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Bürgerkrieg im Jemen

Seit Jahren gibt es im Jemen heftige Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen. Erfahrt hier, was in dem Land los ist.

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Seit mehr als sechs Jahren herrscht im Jemen Krieg. Dabei kämpfen mehrere Gruppen gegeneinander, die wiederum von jeweils unterschiedlichen Ländern unterstützt werden. Bei den Kämpfen geht es meistens darum, welche Gruppe die Macht im Land Jemen hat.

Ein zerstörtes Haus im Jemen. Archivbild
Der Bürgerkrieg hat viele Häuser zerstört.
Quelle: Mohammed Mohammed/XinHua/dpa

Andere Länder mischen mit

Vor allem zwei große Gruppen kämpfen gegeneinander. Eine der Gruppen wird von dem Land Saudi-Arabien unterstützt. Der anderen Gruppe hilft wohl das Land Iran. Das ist kein Zufall, denn Saudi-Arabien und Iran sind auch verfeindet. Im Prinzip kämpfen sie also in dem Land Jemen gegeneinander. Die beiden Gruppen im Jemen sind sozusagen ihre Stellvertreter im Kampf. Deshalb nennt man so einen Krieg auch Stellvertreter-Krieg. Ihr merkt, es ist ganz schön kompliziert, wer gegen wen im Jemen kämpft. 

Der Konflikt hat auch etwas mit Religion zu tun. Im Jemen leben vor allem Muslime, also Menschen, die der Religion Islam angehören. Im Islam gibt es zwei große Glaubensgruppen: die Sunniten und die Schiiten. Die eine Kämpfergruppe im Jemen sind Sunniten und werden von Saudi-Arabien unterstützt, wo auch die meisten Menschen Sunniten sind. Die andere Kämpfergruppe sind Schiiten und werden wohl vom Iran unterstützt. Die Mehrheit der Iraner sind auch Schiiten.

Not im Jemen (Archiv)
Sauberes Trinkwasser ist im Jemen knapp.
Quelle: Mohammed Mohammed/Xinhua/dpa

Wie es den Menschen im Jemen geht

Viele Menschen leiden unter dem Krieg im Jemen. Durch Bomben und Explosionen ist nämlich Vieles zerstört worden, was lebenswichtig für die Menschen ist: 

  • Kaum noch Brunnen: Viele Menschen kommen dadurch nicht mehr an sauberes Trinkwasser. 
  • Zerstörte Straßen: Viele Menschen können dadurch nicht mehr so einfach vor den Kämpfen fliehen, oder Verletzte schnell transportieren. 
  • Märkte oder Geschäfte sind zerstört: Es gibt es kaum noch Lebensmittel zu kaufen. 
  • Häfen und wichtige Flughäfen wurden zerstört: Lebensmittel und Hilfspakete kommen kaum noch bei den Menschen an. 
  • Schulen sind zerstört: Viele Kinder haben seit langer Zeit keinen Unterricht mehr. 
  • Krankenhäuser sind so kaputt, dass Verletzte nicht mehr behandelt werden können.  

All das sorgt dafür, dass im Jemen etwa 24 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht sind und dringend Hilfe benötigen. Vor allem Kinder leiden unter dem Krieg im Jemen. 

Hilfe kommt nicht an

Es gibt insgesamt viele verschiedene Hilfsprogramme im Land Jemen. Zum Beispiel sorgen sie dafür, dass die Menschen dort sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente bekommen. Aber auch, dass Kinder zur Schule gehen können. Es gibt aber einige Probleme dabei:  Dadurch, dass im Land immer noch gekämpft wird, ist es für Helfer sehr schwierig und gefährlich, Menschen mit Hilfspaketen zu versorgen. Denn die Helfer könnten angegriffen werden. Und auch weil viele Straßen zerstört und Flughäfen geschlossen sind, kann die Hilfe nur schwierig zu den Menschen kommen. 

Aber es gibt auch noch ein anderes Problem:  Die Menschen mit Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser zu versorgen, kostet natürlich Geld. Und auch Lehrer, die Kinder unterrichten, oder auch zusätzliche Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland, die in den Krankenhäusern helfen, müssen bezahlt werden. Und das Geld dafür geht den Hilfsorganisationen aus. Sie sagen: Wenn nicht ausreichend Geld da ist, dann können viele der Hilfsprogramme vor Ort nicht mehr arbeiten. Millionen von Menschen sind dann von einer Hungersnot bedroht, oder sterben, weil sie in Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden können. 

Geld für die Hilfen 

Anfang März gab es deshalb eine Geberkonferenz der Vereinten Nationen. Da haben sich Politikerinnen und Politiker aus vielen verschiedenen Ländern getroffen, um über die Situation im Jemen zu sprechen und Geld zu sammeln. Die Lage im Jemen ist so schwierig, dass die Organisationen auf die Unterstützung angewiesen sind. Sie haben berechnet, dass sie für dieses Jahr umgerechnet 3,2 Milliarden Euro notwendig wären. Bei der Konferenz kamen insgesamt 1,4 Milliarden Euro zusammen – also weniger als die Hälfte des benötigten Geldes - Deutschland zahlt davon 200 Millionen Euro. 

Hilfsorganisationen hoffen jetzt, dass schnell genug mehr Geld gesammelt werden kann, damit den Menschen im Jemen weiterhin geholfen werden kann. 

Im Video erklären wir euch nochmal ganz genau, wieso den Menschen im Jemen dringend geholfen werden muss:

logo! - Wieso der Jemen dringend Hilfe braucht  

logo! erklärt's euch

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