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Zum dritten Mal: Die Bahn streikt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Bahn streiken wieder. Zum dritten Mal innerhalb eines Monats fallen viele Züge aus. Was das soll und wozu der Streik führt, erfahrt ihr hier.

"Zug fällt aus!" - und zwar nicht nur einer, sondern richtig viele Züge, die noch bis zum Dienstag stillstehen sollen.

Auf einer Anzeigetafel der Deutschen Bahn ist zu lesen, dass alle Züge ausfallen
Quelle: dpa

Was der Streik bringen soll

Der Streik wird organisiert von der Gewerkschaft der Lokomotivführer, kurz GDL. Die GDL setzt sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn ein, die Mitglied in der Gewerkschaft GDL sind. Darunter sind vor allem Lokführerinnen und Lokführer, aber beispielsweise auch Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter.

Für ihre Mitglieder will die GDL mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Darüber verhandelt die Gewerkschaft mit den Chefs der Deutschen Bahn. Doch die haben bisher kein Angebot gemacht, das die GDL gut genug findet.

Deshalb will die Gewerkschaft weiter Druck auf die Bahn-Chefs ausüben und ruft ihre Mitglieder zum Streik auf. So ein Streik ist für die Bahn richtig schlecht: Wenn viele Züge nicht fahren, verdient das Unternehmen viel weniger Geld. Die GDL hofft, dass die Bahn-Chefs deshalb schnell ein neues, besseres Angebot vorlegen, um dafür zu sorgen, dass der Streik beendet wird.

Aber der Streik sorgt für viel mehr als gestresste Bahn-Chefs und genervte Bahnreisende.

Was der Streik noch bewirkt

  1. Autovermietungen machen gutes Geschäft: Weil so viele Züge im Personenverkehr ausfallen, müssen Reisende schauen, wie sie anders an ihr Ziel kommen. Viele steigen auf das Auto um und wer kein eigenes hat, muss sich eines mieten. Autovermietungen können also gerade richtig viel Geld verdienen.
  2. Fluggesellschaften machen gutes Geschäft: Einige Reisende nehmen statt der Bahn nun das Flugzeug. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa setzt deshalb größere Flieger ein, damit mehr Menschen mitfliegen können. Außerdem sind auf einigen Flugstrecken zusätzliche Flieger im Einsatz.
  3. Viele Firmen warten vergeblich auf Waren: Auch im Güterverkehr fallen viele Züge aus. Normalerweise sollen sie zum Beispiel Bauteile für Autos transportieren oder chemische Stoffe, beispielsweise für die Herstellung von Düngemittel. Manche Waren können statt mit der Bahn mit Lkw transportiert werden, viele aber nicht. Und so können einige Firmen gerade nicht weiterarbeiten, weil ihnen durch den Streik wichtige Waren fehlen.
  4. Staus auf den Straßen: Weil wegen des Bahnstreiks viele Menschen mit dem Auto fahren müssen und mehr Lkw mit Waren unterwegs sind, kann es passieren, dass die Autobahnen besonders voll sind und dass es leichter zu Staus kommt.

Wie der Streik der GDL nützen soll

Leere Gleise wegen des Streiks bei der Deutschen Bahn
Leere Gleise: Wegen des Streiks sind viel weniger Bahnen unterwegs als sonst.
Quelle: dpa

Streiken für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen - klingt logisch. Doch einige vermuten, dass in Wirklichkeit noch etwas anderes hinter dem Streik steckt - eine Art Machtkampf: Es gibt nämlich nicht nur die Gewerkschaft GDL bei der deutschen Bahn, sondern noch eine zweite. Die andere Gewerkschaft ist die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, kurz EVG.

Kritiker werfen der GDL vor, dass sie diesen Streik nur organisiert hat, um neue Mitglieder anzulocken. Sie wolle damit noch mehr Angestellten das Gefühl geben, dass sie sich besonders für sie einsetzt. Denn: Je mehr Mitglieder die GDL bekommt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie in Zukunft mehr mitbestimmen darf, zum Beispiel wenn es um Geld geht.

Diesen Text hat Carolin geschrieben.

Hier erfahrt ihr mehr dazu, wer überhaupt streiken darf:

Mensch mit Weste auf dessen Rückseite "wir streiken" geschrieben steht.

logo! - Streik! 

Das sind die Regeln!

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