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Der Räuber von heute kommt online

Banken ausrauben? Völlig out. Großes Risiko, wenig Beute. Die Bankräuber von gestern sind heute Cyberkriminelle – Diebe im Internet. Wie gefährlich sie sind und wie man sich vor ihnen schützen kann.

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Wir haben schlechte Nachrichten für Bankräuber: Sie sind völlig aus der Mode. Bankräuber, die mit akrobatischen Übungen Laserstrahlen im Tresorraum ausweichen, blitzschnell schwere Metalltüren knacken und schließlich mit Aktenkoffern voller Geld verschwinden - das war mal cool! Spaß beiseite, das ist ja nur in Filmen so, und natürlich sind Diebe niemals cool.

Eine beleuchtete Tastatur. Archivbild
Das große Geld liegt für Kriminelle nicht mehr in der Bank - sondern im Internet.
Quelle: Silas Stein/dpa

Sehr viel mehr Cyberkriminalität

Aber von gestern sind Bankräuberinnen und Bankräuber trotzdem - beziehungsweise es gibt immer weniger von ihnen: Die Zahl der Überfälle auf Banken ist in den vergangenen 30 Jahren um 95 Prozent gesunken. Klingt erstmal toll, die Sache hat aber einen Haken. Es gibt nämlich nicht weniger Bankräuberinnen und Bankräuber, weil alle Menschen jetzt lieber auf ehrliche Weise Geld verdienen. Sondern weil es woanders mehr und leichter Geld zu stehlen gibt - im Internet, das nennt man Cyberkriminalität. Ein Experte für Betrügereien sagt sogar:

Wer als Krimineller heute noch eine Bank überfällt oder einen Geldautomaten sprengt, ist eigentlich schön blöd. Die Gefahr, tatsächlich gefasst zu werden, ist im Internet häufig wesentlich geringer als bei einem Banküberfall.
Rüdiger Kirsch, Betrugsexperte

Diese Arten von Cyberkriminalität gibt es

Mehr Geld, weniger Risiko? Da denken sich Kriminelle: Mach ich! Und genau das ist das Problem: Kriminalität im Internet hat in den vergangenen Jahren wirklich stark zugenommen. Genauer gesagt: Sie hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Über 100.000 Fälle gab es im Jahr 2020. Es gibt ziemlich viele Arten, im Internet zu betrügen und zu stehlen. Hier haben wir mal ein paar Beispiele für euch:

So könnt ihr euch schützen

Das mit dem geringeren Risiko, erwischt zu werden, stimmt leider: Bei Banküberfällen können acht von zehn Fällen von der Polizei aufgeklärt werden. Bei Cyberkriminalität sind es nur drei von zehn. Die Fälle sind so schwierig aufzuklären, weil Cyberkriminalität ja nicht wie ein Banküberfall an einem bestimmten Ort passiert.

Man kann auch in einem ganz weit entfernten Land sitzen und sich in Computer hacken. Das macht der Polizei echt zu schaffen. Und dann gibt es noch viele Fälle, die der Polizei gar nicht gemeldet werden. Es kann nämlich jeder Opfer einer Internetstraftat werden. Aber keine Sorge, ihr könnt euch mit ein paar einfachen Tricks auch wirklich gut schützen:

Cyberkriminelle sehen nicht aus wie Bankräuber

Ein vermummter Dieb sitzt an einem Laptop.
Cyberkriminelle verstecken sich mit Daten und nicht unter Hüten...
Quelle: clipdealer

Und zum Schluss noch was Lustiges: Häufig siehst du auf Fotos zu Cyberkriminalität Menschen mit Handschuhen und einer Maske mit Augenschlitzen vor einem Computer sitzen. Oder sie sind verdeckt von einem dunklen Kapuzenpulli. Das ist natürlich völliger Quatsch. Wer sitzt denn an seinem eigenen Computer in so einem Aufzug? So eine Verkleidung brauchen Cyberkriminelle gar nicht, sie verstecken sich ja im Internet. Aber wenn Erwachsene sich Diebe vorstellen, dann sehen die doch sehr oft aus wie früher die Bankräuber…

Diesen Text hat Meike geschrieben.

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