plan b - die Einzeldokus - Waldschutz in der Klimakrise
- Umwelt
- Dokumentation
- realistisch
- 03.07.2025
- ZDF
Fast ein Drittel Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Er dient der Erholung, ist wichtiger Lebensraum und Klimaheld. Die grünen Lungen sind in Gefahr. Immer verheerendere Brände bedrohen Forste.
Ein Großteil ihres Wissens stammt aus Spanien, einem Land, das seit vielen Jahren gegen Waldbrände ankämpft. Dort arbeitet auch der Berufsfeuerwehrmann Manuel Lopes Rodrigues. Doch er sieht die Lösung nicht allein in der richtigen Löschtechnik. "Ist es normal, dass jeden Sommer Tausende Hektar abbrennen? Nein. Wir müssen entscheiden, welche Art von Wald wir wollen, um zu verhindern, dass es jeden Sommer brennt." Der Feuerwehrmann macht auch die Monokulturen verantwortlich – weite Waldflächen, bestehend aus nur einer Baumart, die auch noch besonders schnell brennt. In Deutschland sind das etwa Monokulturen aus Kiefer oder Fichte. Im Nordwesten Spaniens ist es vor allem die Schwarzholz-Akazie. Die invasive Art verdrängt andere Baumarten und wächst so dicht, dass sie Waldbränden enorm viel Zunder bietet. Manuel Lopes Rodrigues greift deshalb immer häufiger zu Hacke und Spaten und reißt die Bäume kurzerhand aus der Erde. Mit vielen Unterstützern und seinem eigens gegründeten Verein will er den Wald wieder zu einem klimafreundlichen, feuerresistenten Mischwald machen.
Auch in Deutschland sind Monokulturen ein Problem. Brandenburgs Wälder bestehen beispielsweise zu 70 Prozent aus Kiefern. Um hier Waldbrände schnell zu erkennen, entwickelt Ingenieur Carsten Brinkschulte mit seinem Start-up sogenannte elektronische Nasen. Diese Sensoren sollen im Wald Brandgase frühzeitig erkennen und ein schnelles Einschreiten durch die Feuerwehr ermöglichen.