Bundesliga: Bayern-Duell ist für Gladbach kein Bonusspiel

    Fußball-Bundesliga:Bayern-Duell ist für Gladbach kein Bonusspiel

    von Andreas Morbach
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    Eigentlich gilt der FC Bayern als eine Art Lieblingsgegner von Borussia Mönchengladbach. Doch die Situation der Westfalen verbietet derzeit Gedanken an eine solche Konstellation.

    Fußball-Bundesliga, Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 0:0: Mönchengladbachs Rami Bensebaini liegt nach dem Spiel auf dem Rasen.
    Es läuft derzeit nicht bei Borussia Mönchengladbach. Hier Rami Bensebaini nach dem 0:0 gegen Schalke 04.
    Quelle: Federico Gambarini/dpa

    Daniel Farkes berufliche Liaison mit der Gladbacher Borussia währt seit mittlerweile knapp acht Monaten. Der Chefdompteur der Fohlenelf kennt natürlich auch die schönen Momente, die das Team vor seiner Zeit erlebte. Und die hatten häufig mit dem FC Bayern zu tun.

    Gladbach voller Zuversicht in den Klassiker

    An keinem anderen Gegner in der Bundesliga bissen sich die Gewohnheitsmeister aus dem Freistaat in der zurückliegenden Dekade so regelmäßig die Zähne aus wie an den Niederrheinischen. Entsprechend zuversichtlich blickt Farke nun dem Samstags-Duell mit dem FCB entgegen (Anstoß 15.30 Uhr).
    "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in Spielen gegen Bayern für Punkte gut sind", erwähnte der gebürtige Westfale vor der Neuauflage des Klassikers aus den 1970er Jahren:

    Für mich ist es deshalb kein Bonusspiel, sondern eine weitere Möglichkeit, um Punkte auf unser Konto zu bekommen.

    Daniel Farke

    Verabschiedung von Yann Sommer

    Gedanken an frühere Zeiten wabern vor Gastauftritten der Münchner immer zuverlässig im Umfeld des Borussia-Parks, doch diesmal kommt auch die jüngere Vergangenheit dorthin auf Stippvisite. In Person von Yann Sommer, der nach achteinhalb Jahren im Tor der Borussia vor vier Wochen an die Säbener Straße wechselte.
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    Vor dem Anpfiff wird der Schweizer Nationalkeeper offiziell verabschiedet. "Yann freut sich darauf", sagt Roland Virkus. Und Gladbachs Sportdirektor prophezeit zudem: "Ich bin mir sicher, dass sich auch unsere Fans darauf freuen."

    Farkes ausgeprägter Realitätssinn

    Die gute Laune aus den frühen Herbsttagen ist den Anhängern des Rautenklubs in der ersten Februarhälfte allerdings vergangen: Das letzte Heimspiel gegen Schlusslicht Schalke (0:0) quittierten einige Zuschauer mit Pfiffen. Ehe das jüngste 1:4 bei Hertha BSC, einem anderen Abstiegskandidaten, nun Farkes ausgeprägten Realitätssinn belebte.

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    Passend zur kurzen Rückkehr von Yann Sommer in den Borussia-Park erinnerte der 46-Jährige daran, wie es Gladbach im Herbst 2020 erstmals in der Klubhistorie ins Achtelfinale der Champions League schaffte. Und betonte dabei: "Was vor zwei oder drei Jahren gewesen ist, spielt gar keine Rolle. Das ist anno dazumal. Das ist Märchenstunde."

    Wiederbelebung der Borussen-DNA

    Ähnlich vehement erinnerte er in seinem leidenschaftlichen Monolog daran, dass am Ende der vergangenen Runde nicht nur Winter-Wechsler Sommer - der der Borussia im Hinspiel ein 1:1 sicherte - noch in Gladbach unter Vertrag gestanden habe. Sondern auch Spieler wie Matthias Ginter und Breel Embolo.
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    Lange im Abstiegskampf steckte die Borussia, aktuell auf Rang zehn, in der Vorsaison trotzdem. Deshalb musste Chefcoach Adi Hütter gehen. Deshalb arbeitet an seiner Stelle nun Daniel Farke. Und deshalb fokussierten sich Virkus und der neue Trainer darauf, das Ballbesitz- und Kombinationsspiel als eigentliche Borussen-DNA wiederzubeleben.

    Farke: Ein bisschen Hand auflegen reicht nicht

    Ein Projekt, das angesichts der durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich angespannten Lage des Vereins Geduld erfordert. Darauf verwies die sportliche Führung beim Start in die Saison mit Nachdruck. Ehe Bank-Chef Farke eine Auffrischung des Appells nun für dringend geboten hielt.
    "Es ist ja nicht so, dass ich hierherkomme, ein bisschen Hand auflege, ein wenig spreche, und dann segeln wir mal eben in die Champions League", wehrte sich Farke gegen die lauter werdende Kritik.

    Saisonziel: Solide im zweiten Tabellendrittel

    Am Ende der Saison "solide im zweiten Tabellendrittel" zu stehen, hält er für angemessen. Und auch wenn der Plan natürlich sei, "in gewisser Zeit" wieder andere Ziele zu formulieren, betrachtet der Fohlen-Coach die Dinge aktuell so: "Graue Maus finde ich, ehrlich gesagt, im Moment gar nicht so schlecht."

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