Start ins Gartenjahr

Verbraucher | Volle Kanne - Start ins Gartenjahr

Gartenexpertin Anja Koenzen gibt Tipps rund um Stauden, Magnolien und Wildblumen.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.04.2019, 09:05

Das antizyklische Pflanzen ist das Geheimnis einer erfolgreichen Pflanzung von Stauden. Die Ursache hierfür liegt in den Wuchseigenschaften der Pflanzen, erklärt Gartenexpertin Anja Koenzen. Stauden sind mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Triebe nicht verholzen und somit im Winter zurück frieren. Sie überwintern als Wurzelstock unter der Erde oder als wintergrüne Form kurz über der Erdoberfläche. Im Frühling treiben sie aus bodennahen Überwinterungsknospen wieder aus.

Zwei Wachstumsphasen

In der ersten, vegetativen Phase, wachsen die Triebe, Blätter und Wurzeln. In der zweiten,  generativen Phase, wandeln sich die Blattknospen in Blütenknospen um, aus denen sich Blüten, Früchte und Samen entwickeln. Zu dieser Zeit verwendet die Pflanze kaum Kraft für das Wurzelwachstum. Pflanzt man also Stauden zu ihrer Blütezeit, bilden sie im Vergleich zum nicht blühenden Zustand weniger neue Wurzeln aus.

Stauden
Stauden Quelle: Imago / Imagebroker

Deshalb empfiehlt es sich, bei der Pflanzung von Stauden jahreszeitliche Unterschiede zu beachten. So wachsen auch herbstblühende Pflanzen (Herbstanemonen, -Astern, -Chrysanthemen, Gräser usw.) besser an, wenn sie im Frühling bis Sommer gepflanzt werden. „Somit haben sie einen ausreichend langen Zeitraum zur Verfügung, um im Boden einzuwurzeln und gut über den ersten Winter zu kommen.

Magnolien

„Mit ihnen holt man sich die üppigste Blütenpracht in den Garten“, so Anja Koenzen. Solange ihre Blüten noch als Knospen verschlossen sind, umhüllt sie ein Pelz aus silbrigen Haaren und schützt sie vor Frost. Steigen die die Temperaturen und entfalten sich die je nach Sorte bis zu 20 Zentimeter großen Blüten, kann eine Frostnacht den Blütentraum zerstören. Kombiniert man die richtige Sorte mit dem richtigen Standort, lässt sich dieses Risiko minimieren.

Arten und Sorten: Beispiele

Tulpen-Magnolie

Tulpen-Magnolie
Tulpen-Magnolie Quelle: Imago / Peter Widmann

Die Magnolia soulangeana ist eine der bekanntesten und prächtigsten Magnolienbäume. Sie ist eine der ältesten Züchtungen und entstand um 1820 im Königlichen Gartenbauinstitut Fromont bei Paris. Ihre hellrosafarbenen, tulpenförmigen Blüten erscheinen im April vor dem Laubaustrieb in unglaublicher Fülle. Die Tulpen-Magnolie kann mit den Jahren stattliche Ausmaße erreichen: Acht bis zehn Meter breite Kronen sind bei rund 50 Jahre alten Pflanzen keine Seltenheit. Die Tulpen-Magnolie ist besonders spätfrostgefährdet und wirft bei Minusgraden sofort ihre Blütenblätter ab.

Stern-Magnolie

Sternmagnolie
Stern-Magnolie Quelle: Imago / Blickwinkel

Viele neuere Sorten kommen mit leichten Frösten besser klar. Die Magnolia stellata gilt als besonders frosthart, insbesondere die Sorte „Royal Star“. Ihre Blüten zeigen höchste Frosttoleranz, obwohl sie sich oft schon Anfang März öffnen. Die Stern-Magnolie ist die kleinste Vertreterin im Magnolienreich. Die Farbpalette reicht von Weiß über Zartrosa bis hin zu kräftigerem Rot.

Pflege von Magnolienbäumen

Wildblumen säen

Wildblumen haben für unsere Tierwelt viele Vorteile. Sie bieten Insekten Pollen und Nektar als Nahrungsquelle. Jeder kann die Tierwelt unterstützen und sich auf dem Balkon oder im Garten für Pflanzen entscheiden, die Bienen, Hummeln, Käfer, Fliegen und Schmetterlinge zum Leben brauchen. Geranien beispielsweise sind perfekte Dauerblüher, bieten aber für kaum ein Insekt unserer heimischen Tierwelt Nahrung. An ihren Pollen und Nektar kommen lediglich Nachtfalter mit ihrem langen Rüssel, andere Insekten wie Bienen oder Hummeln gehen leer aus.

Wildblumen auf dem Balkon

Auf dem Balkon sind Wildblumen, die in der Natur an Mager- und Trockenstandorten wachsen, am besten geeignet. Sie kommen mit relativ wenig Erde und sehr wenig Nahrung aus.

Wildblumen statt Rasen

Wildblume
Wildblume Quelle: Imago / Blickwinkel

Als erstes muss die Grasnarbe abgenommen werden, wodurch der Boden aufgebrochen wird. Ist der Boden sehr nährstoffreich, kann etwas Sand zum Abmagern eingearbeitet werden. Daraufhin kann der Wildblumensamen mit der Hand ausgebracht werden. Der perfekte Zeitpunkt ist hierfür der April. Wer erst später sät, muss sich um die Befeuchtung des Bodens kümmern. Blumenwiesenmischungen liegen seit einigen Jahren im Trend und werden von allen großen und kleineren Saatgutherstellern angeboten.

Tipp: In Schichten pflanzen

Eine gelungene Beet- und Topfgestaltung verändert sich mit den Jahreszeiten. Will man den Platz im Beet besonders effizient nutzen, pflanzt man in Schichten. Viele Pflanzen ziehen nach der Blüte ein und machen so Platz für andere, später austreibende Stauden.

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