Bundestagswahl: Wie viel Macht haben die Kleinparteien?
Interview
Künftige Regierungsbildung:Wie viel Macht haben kleine Parteien?
|
Schafft es die FDP über fünf Prozent? Nicht nur eine Schicksalsfrage für die Liberalen - welche Rolle das Abschneiden der Kleinparteien für künftige Machtverhältnisse spielt.
CDU-Chef Merz will die Migrationspolitik verschärfen, "unabhängig davon, wer zustimmt". Das sei mit EU-Recht jedoch gar nicht vereinbar, so Politikwissenschaftlerin Römmele.24.01.2025 | 15:42 min
Die Union dominiert rund vier Wochen vor der Bundestagswahl weiterhin die Umfragen. Im ZDF-Politbarometer stehen CDU/CSU mit 30 Prozent neun Prozentpunkte vor der AfD (21 Prozent), gefolgt von SPD (15 Prozent) und Grünen (14 Prozent).
Bewegung bei den "großen" Parteien beobachtet Politologin Andrea Römmele seit Wochen kaum.
Umfrage: Wen würden die Deutschen wählen?
ZDFheute Infografik
Ein Klick für den Datenschutz
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Warum kleine Parteien den großen Unterschied machen können
Weit abgeschlagen im hinteren Feld liegen derzeit FDP (4 Prozent), Linke (5 Prozent) und BSW (3 Prozent), ihr Einzug in den Bundestag gilt keineswegs als sicher. Dass ihr (Nicht-)Einzug nicht nur über die eigene Zukunft entscheidet, sondern auch darüber, wer als künftige Regierung zusammenrückt, erklärt die Politikwissenschaftlerin im ZDF.
Ob diese Parteien reinkommen oder nicht, hat eine Riesenauswirkung darauf, mit welcher Koalition wir es am Ende zu tun haben.
Scheitern Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde, verpassen sie in der Regel den Einzug in den Bundestag. Dadurch erhöht sich der relative Anteil der Bundestagssitze größerer Parteien. Dies beeinflusst nicht nur die Sitzverteilung, sondern auch die Koalitionsoptionen.
Also reicht es eigentlich für ein Zweierbündnis, für Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün, oder muss es dann letztendlich wieder ein Dreierbündnis richten.
„
Andrea Römmele, Politologin
Ziehen eine oder mehrere Kleinparteien ein, könnte möglicherweise ein Dreierbündnis für eine stabile Regierung von Nöten sein. "Und wenn es dann Schwarz-Rot-Grün sein sollte, dann hätten wir zwei Parteien der letzten, so unbeliebten Ampel-Regierung in einer neuen Regierung", so Römmele.
65 Prozent der Befragten unterstützen die CDU in ihrer grundsätzlichen Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD. Auch beim Kanzlerduell gibt es neue Entwicklungen.24.01.2025 | 1:27 min
Ähnlich verhielte es sich, wenn "es die FDP schaffen sollte und dann auch mit an der Regierung wäre".
Und ich glaube, da ist das Augenmerk drauf zu richten.
„
Andrea Römmele, Politologin
Diesen Einfluss haben unentschlossene Wähler
Ein entscheidender Faktor in dem Zusammenhang sei die Gruppe der unentschlossenen Wähler. Laut Römmele ist der Wahlkampf vier Wochen vor der Wahl in einer entscheidenden Phase: "Wir schätzen in der Wahlforschung, dass noch ungefähr ein Drittel der Bevölkerung unentschlossen ist, also noch offen für Wahlkampfeinflüsse."
Gerade jetzt sei es essenziell für die Parteien und Kandidaten, diese Gruppe gezielt anzusprechen.
Einflussreiche Ereignisse wie TV-Duelle ("Scholz gegen Merz" - am 9. Februar im ZDF) in den kommenden Wochen könnten die Dynamik noch einmal stark verändern. Diese großen Medienereignisse böten den Parteien eine entscheidende Plattform, um die letzten unentschlossenen Wähler zu mobilisieren.
Auch davon, wie viel die kleineren Parteien für sich gewinnen können, hängt die künftige Koalitionsstärke ab.
Die Bundestagswahl hat begonnen. Seit 8:00 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Scholz und Merz haben ihre Stimme bereits abgegeben. Alle News im Liveblog.
Liveblog
Quelle: dpa
Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.