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Bundeswehr

Die Bundeswehr ist die Armee der Bundesrepublik Deutschland.

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Sie hat drei große Abteilungen: das Heer, die Luftwaffe und die Marine. Beim Heer sind Soldaten, die für den Kampf am Boden ausgebildet sind. Sie können also zum Beispiel Panzer fahren und mit Gewehren kämpfen. Ein Soldat der Marine arbeitet auf Militärschiffen. Bei der Luftwaffe arbeiten unter anderem Piloten von Düsenjägern.

Bundeswehrsoldaten in der Grundausbildung
Bundeswehr-Soldaten Quelle: dpa

Verteidigung von Deutschland

Die Bundeswehr wurde offiziell am 12. November 1955 gegründet. Die Politiker befürchteten damals, dass Deutschland von anderen Ländern angegriffen werden könnte. Im Grundgesetz, dem wichtigsten deutschen Gesetz, steht jedoch, dass Deutschland niemals selbst ein anderes Land angreifen darf. Die Bundeswehr soll Deutschland und die Länder, mit denen sich Deutschland verbündet hat, bei einem Angriff verteidigen.

Neue Aufgaben der Soldaten

Bundeswehrsoldaten schichten Sandsäcke
Die Bundeswehr hilft dabei, einen Damm zum Schutz vor Hochwasser in Dresden zu errichten. Quelle: dpa

Deutschland ist heute mit den Ländern rundherum gut befreundet. Es besteht also nicht die Gefahr, dass Deutschland angegriffen wird. Deswegen sind auch andere Aufgaben wichtig geworden. Wenn es eine Katastrophe in Deutschland gibt, helfen Bundeswehrsoldaten aufzuräumen oder die betroffenen Menschen zu verpflegen. Die Bundeswehr arbeitet auch bei Friedenseinsätzen im Ausland mit. Deutsche Soldaten sind zum Beispiel im Kosovo, in Afghanistan oder in Mali im Einsatz. Dort sollen sie für Sicherheit sorgen und Polizisten ausbilden. Trotzdem sind diese Einsätze nicht ungefährlich. So kommt es auch vor, dass deutsche Soldaten bei Anschlägen getötet werden.

Wehrpflicht

In Deutschland musste lange Zeit jeder Mann, der 18 Jahre alt wird, zur Musterung. Das ist eine Untersuchung, bei der geschaut wurde, ob der Mann Wehrdienst leisten kann. Beim Wehrdienst lernte er eine Zeit lang, was ein Soldat können muss. Seit 2001 durften auch Frauen Wehrdienst leisten. Sie waren aber nicht dazu verpflichtet. Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Das heißt, Männer werden nicht mehr zum Wehrdienst verpflichtet, sondern können freiwillig zur Bundeswehr.

Wehrdienst verweigern

Eine Angestellte im Bundesfreiwilligendienst kümmert sich um Flüchtlinge.
Eine junge Frau kümmert sich im Bundesfreiwilligendienst um Flüchtlinge. Quelle: ZDF

Männer konnten den Wehrdienst auch verweigern, allerdings nur mit einer guten Begürndung: Zum Beispiel, weil man nicht lernen wollte, mit Waffen zu kämpfen. Man musste stattdessen einen Wehrersatzdienst machen, den Zivildienst. "Zivis" arbeiteten zum Beispiel in Altenheimen oder Krankenhäusern. Mit dem Wehrdienst wurde auch der Zivildienst abgeschafft. Jetzt gibt es den Bundesfreiwilligendienst, bei dem junge Menschen Zivi-Aufgaben erledigen.

Kritik an der Bundeswehr

An der Bundeswehr gibt es auch immer wieder Kritik. Vor allem dann, wenn herauskommt, dass sie Probleme mit der Ausrüstung hat. So gab es schon Probleme mit großen Flugzeugen, Hubschaubern und Waffen, die nicht voll einsatzbereit waren.

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