Russland begnadigt 5.000 Ex-Sträflinge nach Kampf in Ukraine

    Nach Kampf in der Ukraine:Russland begnadigt 5.000 Ex-Sträflinge

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    In der Ukraine kämpfen zahlreiche Ex-Sträflinge für die Wagner-Söldnergruppe auf der Seite Russlands. Für die Erfüllung ihres Dienstes wurden mittlerweile mehr als 5.000 begnadigt.

    Söldner der russischen Wagner-Gruppe
    Söldner der russischen Wagner-Gruppe in der Ukraine
    Quelle: Imago

    In Russland sind mehr als 5.000 frühere Sträflinge nach ihrem Kriegseinsatz als Wagner-Söldner in der Ukraine begnadigt worden.
    Sie hätten ihre Verträge für die Söldnertruppe erfüllt, teilte deren Gründer und Chef, Jewgeni Prigoschin, am Samstag mit. Er hatte in Gefängnissen Tausende verurteilte Straftäter rekrutiert, um sie in der Ukraine einzusetzen.

    Wagner-Einheiten wichtige Stütze für russische Armee

    Die Wagner-Einheiten, die weitgehend autonom vom russischen Militärkommando agieren, spielen eine wichtige Rolle in dem seit über einem Jahr dauernden Krieg Russlands gegen sein Nachbarland. Sie wurden zu einer maßgeblichen Stütze, nachdem die reguläre russische Armee im vergangenen Jahr eine Reihe Niederlagen erlitten hatte.
    "Nach aktuellem Stand wurden mehr als 5.000 Menschen nach Erfüllung ihrer Verträge mit Wagner begnadigt und freigelassen", sagte Prigoschin in einem auf dem Kurznachrichtendienst Telegram veröffentlichten Audioclip. Nur 0,31 Prozent der Begnadigten hätten angeblich nach ihrem Dienst in Wagner-Einheiten Verbrechen begangen, sagte Prigoschin.
    Wer ist Jewgeni Prigoschin? Der Wagner-Chef im Porträt:

    Chef der Söldner-Gruppe Wagner
    :Putins gefährlicher Koch: Jewgeni Prigoschin

    Jewgeni Prigoschin verkaufte einst Hot-Dogs, inzwischen ist er Chef der russischen Söldner-Gruppe Wagner. In Russland ist er populär, für Putin wichtig - oder doch gefährlich?
    von Fabian Stark
    Jewgeni Prigoschin
    mit Video

    Wagner-Gruppe darf Strafgefangene rekrutieren

    Ursprünglich bestand die Wagner-Truppe aus Veteranen der russischen Streitkräfte. Sie kämpfte in Libyen, Syrien, der Zentralafrikanischen Republik und Mali.
    Im Krieg in der Ukraine erlaubte die russische Regierung Prigoschin, Strafgefangene zu rekrutieren und sie mit Panzern, Flugzeugen und Raketenabwehrsystemen auszurüsten - Straffreiheit gegen Kriegseinsatz.
    Inzwischen nimmt das Verteidigungsministerium einer Gefangenenrechtsorganisation zufolge die Rekrutierung aber selbst vor. Nach US-Schätzungen folgten der Werbung rund 40.000 Männer, die teils wegen Schwerverbrechen verurteilt waren. Anfang Januar wurden die ersten nach ihrem sechsmonatigen Einsatz auf freien Fuß gesetzt.
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    Quelle: Reuters
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