vulgaris, wobei die Duftrichtungen sortenspezifisch stark schwanken“, sagt Gartenexperte Elmar Mai.

Pflegebedürfnisse des Flieders

Flieder sind Pflanzen, die man getrost sich selbst überlassen kann und die an den Boden keine großen Ansprüche stellen, solange er nicht staunass ist.

Bei strauchig gewachsenen Formen sollte man die ältesten Äste von ganz unten entfernen, um Pilzerkrankungen im überalterten Holz zu vermeiden. Um einen Samenansatz zu verhindern und um Neutriebe zu fördern, muss der Flieder nach der Blüte direkt zurückgeschnitten werden. Nur Neutriebe des Vorjahres gelangen im kommenden Mai zur Blüte. „Flieder lassen sich fast beliebig schneiden. Selbst wenn man sie auf einige kurze Stummel zurückschneidet, treiben sie wieder kräftig aus“, erklärt Elmar Mai. Beste Fliederpflege ist zudem, während der Blütezeit Sträuße zu schneiden. Reichlich Dünger in Form von Kompost oder Stallmist fördert die Blüte.

Vielfalt der Rhododendren

Rhododendron
Großblütiger Rhododendron
Quelle: Imago/blickwinkel

Die meisten Rhododendren stammen aus Asien. Darunter sind extrem frühe Arten, die schon im März blühen, aber auch Formen, die erst Ende Mai/Anfang Juni zu blühen beginnen. Damit lässt sich die Rhododendron-Saison geschickt auf fast drei Monate strecken.

Die Rhododendren sind immergrün mit derben Blättern und haben bis hin zu blauen Farbtönen ein großes Spektrum an Blütenfarben. Je nach Sorte erreichen Rhododendren eine Höhe von ein bis vier Metern.

Standort und Pflege der Rhododendren

Rhododendren lieben einen stets frischen und gut drainierten Gartenboden und benötigen viel Dünger. Staunässe oder Trockenheit bekommt ihnen schlecht. Eine Mulchdecke ist von Vorteil, weil sie den Boden frisch hält. „Dafür eignen sich neben Kaffeesatz auch Teeblätter oder unreifer Kompost“, sagt Elmar Mai. Vorsicht vor Rindenmulch: Zwar reagiert er sauer, entzieht aber unverhältnismäßig viel Stickstoff. Deshalb sollte man vorher viel Hornspäne ausstreuen.

Rhododendron sind sogenannte Moorbeetpflanzen, die grundsätzlich einen sauren Boden brauchen und auf diesem am besten gedeihen. Es gibt aber auch Sorten, die auf kalktoleranten Unterlagen veredelt wurden und auf Böden mit hohem ph-Wert gut zurechtkommen – meist teurer, dafür aber wuchskräftiger.

Die meisten Rhododendron-Sorten bevorzugen ein eher schattiges Plätzchen und freuen sich über genügend Luftfeuchtigkeit. Zudem vertragen sie jeglichen Rückschnitt – am besten mit einer feinen Gartenschere und nicht mit einer Heckenschere, da die Blätter schnell verletzt werden können und dem hässliche braune Ränder entstehen. Die Schadstellen sind meist oft über mehrere Jahre sichtbar.

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