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In Berlin und München : Klimaaktivisten kündigen neue Störaktionen an

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Sie hatten ihren Protest kurz ausgesetzt - nun kündigen die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" verstärkte Störaktionen an.

Letzte Generation - Klimaaktivisten blockieren Straße in München
Klimaaktivisten der Umweltschutzbewegung "Letzte Generation" sitzen auf der Prinzregentenstraße in München und blockieren den Verkehr (Archivbild vom 21.11.2022).
Quelle: dpa

Nach einer kurzen Unterbrechung ihrer Proteste hat die Klimaschutz-Gruppe "Letzte Generation" weitere und verstärkte Störaktionen vor allem in Berlin und München angekündigt.

Klimaaktivisten wollen "Adern der Gesellschaft" stören

Man ziele von Montag an weiter auf die "Adern der Gesellschaft", etwa Verkehrsverbindungen - und "dort wird es weiter an allen Ecken und Enden Unterbrechungen geben", sagte Henning Jeschke, einer der Mitgründer der Gruppe.

Seit Wochen steht die Protestgruppe in der Kritik, weil ihre Aktionen das öffentliche Leben behindern. Dennoch kündigt die “Letzte Generation“ weitere Blockaden an.

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Man wolle den Alltag der Gesellschaft stören, dazu werde es auch wieder symbolische Aktionen geben, um mehr Klimaschutz durchzusetzen. Die Sprecherin der Gruppe, Carla Hinrichs, sagte:

Der Widerstand wird stärker werden. Und er hört auch nicht an Weihnachten auf und auch nicht im neuen Jahr.
Carla Hinrichs

Angriffe auf Kunstwerke oder Straßenblockaden: Die Aktivistengruppe hat in letzter Zeit für Schlagzeilen und Diskussionen gesorgt. Ist dies noch eine legitime Form von Protest?

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Aktionen in Berlin und München für Montag geplant

Zahlreiche Menschen in ganz Deutschland würden sich ihnen derzeit anschließen. In Berlin und München seien für Montagmorgen größere Aktionen geplant. Ein junger Mann aus München, der nach eigenen Angaben fast einen Monat im Gefängnis saß, kündigte eine große Blockadeaktion am Montagmorgen am Münchner Karlsplatz an. Er sagte:

Wir lassen uns nicht von Gefängnisstrafen davon abhalten, für eine gute Zukunft zu kämpfen.

Die Gruppe blockiert seit Beginn des Jahres immer wieder Straßen und löste auch mit anderen Aktionen Aufsehen aus. Angekündigt wurde eine "maximale Störung der öffentlichen Ordnung".

Die Gruppierung bekräftigte am Freitag zudem ihre Bereitschaft, ihre Proteste zu unterbrechen, sofern die Politik ein Tempolimit auf Autobahnen und ein Neun-Euro-Ticket für den Nahverkehr einführt. Dies wären "erste Schritte" und "ein Zeichen", sagte Hinrichs.

Das Verhalten der 'Letzten Generation' sei "indiskutabel rücksichtslos" und habe "mit Friedlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun", so der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, CSU.

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Debatten über Protestaktionen

Zuletzt erhitzte eine Blockade auf dem Berliner Flughafen die Gemüter und fachte politische Debatten an. Politiker äußerten Verständnislosigkeit oder forderten harte Strafen. Die Innenminister der Bundesländer wollen ein Lagebild zu den Aktionen der Gruppe erstellen lassen, wie Bayerns Ressortschef Joachim Herrmann am Freitag erklärte.

In Berlin und München wurden inzwischen viele Blockierer zu Geldstrafen verurteilt. Einige wurden vorbeugend ins Gefängnis gesperrt, weil sie weitere Störungen angekündigt hatten.

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von Michael Hörz, Moritz Zajonz
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