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Deutschland-Saga (1/6)

Woher wir kommen - Die Frage nach unseren Ursprüngen

Wer waren die ersten Menschen auf deutschem Boden? Welche Spuren haben sie hinterlassen und wie weit reichen diese bis in die Gegenwart? Christopher Clark auf der Suche nach Antworten.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.11.2024

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Wer waren die ersten Menschen auf deutschem Boden? Welche Spuren haben sie hinterlassen, und wie weit reichen diese bis in die Gegenwart?

Die Frage nach unseren Ursprüngen führt Christopher Clark zunächst in die Schwäbische Alb, wo vor rund 14.000 Jahren steinzeitliche Jäger lebten. Im Eselsburger Tal stellte der Homo sapiens Rentieren und Bären nach, suchte Schutz in den Höhlen der Kalkfelsen und fertigte raffinierte Steinwerkzeuge an. Die „Deutschen“ jener Zeit waren durchaus schöpferisch, ihre Erfin­dungen „made in Germany“ fanden schon damals weite Verbrei­tung. Doch sind die urzeitlichen Bewohner des Schwabenlandes bei weitem nicht als erste Vorfahren der späteren Deutschen an­zusehen.

Die "Ur-Deutschen"

Bei den „Ur-Deutschen“ zählt zweifellos der Neandertaler zu den prominentesten Vertretern. Lange Zeit hielt man den robusten Eiszeitmenschen mit der fliehenden Stirn, der im Jahre 1856 im Neandertal bei Düsseldorf entdeckt wurde, für den Angehörigen einer ausgestorbenen Nebenlinie der großen Menschenfamilie. Inzwischen weiß man aber: Der rätselhafte Urzeitjäger, der vor 30.000 Jahren scheinbar spurlos von der Erde verschwand, lebt in Wirklichkeit weiter – nämlich in uns. Bis zu vier Prozent Nean­dertaler-Gene tragen Menschen von heute in sich. Irgendwann einmal müssen also der Homo sapiens und der Neandertaler Sex mit­einander gehabt haben – vermutlich vor etwa 50.000 Jahren.

Christopher Clarks Reise in die deutsche Frühzeit führt auch nach Niederdorla, heutiger Mittelpunkt Deutschlands. Vor über 2500 Jahren siedelten hier Angehörige von Stämmen, die in ihrer Ge­samtheit sogar namensgebend für die Deutschen wurde – zumin­dest in der englischsprachigen Welt: The Germans. In Niederdorla hatten sie eine Kultstätte angelegt und brachten ihren Gottheiten Menschenopfer dar. Doch wer waren diese Germanen eigentlich? Ein einheitliches Volk, das sich so nannte, hat nie existiert. Statt­dessen gab es Cherusker, Chatten, Markomannen und viele an­dere, die eine ähnliche Kultur und Lebensweise aufwiesen und sich innerhalb der großen Gruppen sprachlich verständigen konnten. Den Namen „Germanen“ verdanken sie dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus, der „Germanien“ selbst nie betreten hat.

Land der Stämme

Weil es den Römern nicht gelang, die wilden Waldbewohner zu unterwerfen, wurde der größere Teil des späteren Deutschland nicht romanisiert. Und noch etwas gehört zum Erbe jener Epoche, die bis zur Völkerwanderung andauert: das spätere Deutschland blieb ein Land der Stämme, der Alemannen, Franken, Bajuwaren, Hessen, Friesen, Sachsen und anderer, die immer wieder auf ihre Eigenständigkeit pochten – und das gelegentlich auch heute noch.

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