Update am Morgen: Das Regime opfert die Zukunft Irans

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    Update am Morgen:Iran: Das Regime opfert die Zukunft

    von Antje Pieper
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    Antje Pieper

    Guten Morgen,

    mit gnadenloser Gewalt versucht das Regime in Iran die Proteste zu unterdrücken, vor nichts scheint es zurückzuschrecken. Vier junge Iraner wurden bereits hingerichtet. Doch kann es damit die Proteste, die Wut der Menschen auch zum Schweigen bringen? Und welche Rolle spielt dabei die Krise der Wirtschaft, die Sanktionen des Westens? 
    ZDF-Korrespondent Jörg Brase ist in Iran und berichtet heute im auslandsjournal über die Auswirkungen von Rekordinflation und Währungsschwäche. So erzählt eine Online-Händlerin, dass ihr Geschäft am Boden sei, zum einen wegen der Internetsperre der Regierung, zum anderen, weil die Leute wegen der Unruhen und der schlechten Wirtschaftslage kein Geld mehr für Schmuck ausgeben wollen. Das alles schlage ihr aufs Gemüt. "Wenn ich morgens wieder schlechte Nachrichten höre, dann werde ich depressiv und will gar nicht mehr arbeiten."
    Der Iran steckt in einer Wirtschaftskrise. Die Inflation ist hoch, die soziale Schere geht immer weiter auseinander. Armut ist auch ein wichtiger Grund für die Demonstrationen.11.01.2023 | 2:37 min
    Die soziale Schere in Iran geht immer weiter auseinander, beobachtet der Wirtschaftsjournalist Said Leilaz mit großer Sorge. Trotz Sanktionen sei die iranische Wirtschaft in den vergangenen drei Jahren gewachsen, allerdings seien nur die Reichen immer reicher geworden. Die Zahl der Armen ist auf heute rund 25 bis 30 Millionen Menschen gestiegen. Lebensmittelhändler Reza sieht einen Zusammenhang zwischen Inflation, Armut und Protesten.

    Solange die Preise so hoch sind, werden die Proteste weitergehen.

    Said Leilaz

    Die bittere Bilanz: Das Regime tötet seine eigenen Bürger und die Zukunft des Landes, um sich selbst am Leben zu halten.
    Wir werden weiter berichten!
    Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Russische Söldner melden Soledar-Eroberung: Angehörige der berüchtigten russischen Söldnertruppe Wagner haben die Eroberung des ostukrainischen Ortes verkündet. Ukrainische Militärbeobachter bezeichneten die Äußerung als "billige Propaganda". Eine offizielle Erklärung aus Kiew und vom russischen Militär blieb zunächst aus.
    Selenskyj bürgert prorussische Parlamentsabgeordnete aus: Der ukrainische Präsident bürgert vier prorussische Parlamentsabgeordnete aus. Die Ausbürgerung sei gemäß der Verfassung auf Basis von Informationen des Geheimdienstes SBU und des Migrationsdienstes getroffen worden, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache.
    Pentagon: Ausbildung von Ukrainern in Grafenwöhr: Die Ausbildung ukrainischer Soldaten an den von den USA angekündigten Bradley-Schützenpanzern soll auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr erfolgen. Das bestätigte Pentagon-Sprecher Pat Ryder am Dienstag.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    "Gipfel gegen Jugendgewalt" in Berlin: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat ins Rote Rathaus eingeladen, um über die Silvester-Krawalle zu sprechen. Zentrales Ziel der Veranstaltung ist der Austausch darüber, welche Maßnahmen nun notwendig sind.
    Angespannte Lage in Lützerath: Ab heute kann das Dorf Lützerath im rheinischen Kohlerevier geräumt werden. Am Dienstag hatte die Polizei Barrikaden auf dem Zufahrtsgelände entfernt, was die Klimaaktivisten vor Ort empörte.
    Klimaforscher Niklas Höhne sieht Lützerath als wichtigen Präzedenzfall in der Klimapolitik:
    Golden Globes zum 80. Mal verliehen: US-Regisseur Steven Spielberg ist für seinen autobiografisch geprägten Film "Die Fabelmans" mit dem Golden Globe für das beste Drama und die beste Regie ausgezeichnet worden. Cate Blanchett die Malaysierin Michelle Yeoh, Colin Farrell und Austin Butler wurden als beste Schauspieler geehrt.
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Lage in Deutschland.

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Im Donbass spitzen sich die Kämpfe offenbar noch einmal zu. Ex-Nato-General Ramms beschrieb bei ZDFheute live die aktuelle Lage und erklärte mögliche weitere Militärhilfe für die Ukraine. Zugeschaltet war auch ZDF-Reporter Timm Kröger in Charkiw. 

    Zahl des Tages

    17 Kilogramm. So viele Äpfel essen die Menschen in Deutschland im Durchschnitt jedes Jahr. Bundesweit sind mehr als 20 Apfelsorten im Handel erhältlich. Am liebsten beißen die Deutschen in den aromatisch-saftigen Elstar, gefolgt vom süß-säuerlichen Braeburn und dem feinsäuerlichen Jonagold. Heute ist der Tag des deutschen Apfels, ausgerufen von der Bundesvereinigung Obst und Gemüse.

    Gesagt

    Wir müssen wohl davon ausgehen, dass bei einem weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen wieder Zeltstädte errichtet werden müssen. Daher sollten die Länder auch eigene größere Einrichtungen vorhalten, um die kommunale Ebene zu entlasten.

    Reinhard Sager, Deutscher Landkreistag-Präsident

    Der Deutsche Landkreistag beschäftigt sich heute mit der aktuellen Lage bei der Unterbringung von Geflüchteten. Es geht aber auch um die Umsetzung des Bürgergeldes und des neuen Wohngeldes sowie die zukünftige Finanzierung des ÖPNV. 

    Weitere Schlagzeilen

    • Frankreich will Alter für Rente anheben: Die Bürger sollen zwei Jahre später in Rente gehen. Doch es gibt Widerstand gegen die Pläne von Macron und seiner Regierung.
    • Australischer Kardinal George Pell gestorben: Für Papst Franziskus war der Kardinal der Mann für die Wirtschaft - für viele andere bleibt er mit den Missbrauchsvorwürfen verbunden, für die er zunächst verurteilt, von denen er aber letztlich freigesprochen wurde.
    • Hauseinsturz in Bochum: Bei einer Explosion in Bochum ist ein Mehrfamilienhaus eingestürzt. Eine Frau wurde tot geborgen. Die Lage sei dramatisch, heißt es von der Feuerwehr. Wie es zu der Explosion gekommen ist, ist noch unklar.
    • Griechenlands letzter König ist tot: Ex-König Konstantin II. ist laut übereinstimmenden Medienberichten im Alter von 82 Jahren gestorben.

    Die Nachrichten im Video

    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden01.03.2024 | 1:52 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Mittwoch zieht von Nordwest nach Südost Regen durch. Vor allem im Süden kann der auch kräftiger ausfallen. Bevor der Regen den Südosten erreicht, zeigt sich dort noch etwas die Sonne. Am Nachmittag lockert es dann auch im Nordwesten wieder auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 6 und 12 Grad.
    Wettervorhersage für den 11. Januar 2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
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