Nahost: USA kritisieren israelische Angriffe in Beirut
Eskalation in Nahost:USA kritisieren Israels Angriffe in Beirut
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Ungewöhnlich scharfe Kritik aus Washington: Die USA äußern Bedenken zu Israels Vorgehen im Libanon - und fordern bessere Bedingungen im Gazastreifen.
Die US-Regierung hat die massiven Angriffe Israels auf Libanons Hauptstadt Beirut ungewöhnlich deutlich kritisiert. Man lehne das Ausmaß und die Art der Bombardierungen ab.16.10.2024 | 0:28 min
Die US-Regierung hinter Präsident Joe Biden hat die Angriffe des israelischen Militärs im Gebiet der libanesischen Hauptstadt Beirut ungewöhnlich deutlich kritisiert.
Wir haben Israel unmissverständlich mitgeteilt, dass wir ihre fast täglichen Angriffe in dicht besiedelten Gebieten in Beirut ablehnen.
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John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus
Israel habe zwar das Recht, "gezielte Einsätze" gegen die Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon durchzuführen, müsse dabei aber auch sicherstellen, dass das Leben von Zivilisten, UN-Blauhelmsoldaten und libanesischen Streitkräften nicht gefährdet werde - wie es bereits geschehen sei.
Das ist inakzeptabel, und wir haben die Israelis um nähere Angaben dazu gebeten.
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John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus
"Seit Freitag hat Beirut keinen Angriff erlebt", so ZDF-Korrespondentin Golineh Atai, laut israelischen Medien plane Israel eine "Großattacke" auch auf Libanons Hauptstadt.15.10.2024 | 2:03 min
Netanjahu will Hisbollah weiter "ohne Gnade bekämpfen"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte erst am Montag nochmals betont, die Miliz weiter hart bekämpfen zu wollen. "Ich möchte klarstellen: Wir werden die Hisbollah weiter in allen Teilen des Libanons ohne Gnade bekämpfen - auch in Beirut", sagte er.
Zuvor hatte es unbestätigte Berichte israelischer Medien gegeben, wonach Netanjahu die Streitkräfte auf Drängen der US-Regierung angewiesen habe, Angriffe auf die libanesische Hauptstadt zu vermeiden.
Im Krieg im Nahen Osten nimmt das Leid kein Ende. Israel hat jetzt erstmals den Norden des Libanons angegriffen - mehr als zwanzig Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein.15.10.2024 | 1:46 min
Israel bombardiert Hisbollah-Hochburgen
Seit September hat Israel zahlreiche Ziele in den südlichen Vororten Beiruts bombardiert und dabei auch mehrere Hisbollah-Anführer getötet. Die dicht besiedelten Viertel, bekannt unter dem Namen Dahija, gelten als Hochburgen der Hisbollah.
Auch im Zentrum Beiruts gab es vereinzelt Luftangriffe.
Das UN-Menschenrechtsbüro ist entsetzt über die schweren Angriffe Israels auf den nördlichen Gazastreifen. Gleichzeitig kämpft Israel gegen die Hisbollah im Libanon.14.10.2024 | 1:41 min
USA warnen Israel wegen humanitärer Lage in Gaza
Die US-Regierung forderte Israel zudem auf, die humanitäre Lage im Gazastreifen innerhalb von 30 Tagen spürbar zu verbessern. Andernfalls drohe ein Verstoß gegen US-Gesetze zur militärischen Unterstützung - was möglicherweise auch die Militärhilfe der USA für Israel gefährden könnte.
Orte im Gazastreifen
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Das US-Außenministerium bestätigte in Washington D.C. entsprechende Medienberichte, wollte jedoch eine Frage nach den konkreten Konsequenzen - sollte Israel der Aufforderung nicht nachkommen - nicht direkt beantworten.
Es gehe nicht "um irgendwelche Drohungen", sagte Sprecher Matthew Miller, sondern um "Ergebnisse" für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen.
Scholz hat Israel im Kampf gegen die Hamas und die Hisbollah weitere Waffenlieferungen zugesagt. Bei der Regierungserklärung im Bundestag spricht er Israel Solidarität zu. 16.10.2024 | 0:29 min
Blinken und Austin äußern "tiefe Besorgnis"
Das am Sonntag versandte Schreiben von US-Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin richtete sich an den israelischen Verteidigungsminister Joav Galant sowie den Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer.
In dem Brief äußern Blinken und Austin "tiefe Besorgnis" über die humanitäre Lage in Gaza und fordern "dringende und nachhaltige Maßnahmen" seitens der israelischen Regierung. Laut dem Schreiben ging etwa die Menge der Hilfslieferungen seit dem Frühjahr um mehr als 50 Prozent zurück.
Mit dem Hamas-Angriff auf Israel eskalierte der Nahost-Konflikt. Anfang des Jahres konnte eine Waffenruhe vereinbart werden. Nun fliegt Israel wieder Angriffe in Gaza.
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