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Grundgesetz

Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Daran müssen sich alle halten.

Datum:
Grundgesetz
So sieht das Grundgesetz aus. Quelle: ZDF

In jedem Land gibt es Regeln, an die sich alle Menschen halten müssen. Diese Regeln heißen Gesetze. Das wichtigste Gesetz für Deutschland ist das Grundgesetz. Es ist eine Sammlung von 146 Artikeln. Jeder Artikel steht für ein Gesetz, also eine Regel. Diese Regeln bestimmen seit fast 70 Jahren, wie die Menschen in Deutschland miteinander leben sollen.

Artikel 1

Im ersten Artikel des Grundgesetzes steht zum Beispiel: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Damit ist gemeint, dass alle Menschen wertvoll sind und die gleichen Rechte haben. Dabei ist es ganz egal, ob sie Männer, Frauen oder Kinder sind, wo sie herkommen und woran sie glauben. Niemand darf anders behandelt werden, weil er zum Beispiel eine andere Religion hat.

Das Grundgesetz wurde in den Jahren 1948 und 1949 geschrieben. Damals war Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Die drei Zonen im Westen wurden von Frankreich, Großbritannien und den USA verwaltet. Die Zone im Osten verwaltete die ehemalige Sowjetunion.

Das Grundgesetz entsteht

Die Politiker aus den drei Zonen im Westen dachten sich Regeln aus und schrieben sie auf. So eine Sammlung von Regeln nennt man normalerweise "Verfassung". Weil aber niemand aus dem Ostteil mitmachte, sollten die Regeln anders heißen. Die Politiker einigten sich auf den Namen Grundgesetz. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz offiziell verkündet und trat in Kraft.

Im Jahr 1990 wurde Deutschland wiedervereinigt. Die Bundesrepublik Deutschland und die ehemalige Zone im Osten, die DDR, wurden zu einem wiedervereinten Land, zu Deutschland. Und für alle Menschen in Deutschland gilt das Grundgesetz.
Das Grundgesetz wurde immer wieder verändert. Die Politiker machen sich ständig Gedanken darüber, welche neuen Artikel im Grundgesetz stehen sollen. Außerdem kann es sein, dass bestehende Artikel noch ergänzt werden.

Was steht im Grundgesetz?

1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
Ob Kinder oder Erwachsene, Ausländer oder Deutsche, Nichtbehinderte oder Behinderte: Alle haben die gleichen Rechte, ohne Ausnahme. Das klingt eigentlich selbstverständlich, dabei war es nicht immer so. Lange Zeit hatten zum Beispiel Frauen weniger Rechte als Männer. Sie durften lange nicht wählen.

2. Jeder darf seine Meinung frei sagen
Zum Beispiel darf jeder über Politiker sagen: "Ich finde nicht gut, was sie tun". Kaum zu glauben, aber es gab Zeiten, da kam man für solche Sätze ins Gefängnis.

3. Die Macht in Deutschland ist aufgeteilt
Es dürfen immer nur mehrere Politiker gemeinsam das Sagen haben und Entscheidungen treffen. Denn es gab eine schlimme Zeit in Deutschland, zu der das anders war. Damals hatten Adolf Hitler und seine Partei alleine das Sagen. So etwas soll nie wieder möglich sein.

Das sind nur drei Beispiele für Regeln, die im Grundgesetz stehen.

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