US-Institut: Russland täuscht Dialogbereitschaft vor

    US-Institut:Experten: Putin täuscht Dialogoffenheit vor

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    Wladimir Putin ist laut Kreml offen für Verhandlungen mit der Ukraine. Der russische Präsident spiele ein falsches Spiel, warnt das US-Institut für Kriegsstudien in Washington.

    Wladimir Putin
    Kremlchef Putin zeigte sich kürzlich bereit zu einem neuen Telefonat mit Kanzler Scholz über den Krieg in der Ukraine. (Archivbild).
    Quelle: Reuters

    Nach der Einschätzung von US-Experten übt Russland erneut Druck auf den Westen aus, um die Ukraine zu Verhandlungen zu bewegen. Demnach solle der Westen auf die ukrainische Führung einwirken, die Bedingungen Russlands für solche Gespräche zu akzeptieren. Das geht aus einer Analyse des Instituts für Kriegsstudien ISW in Washington hervor.

    Experten: Moskau will Westen bei Kiew-Hilfe demotivieren

    Die Experten beriefen sich auf Kremlangaben vom Freitag, wonach der russische Präsident Wladimir Putin offen sei für einen Dialog. Laut Experten ist es - wie in der Vergangenheit - Ziel Russlands, mit einer vorgetäuschten Verhandlungsbereitschaft den Westen in seiner Hilfe für die Ukraine zu demotivieren.
    Russland wirft der Ukraine und dem Westen vor, Verhandlungen zu blockieren. Gleichzeitig lehnt Moskau einen Friedensplan des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab, der den Abzug der russischen Truppen vorsieht. Die Ukraine und auch etwa Deutschland sind gegen ein Einfrieren des Krieges mit den von Russland besetzten Gebieten.
    Ukrainisches Militär in Donezk, Ukraine.
    Russland verstärkt seine Angriffe vor der erwarteten ukrainischen Gegenoffensive. 26.05.2023 | 1:13 min

    US-Institut: Russland rückt nicht von Kapitulation der Ukraine ab

    Nach Einschätzung des ISW hat Russland bisher keine Voraussetzungen für Verhandlungen geschaffen oder sich von seinem Maximalziel einer Kapitulation der ukrainischen Regierung verabschiedet.
    Es sei wahrscheinlich, dass der Kreml seine falschen Behauptungen intensiviere, bereit für Gespräche zu sein. Zugleich sehen die ISW-Experten weiter Versuche Chinas, mit dem Sondergesandten Li Hui den Westen dazu zu drängen, seinen Einfluss auf die Ukraine zu nutzen, um einen Waffenstillstand zu erwirken.

    Gegenoffensive: Ukraine auf Westen angewiesen

    Die EU-Staaten und die USA haben stets betont, ihre Unterstützung fortzusetzen. Die von Russland angegriffene Ukraine setzt auf schwere Waffen und Munition des Westens, um seine besetzten Gebiete zu befreien. Betont wird im Westen stets, dass die Ukraine selbst über ihre Zukunft entscheiden solle.
    Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, veröffentlichte zuletzt ein Video, das Soldaten bei einem Gebet und der Vorbereitung auf die angekündigte Großoffensive zeigt. "Es ist Zeit, sich das zurückzuholen, was uns gehört", heißt es in dem Video. Zuvor hieß es schon aus dem Präsidentenbüro in Kiew, dass die Offensive bereits seit Tagen laufe.
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    Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
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    Quelle: dpa
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