Wonach wir suchen

Land der Dichter und Denker

Dokumentation | Terra X - Wonach wir suchen

Warum gilt die Romantik als Wegbegleiter der Deutschen? Warum haben letztlich Dichter und Denker die Nation der Deutschen erfunden? Christopher Clark auf der Suche nach Antworten.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.07.2017, 13:15
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2015
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Warum gilt die Romantik als Wegbegleiter der Deutschen? Wa­rum haben letztlich Dichter und Denker die Nation der Deutschen erfunden? Und was ist dran am Begriff der Kulturnation? Diese Fragen begleiten Christopher Clark auf seiner Reise in der vierten Folge der "Deutschland-Saga".

An Schöpfergeist hat es hierzulande nie gemangelt. Deutschland brachte Komponisten hervor, die zeitlose Klangwelten schufen wie Bach, Beethoven oder Wagner. Forscher und Gelehrte wie die Brüder Humboldt wollten nicht nur die Welt erkunden, sondern den Menschen durch Bildung zu einem besseren Wesen machen. Was hat Philosophen wie Kant, Marx oder Nietzsche oder Adorno bewegt bei ihrer Reflexion und Kritik gesellschaftlicher Zustände?


Große Berühmtheiten

In dieser Folge der "Deutschland-Saga" begegnet Christopher Clark so manchem großen Geist, auch solchen, die von "außen" auf die Deutschen blickten, wie Mark Twain und Madame de Staël. Die französische Schriftstellerin, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts Deutschland bereiste und das Bild vom "Land der Dichter und Denker" prägte, fiel zunächst das provinzielle Element des deutschen Genies auf. Schrullige Junggesellen waren darunter, die in ungeheizten Dachzimmern einer Kleinstadt die Welt aus den Angeln heben wollten. Carl Spitzweg und Wilhelm Busch haben solch kauzige Typen aus der deutschen Provinz später ironisch-bissige Bilder und Texte gewidmet.


Ganz anders als in Frankreich, wo alles Bedeutende aus Paris kam, gab es in Deutschland eben kein kulturelles Zentrum, sondern viele kleine. Ein Ergebnis der jahrhundertelangen politischen Zersplitterung Deutschlands, in der viele adlige Dynastien im Wettstreit standen. Daher die vielen Theater, Opernhäuser und Universitäten, von denen es hierzulande mehr gibt als anderswo in Europa.


Dass viele Wege nach Weimar führen, weiß auch Christopher Clark. Es ist die Stadt der Dichter-Genies. Den einen, Friedrich Schiller, liebten die Deutschen schon zu Lebzeiten, den anderen, Johann Wolfgang von Goethe, achteten sie als Dichterfürsten. Mit seinem "Faust" schuf Goethe einen literarischen Helden, der noch immer fasziniert. Am "Faustischen", das rastlos nach dem Höchsten und Tiefsten im Menschen strebt, haben sich viele Autoren bis hin zu Thomas Mann abgearbeitet. Die Nationalsozialisten bedienten sich bei "Faust" ebenso wie die marxistischen Vordenker der DDR.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet