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Animatroniks im Einsatz

von Michael Leja

Animatroniks – möglichst lebensecht aussehende, elektro-mechanisch bewegte Figuren – gibt es schon lange. Der Begriff kombiniert die englischen Wörter animation (= Lebhaftigkeit, Bewegung) und electronic (= Elektronik).

Videolänge:
6 min
Datum:
01.01.2018
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2024

Berühmte Kino-Helden wie Godzilla, T-Rex und viele Figuren aus Jurassic Park waren Animatroniks. Die Realisation derartiger Kunstwesen wird im Fiktion-Bereich mittlerweile weitestgehend durch computergenerierte Bilder (CGI) übernommen. Animatroniks, gekoppelt mit ausgeklügelten Kamera-Systemen, in Tier-Dokumentationen einzusetzen, gilt hingegen als geradezu revolutionär.

Terra X - Making-of: Pinguin- und Otter-Animatronik 

Kontaktaufnahme mit echten Artgenossen: Ein künstlicher Pinguin in der Antarktis und ein täuschend echter See-Otter in Alaska.

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Authentisch und unverfälscht

Der britische Tierfilmer, Regisseur und Produzent John Downer belauschte bereits in "Lions – Spy in the Den" (2000) das intime Rudelleben von Löwen mittels einer ferngesteuert fahrbaren, als Felsblock getarnten Kamera. Seither werden solche Kamera-Roboter auch "BoulderCam" (boulder = Felsblock) genannt. Downer verfeinerte seine BoulderCams für seine folgenden Produktionen weiter. So kamen schließlich in "Trek – Spy in the Wildebeest" (2007) als Schildkröte und Krokodil getarnte Kameras zum Einsatz. Downer bezeichnet solche Animatronik-Kameras als "Spy Creatures". Mit ihnen ist es ihm möglich, die Objektive hautnah bei den Tieren zu positionieren – auch in Bewegung. Dadurch entstehen ungewöhnliche Aufnahmen aus dem Blickwinkel der Beobachtungsobjekte – authentisch und nicht verfälscht durch eventuelle Störeffekte durch die Anwesenheit des Filmteams.

Terra X - Making-of: Orang-Utan- und Schimpansen-Animatronik 

Auf Borneo trifft ein Orang-Roboter auf seine lebendigen Pendants. In Senegal sorgt ein Bush-Baby für mächtig Wirbel im Schimpansen-Revier.

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Mit "Spy in the Wild" (2017) hat John Downer in Zusammenarbeit mit dem Animatronic-Designer John Nolan die Entwicklung bislang auf die Spitze getrieben. John Nolan schuf für die vierteilige BBC-Sendereihe mehr als 30 verschiedene "Spy Creatures" – ultra-realistische Animatroniks, die optisch, olfaktorisch und manche auch akustisch von ihren lebendigen Pendants kaum zu unterscheiden sind. Intensive Bewegungsstudien gingen der Konstruktion voraus. Anschließend wurden das metallene Innenskelett und die Außenhaut hergestellt. Bis zu 36 Stellmotoren sorgen für die arttypischen Bewegungsweisen bis hin zur Gesichtsmimik.

Täuschend echt wirkende Tierroboter

Animatroniks
Na, wer hat sich denn da ins Bild geschlichen? Nicht nur echte Tiere, sondern auch andere Animatroniks, hier ein künstliches Strauß-Baby (Mitte), geraten schon mal vor die Linse ihrer Spion-Kollegen.
Quelle: BBC/ZDF

Die Entwicklung einer einzigen "Spy Creature" nahm mehrere Monate in Anspruch. Am höchst entwickelten Animatronik, dem erwachsenen Orang-Utan in Lebensgröße, arbeiteten 12 bis 14 Spezialisten für Modellierung, Engineering, Programmierung, Mimik, Haut, Fell, Farbe etc. Manche der täuschend echt wirkenden Roboter konnten während der Dreharbeiten mit ihren lebendigen Artgenossen kommunizieren. Fast alle wurden von den Tieren zumindest nicht als störend wahrgenommen, oft sogar mit Interesse untersucht und manchmal anscheinend als Ihresgleichen akzeptiert. So entstanden einmalige Aufnahmen, die mit anderen Kameras nicht möglich gewesen wären.

Das ZDF zeigt mit "Spione im Tierreich" eine zweiteilige Kompilation mit den besten und überraschendsten Storys des BBC-Vierteilers "Spy in the Wild" von John Downer. Im ZDF-Zweiteiler sind auch einige Passagen aus dem Making-of-Film "Meet the Spies" zu sehen. Drei zusätzliche Outtakes stehen als Clips in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Sendungen, Clips und Bilder zur Reihe

Wildhundwelpen-Animatronik

Terra X - Making-of: Animatroniks im Einsatz 

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01.01.2018
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Schimpanse deutet auf Kameralinse

Terra X - Aus der Sicht eines Animatroniks 

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01.01.2018
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Terra X Natur- und Tier-Dokus

Känguru-Animatronik (Kopf) im Schneegriesel.

Terra X - Abenteuer Winter - Tiere im Schnee 

  • Untertitel
  • Deutsche Gebärdensprache

Hightech-Minikameras, versteckt in ultrarealistischen Tierrobotern und künstlichen Schneebällen, beobachten Bären, Papageien, Kängurus und andere bei Spiel und Spaß im Schnee.

04.12.2022
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Unsere Kontinente - Asien (mit Colin Devey)

Terra X - Unsere Kontinente - Asien 

  • Untertitel
  • Deutsche Gebärdensprache

Asien, der größte Kontinent der Erde, überbietet sich in Superlativen: Er reicht von Sibirien im Nordosten bis zum Suezkanal im Südwesten. Präsentiert von Professor Colin Devey.

23.10.2022
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Thumbnail Faszination Erde: Alaska - im ewigen Frühling (Montage mit Dirk Steffens)

Terra X - Alaska – im ewigen Frühling 

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Alaska ist geprägt von extremen Wintern und kurzen Sommern. Das Leben hat sich diesem Rhythmus angepasst. Doch in der Arktis wird es wärmer und der Frühling beginnt immer früher.

09.10.2022
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02.10.2022
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  • Untertitel

Sie gebrauchen Werkzeuge, lösen knifflige Probleme und schmieden Pläne: Viele Tiere sind tierisch schlau. Dirk Steffens auf einer Reise zu den „Intelligenzbestien“ der Welt.

25.09.2022
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Junge Bäume auf einer ehemaligen Farm.

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Pflanzen liefern den Menschen Nahrung, Luft zum Atmen oder Kleidung. Aber dieses Verhältnis ändert sich – und damit auch die Zukunft unseres grünen Planeten.

26.06.2022
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