erinnern Sie sich noch an den Begriff "Schlafwagen-Wahlkampf"? Er stammt aus dem Wahlkampf 2021, als Markus Söder damit gegen Armin Laschet giftete. Im Wahlkampf-Winter 2025 erleben wir eine Neuauflage von Schlafwagen-Wahlkampf - nur dass er diesmal auf alle Parteien zutrifft.
So riesig die globalen und nationalen Herausforderungen, so kleinteilig, verdruckst und voller Selbstbeschäftigung wirkt das, was die Parteien gerade bieten. Entsprechend wenig ausgeprägt ist das, was Demoskopen Wechselstimmung nennen.
Im neuesten Politbarometer geht zwar eine übergroße Mehrheit von einem Regierungs- und Kanzlerwechsel aus, doch glauben die meisten unserer Befragten, dass sich die wirtschaftliche Lage - das zentrale Thema dieser Wahl - unter einer Unions-geführten Bundesregierung nicht verbessern wird.
ZDF-Politbarometer
Quelle: ZDF
In der Frage nach der Kanzler-Präferenz ist Friedrich Merz der Gewinner der Woche, der Abstand zu Robert Habeck vergrößert sich spürbar. Die Pannen im Wahlkampf der Grünen hinterlassen offenbar Eindruck: erst Habecks holpriger Vorstoß zu Sozialbeiträgen auf Kapitalerträge, dann die Causa Gelbhaar mit ihren Ungereimtheiten und einer Strafanzeige. Der Grünen-Kanzlerkandidat ist jetzt von Augenhöhe mit Friedrich Merz weit entfernt.
Quelle: ZDF
In unserer Sonntagsfrage nur kleine Bewegungen, aber mit großen Konsequenzen. Wäre Sonntag Bundestagswahl, wäre die Linke ganz knapp im Bundestag, BSW und FDP ganz knapp nicht. Die SPD schiebt sich knapp vor die Grünen, alle anderen Parteien unverändert gegenüber unserer letzten Umfrage von zwei Wochen.
Quelle: ZDF
Ein Befund des Politbarometers verfestigt sich auch in dieser Woche: Keine der rechnerisch möglichen Koalitions-Optionen wird mehrheitlich gut gefunden, alle stoßen auf mehr Ablehnung als Zustimmung: Schwarz-Rot genauso wie Schwarz-Grün.
Quelle: ZDF
Wer auch immer nach der Wahl im Kanzleramt sitzen wird, wird sich daran messen lassen müssen, wie er sich mit einem Präsidenten Donald Trump arrangiert. Die Deutschen glauben mit großer Mehrheit, dass sich die weltweiten Probleme und Krisen verschärfen und die militärische Unterstützung der Ukraine zurückgehen werden.
ZDF-Politbarometer
Quelle: ZDF
Bis zur Bundestagswahl in einem Monat erscheinen wir nun wöchentlich mit einem Politbarometer. Die aktuelle Ausgabe sehen Sie heute Abend im heute journal.
Ihnen einen schönen Freitag!
Stefan Leifert, Leiter des heute journals und Moderator des ZDF-Politbarometers
Mehr Geld für Öffentlichen Dienst? In Potsdam beginnen die Tarifverhandlungen für etwa 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Anhebung um 350 Euro monatlich.
Weltwirtschaftsforum endet: In Davos geht es am Vormittag um den Ausblick für die Weltwirtschaft, die zuletzt langsamer als früher gewachsen ist. Die Politik von US-Präsident Donald Trump, der Strafzölle und riesige Investitionen in Künstliche Intelligenz angekündigt hat, dürfte die Weltwirtschaft maßgeblich beeinflussen.
Lage im Nahost-Konflikt
Überlebende des Massakers singt für Israel: Der Eurovision Song Contest im Mai könnte wieder politisch werden. Israel schickt eine Überlebende des Hamas-Massakers. Yuval Raphael war am 7. Oktober auf dem Nova-Festival.
Alle Entwicklungen finden Sie jederzeit auf unserer Themenseite zum Nahost-Konflikt und jederzeit hier im Liveblog.
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Ukraine-Hilfen werden zur Wahlkampf-Munition: Um die Finanzierung weiterer Ukraine-Hilfen ist eine Schlammschlacht zwischen den Parteien ausgebrochen. Die Spitzenkandidaten teilen heftig aus. Warum eine Einigung so schwer ist.
Ukrainischer Armee fehlen ausgebildete Soldaten: Das Mobilisierungssystem ist mangelhaft, es gibt zu wenig neue Soldaten, um Verluste auszugleichen. Die von Präsident Wolodymyr Selenskyj im April unterzeichnete Änderung des Mobilisierungsgesetzes brachte nur vorübergehend Abhilfe.
Was Trumps Drohungen Richtung Moskau bewirken: Trump droht Putin mit Sanktionen und hohen Zöllen. An der Front bei Pokrowsk spitzt sich die Lage für die Ukraine weiter zu. Die Analyse mit Oberst Reisner bei ZDFheute live.
Zahl des Tages
Ein Lichtblick
Kann sein, Ihre Arbeitskollegen brechen heute um 13.24 Uhr in schallendes Gelächter aus. Vielleicht winden sich zur gleichen Zeit auch Ihre Nachbarn kichernd auf dem Sofa. Heute ist schließlich "Welttag des dröhnenden Lachens". Machen Sie doch auch mit. Wie viel Macht unser Lachen hat, hat Terra Xplore untersucht. Schauen Sie mal rein. Und um 13.24 Uhr: Hände in die Luft und losprusten.
04.11.2024 | 27:00 min
Gesagt
Komplimente sind wie Parfüm. Sie dürfen duften, aber nie aufdringlich werden.
„
Oscar Wilde
Der 24. Januar ist nicht nur Tag des Lachens, sondern seit 1998 auch Tag der Komplimente - Ziel ist es, fünf heute Menschen etwas Nettes zu sagen. Vielleicht bringen Sie die dann ja sogar zum Lachen.
Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden03.04.2025 | 2:56 min
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So wird das Wetter heute
Am Freitag regnet es im Norden und Westen. Dazu kommt ein stürmischer Südwind mit schweren Sturmböen an der Nordsee. Sonst bleibt es trocken. Vor allem in Bayern scheint auch häufig die Sonne. Die Temperatur steigt auf Werte von zwei bis neun Grad.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Nicola Frowein
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