Klitschko: Ukraine-Krieg betrifft Deutschland direkt

    Kiews Bürgermeister in Hamburg:Klitschko: Krieg betrifft Deutschland direkt

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    Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat Hamburg besucht. Er warnte in seiner Rede, dass der Ukraine-Krieg auch Deutschland direkt betreffe.

    Hamburg: Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew
    Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erinnert in einer Rede daran, dass auch ein Teil Deutschlands einst zum russischen sowjetischen Reich gehört habe.
    Quelle: dpa

    Der russische Angriff auf die Ukraine betrifft nach Ansicht von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko Deutschland direkt. Russlands Präsident Wladimir Putin wolle die ehemalige Sowjetunion wiederherstellen, sagte Klitschko am Montag bei einem Besuch bei Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Rathaus.

    Und ihr Deutschen dürft nicht vergessen: Ein Teil von Deutschland, wo Putin jahrelang als KGB-Agent gearbeitet hat, gehörte auch zum großen russischen sowjetischen Reich.

    Vitali Klitschko, Kiews Bürgermeister

    Insofern verteidige die Ukraine "jeden von Euch vor Putin", so Klitschko weiter.
    Nach eigenen Angaben hat die Söldnergruppe Wagner die umkämpfte Stadt Bachmut eingenommen. Kiew widerspricht.03.04.2023 | 0:21 min

    Klitschko: Wir kämpfen für unsere europäische Zukunft

    "Lieber leben wir ohne Wasser und ohne Strom als mit russischen Soldaten. Wir kämpfen für unsere europäische Zukunft", betonte der Kiewer Bürgermeister. Das sei kein Krieg, sondern Terror und Genozid.
    In seiner Stadt seien bereits 162 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Fast 800 Gebäude seien zerstört. "Das war der schwierigste Winter aller Zeiten für unsere Stadt." Russland habe die Menschen absichtlich frieren lassen, kritische Infrastruktur wie Wasser- und Stromversorgung angegriffen.

    Aber trotzdem haben wir durchgehalten, haben gekämpft.

    Vitali Klitschko, Kiews Bürgermeister

    Tschentscher und Klitschko kündigen Ausbau von Hilfslieferungen an

    Klitschko war anlässlich des ersten Jahrestags des "Pakts für Solidarität und Zukunft" zwischen Hamburg und Kiew in die Hansestadt gekommen.
    Nach einem Treffen im Rathaus der Hansestadt kündigten Klitschko und Tschentscher einen Ausbau der Beziehungen beider Städte an. "Die Hamburgerinnen und Hamburger stehen solidarisch an der Seite der Menschen in der Ukraine", sagte Tschentscher. Kiew soll weiterhin notwendige Hilfslieferungen und Spenden aus Hamburg erhalten.
    Die Hansestadt reagiere auch künftig auf "ganz konkrete Bedarfe, die aus Kiew zu uns gelangen", so Hamburgs Erster Bürgermeister. Konkret sei zum Beispiel geplant, ein Betreuungszentrum für Kinder in der ukrainischen Hauptstadt auszustatten. Tschentscher kündigte zudem eine Reise nach Kiew an.
    Auch Wladimir Klitschko und Tatjana Kiel von der Initiative "#WeAreAllUkrainians" waren beim Hamburg-Besuch von Vitali Klitschko dabei.
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    Quelle: dpa
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