Update am Morgen: Erdogan greift wieder an

    Update

    Update am Morgen:Erdogan greift wieder an

    von Antje Pieper
    |
    Antje Pieper

    Guten Morgen,

    nächstes Jahr wird in der Türkei gewählt und Präsident Erdogan steckt in einem nie dagewesenen Umfragetief. Dabei wollte er zum 100. Geburtstag der Republik den bisherigen Vater der Türken, Atatürk, endgültig als Lichtgestalt ablösen. Doch die schlechte Wirtschaftslage, der Währungsverfall der Lira und eine Inflation von zuletzt 84,4 Prozent zeugen von wenig Glanz, lassen die innenpolitische Bilanz düster aussehen. 
    Wie also das Image aufpolieren? Nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" lässt Erdogan in der Außenpolitik die Muskeln spielen, präsentiert sich als der Mann, der die Türkei stark macht, mit seinem Militär seine Regeln durchsetzt. Auch und vor allem gleich jenseits der Grenze in Syrien:

    Die Türkei hat jedes Recht dazu, für ihre eigene Sicherheit innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen zu sorgen. Niemand kann sich uns in den Weg stellen dabei. Niemand kann uns daran hindern, unser Recht auf Sicherheit durchzusetzen.

    Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Republik Türkei

    Nach dem Bombenanschlag in Istanbul machte Erdogan die PKK bzw. den nordsyrischen Ableger YPG verantwortlich. Obwohl beide Organisationen das energisch bestreiten, griff die türkische Armee 400 Ziele aus der Luft im kurdisch kontrollierten Nordsyrien an.
    Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben. Auch ein weiterer Einmarsch ist geplant. "So Gott will, werden wir sie bald schon alle mit unseren Panzern, unseren Soldaten und der Hilfe unserer Freunde ausrotten!", so die Drohung Erdogans. Im Schatten des Ukraine-Krieges hofft er international auf geringe Gegenwehr: Die Nato braucht seine Zustimmung zum Beitritt Schwedens und Finnlands, Russland die Türkei als letztes Tor zur Welt. Über Erdogans Säbelrasseln und den Unmut im Land berichtet heute Luc Walpot im auslandsjournal.
    Kommen Sie gut durch den Tag
    Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

    Was im Ukraine-Krieg wichtig ist

    Polen will deutsche Flugabwehr doch annehmen: Man arbeite daran, die Patriots auf polnischem Gebiet zu stationieren und sie dem polnischen Kommandosystem zu unterstellen, twittert Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak. 
    Was steckt hinter den Angriffen auf russische Flugplätze? Militärexperten glauben, Kiew habe für die Attacke auf russische Flugplätze eine umgebaute Sowjet-Drohne genutzt. Der Kreml ist alarmiert: Damit könnte auch Moskau erreicht werden.
    Experte warnt vor Macron-Idee: Macron kann sich vorstellen, mit Putin über Frieden zu sprechen. Doch es ist nur schwer vorstellbar, dass Putin an irgendeinem Punkt nachgibt. Für ihn steht zu viel auf dem Spiel.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    US-Demokrat Warnock gewinnt Stichwahl in Georgia: Sein Herausforderer, Trump-Kandidat Herschel Walker hatte das Nachsehen. Damit können die Demokraten ihre Mehrheit im Senat stärken.
    UN-Biodiversitätskonferenz COP-15 beginnt: Im kanadischen Montreal beginnt heute die 15. UN-Biodiversitätskonferenz. Das Ziel der Delegierten aus fast 200 Ländern ist der Abschluss einer globalen Vereinbarung, um dem Artensterben bis 2050 wirksam Einhalt zu gebieten.
    Eröffnung der Deutschen Islamkonferenz: Die DIK will sich in den kommenden Jahren mit Muslimfeindlichkeit, der Ausbildung von Predigern und dem gesellschaftlichen Engagement von Muslimen beschäftigt. Eröffnet wird die Auftaktveranstaltung für die neue Phase des Dialogforums in Berlin von Bundesinnenministerin Nancy Faeser.
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Lage in Deutschland.

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Russland meldet Explosionen auf mehrere Flughäfen der Armee im eigenen Land und macht Kiew dafür verantwortlich. Militärexperte Marcus Keupp von der ETH Zürich hat bei ZDFheute live die Hintergründe erklärt.

    Fußball-WM in Katar

    Spanien hat das Achtelfinale gegen Marokko sensationell mit 0:3 nach Elfmeterschießen verloren. Die Verlängerung endete torlos. Zum Held des Spiels avancierte Marokkos Torwart.
    Bei der WM geht es erst am Freitag weiter: Portugal löste als letzte Mannschaft das Ticket für die nächste Runde - wer wann im Viertelfinale spielt sehen Sie hier im Überblick.
    Ergebnisse, Spielplan und Hintergründe gibt es gebündelt auch auf unserer Themenseite zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022.

    Sport
    :FIFA Frauen WM 2023

    Die Fußball-WM 2023 in Autralien/Neuseeland live im ZDF. Exklusive Livestreams, Highlights, Liveticker, Infos rund um das DFB-Team und Hintergründe zur WM.
    sportstudio live: FIFA Frauen-WM 2023

    Gesagt

    Wir gehen wie wir kamen und - wenn Gott es so will - werden wir wiederkommen, mit Frieden und Hoffnung für die ganze Menschheit.

    Eugene Cernan, Astronaut

    Zwölf Menschen haben bislang den Mond betreten, der letzte davon war Eugene Cernan mit der "Apollo 17"-Mission, die heute vor 50 Jahren gestartet ist. Ein halbes Jahrhundert später werden die Pläne zur Rückkehr zum Mond nun immer konkreter. 

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden03.03.2024 | 1:59 min
    Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

    So wird das Wetter heute

    Am Mittwoch wird es nördlich des Mains einen Wechsel von Sonne und Wolken mit Schnee- und Regenschauern geben. Dazu weht ein starker Nordwestwind. Sonst bleibt es meist trocken. Im Südwesten kann die Sonne länger scheinen. Die Temperatur steigt auf Werte von 0 bis 6 Grad.
    Wetterkarte: Vorhersage für den 07.12.2022
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
    Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Empfehlen Sie das Briefing gerne Ihren Freunden und Bekannten - hier ist der Anmeldungs-Link. Außerdem freuen wir uns weiterhin über Ihr Feedback, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!