im UN-Sicherheitsrat stehen die Lage im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine auf der Top-Agenda und es geht vor allem um die dringliche Frage: Lässt sich eine weitere Eskalation im Nahen Osten noch verhindern?
Für mich hat die Eskalation, die wir zurzeit erleben, auch etwas mit der technologischen Entwicklung zu tun. Künstliche Intelligenz verändert die Art der Kriegsführung, revolutioniert sie sogar. Militärs sind inzwischen in der Lage, große Datenmengen in kürzester Zeit für Zielerkennung auszuwerten, vor allem in Israel entwickeln Start-ups intelligente, auf KI-gestützte Waffensysteme, die autonom töten könnten. Auch die Ukraine setzt darauf, ich habe dort erlebt, wie mithilfe von Drohnen vernetzte Angriffe auch auf russische Stellungen ausgeführt werden.
Noch entscheiden Menschen über den Einsatz von Waffen. Doch in einer Zeit, in der die Welt immer mehr Kriege erlebt, in der auch innenpolitische Krisen wachsen, erleben wir ein globales KI-Wettrüsten - das bislang keinen international verbindlichen Regeln unterliegt. Ganz im Gegenteil: Die Ukraine ist in ihrem verzweifelten Kampf gegen Russlands Angriffe auch zu einem Testfeld für neue intelligente Waffensysteme geworden.
25.09.2024 | 28:47 min
Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch drängen darauf, dass im Rahmen einer UN-Resolution der Einsatz von autonomen Waffen begrenzt wird, dass ethische Standards eingehalten werden. Vor allem im Nahen Osten deutet die Entwicklung gerade in eine andere Richtung. Aber auch Russland scheint seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit aller Härte und moderner Technologie fortsetzen zu wollen, das Land investiert Milliarden in die Kriegsführung.
Und es geht nicht nur um Zielerkennung und Angriffe. Künstliche Intelligenz ermöglicht die rasante Verbreitung von Fake News und Propaganda und das wirkt destabilisierend auf unsere Demokratien.
Noch ist das Horrorszenario vom Killerroboter der autonom tötet und außer Kontrolle gerät, Science Fiction. Noch lässt sich die Entwicklung von KI in Kriegen regulieren. Das ist die gute Nachricht und vielleicht auch Warnung, auf Deeskalation zu setzen.
Kommen Sie gut durch den Tag
Katrin Eigendorf, Internationale Sonderkorrespondentin des ZDF
Lage im Nahost-Konflikt
So viel Rückhalt hat die Hisbollah im Libanon: Wie konnte die Terrormiliz im Libanon so stark werden? Und was braucht es, um ihre Macht zu brechen? Ein Überblick zum politischen System des Landes.
Hisbollah bestätigt Tod eines Kommandeurs: Bei einem neuen Luftangriff in Beirut hat Israels Militär den Leiter der Raketeneinheit der Hisbollah getötet. Die Miliz bestätigte das. Die Sorge vor einer Eskalation wächst.
Experte sieht "Eskalations-Dominanz" bei Israel: Israel setzt Angriffe gegen die Hisbollah im Libanon fort. Nahost-Experte Fabian Hinz sieht eine "neue strategische Phase". Eine Bodenoffensive könnte folgen - und neue Eskalation.
Alle Entwicklungen finden Sie jederzeit auf unserer Themenseite zum Nahost-Konflikt und jederzeit hier im Liveblog.
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Selenskyj im UN-Sicherheitsrat: Russland muss nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Frieden gezwungen werden. Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte er, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht allein durch Gespräche beruhigt werden könne.
UN-Vollversammlung in New York: Bei der 79. Generaldebatte wird heute die Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erwartet. Auch Frankreichs Ministerpräsident Emmanuel Macron wird sprechen.
Finanzausschuss im Bundestag: Die Bundesregierung wird heute über ihre Haltung zu einer möglichen Übernahme der Commerzbank Auskunft geben. Die Sitzung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, doch in der Regel äußern sich Abgeordnete später zu den besprochenen Themen. Die Regierung hat sich bereits für die Eigenständigkeit der Commerzbank ausgesprochen.
Michael Douglas wird heute 80 Jahre alt. Der US-amerikanische Schauspieler wurde durch Filme wie "Basic Instinct" oder "Wall Street" weltbekannt und wurde für sein Schaffen unter anderem mit zwei Oscars ausgezeichnet. Dabei kann der Hollywood-Star offenbar auch ungemütlich werden, wenn er sich falsch behandelt fühlt:
Rache ist eine sehr gute Motivation, wenn man sie steuern kann. Sie ist gesund. Sehr gesund.
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden02.04.2025 | 2:16 min
Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Am Mittwoch gibt es im Norden und in der Mitte immer wieder Schauer und einzelne Gewitter. Dazu weht ein frischer und stark böiger Südwestwind. Im Süden bleibt es mit etwas Sonne meist trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 22 Grad.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Anna Grösch
Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Empfehlen Sie das Briefing gerne Ihren Freunden und Bekannten - hier ist der Anmeldungs-Link. Außerdem freuen wir uns weiterhin über Ihr Feedback, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.