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Der Bundespräsident

Der Bundespräsident ist ein wichtiger Mann in Deutschland, man nennt ihn auch den "ersten Mann" im Staat. Seit dem 19. März 2017 ist Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident von Deutschland.

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Eine sehr wichtige Aufgabe des Bundespräsidenten ist das Repräsentieren. Repräsentieren ist ein anderes Wort für vertreten. Der Bundespräsident vertritt die Bundesrepublik Deutschland bei wichtigen Veranstaltungen in Deutschland und im Ausland. In Großbritannien macht das die "Queen": Königin Elisabeth II. (die Zweite) ist dort Staatsoberhaupt und auch sie hat vor allem ihr Land zu repräsentieren.

Wichtige Veranstaltungen sind zum Beispiel Staatsbesuche in anderen Ländern oder ein Besuch eines ausländischen Gastes in Deutschland. Bei einem Staatsbesuch trifft sich der Bundespräsident mit den Chefs anderer Länder.

Wenn wichtige Politiker aus dem Ausland nach Deutschland kommen, trifft sich der Bundespräsident hier mit ihnen. Manchmal zeigt er seinem Besuch dann Dinge, auf die Deutschland stolz ist. Das kann zum Beispiel ein Museum oder ein wichtiges Denkmal sein.

Verträge unterschreiben

Joachim Gauck und Barack Obama im weißen Haus.
Der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck bei Barack Obama Quelle: ZDF

Der Bundespräsident hat noch andere wichtige Dinge zu tun. Im Namen der Bundesregierung unterschreibt er zum Beispiel Verträge mit anderen Staaten. In so einem Vertrag vereinbaren zwei Länder bestimmte Dinge miteinander. Mit seiner Unterschrift gibt der Bundespräsident das Versprechen, dass Deutschland sich an diese Verträge halten wird.

Der Bundespräsident hat auch die Aufgabe, Gesetze zu prüfen. Wenn die Politiker im Bundestag und im Bundesrat ein neues Gesetz beschlossen haben, wird es dem Bundespräsidenten vorgelegt. Er muss es gründlich lesen und unterschreiben, wenn er denkt, dass die Politiker bei dem Gesetz alles richtig gemacht haben. Denn erst, wenn ein Gesetz vom Bundespräsidenten unterschrieben wurde, ist es auch gültig.

Bundeskanzler ernennen

Der Bundespräsident ernennt außerdem den Bundeskanzler. Das heißt aber nicht, dass er den Bundeskanzler selbst aussuchen darf. Wer Bundeskanzler wird, schlägt die Partei vor, die bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen bekommen hat. Dann wird im Bundestag gewählt. Wer die meisten Stimmen erhält, wird Bundeskanzler. Derjenige oder diejenige geht dann zum Bundespräsidenten und wird von ihm ganz feierlich zum Bundeskanzler ernannt. Genauso funktioniert das mit den Bundesministern, also den Politikern, die ganz eng mit dem Bundeskanzler in der Regierung zusammenarbeiten.

Außerdem kann der Bundespräsident dafür sorgen, dass Menschen, die schon sehr lange im Gefängnis gesessen haben, freigelassen werden. Das nennt man begnadigen.

Die Wahl des Bundespräsidenten

In Deutschland wird der Bundespräsident alle fünf Jahre gewählt. Dazu kommt die Bundesversammlung zusammen. Die Wahl des Bundespräsidenten ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. 

In der Bundesversammlung sind alle Politikerinnen und Politiker aus dem Bundestag und noch mal genauso viele Mitglieder aus den 16 deutschen Bundesländern. Die Vertreter der Bundesländer müssen nicht unbedingt Politiker sein, auch Spitzensportler oder andere berühmte Leute dürfen in der Bundesversammlung mitwählen.

Schloss Bellevue

Der Bundespräsident hat seinen Arbeitsplatz in Schloss Bellevue (sprich: Bell-Wüü) in Berlin. "Bellevue" ist französisch und bedeutet "schöne Aussicht". Spätestens nach zehn Jahren muss er dort allerdings ausziehen: Der Bundespräsident darf nämlich nur einmal wiedergewählt werden.

Wer wird Bundespräsident?

Jeder Deutsche kann Bundespräsident werden. Er oder sie muss mindestens 40 Jahre alt sein und von einem Mitglied der Bundesversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden. Der Bundespräsident darf während seiner Amtszeit nur Präsident sein und keinen anderen Beruf ausüben. Außerdem darf er während dieser Zeit auch kein Politiker in der Bundesregierung oder in einer Landesregierung sein.

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