Sie sind hier:

Das geteilte Deutschland

41 Jahre lang, von 1949 bis 1990, war Deutschland geteilt: Im Westen war die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR.

Datum:

Nachdem Deutschland den Zweiten Weltkrieg verloren hatte, übernahmen die vier Siegerländer USA, Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion (ein Zusammenschluss von Ländern, zu dem auch Russland gehörte) die Macht in Deutschland. Sie konnten sich aber nicht einigen, wie es mit Deutschland weitergehen sollte. Deshalb teilten sie das Land. Der westliche Teil, den die USA, Großbritannien und Frankreich kontrollierten, wurde zur Bundesrepublik Deutschland. Der östliche Teil wurde zur DDR. Dort hatten die Chefs der Sowjetunion das Sagen. Auch die Hauptstadt Berlin, die mitten in der DDR lag, wurde zweigeteilt, in einen Ost- und einen Westteil.

Ein Wachturm an der Berliner Mauer
Ein Wachturm an Grenze zwischen Ost- und Westberlin Quelle: ap

Unterschiedliche Lebensweisen

Die Regierungen der Bundesrepublik und der DDR hatten komplett unterschiedliche Vorstellungen, wie die Menschen in ihrem Land leben sollten. Die Regierung der DDR schrieb den Menschen genau vor, wie sie leben sollten. Sie bestimmte zum Beispiel, wer welchen Beruf lernen durfte. Viele wollten aber frei entscheiden dürfen, wie sie leben. Deshalb beschlossen einige, aus der DDR in die Bundesrepublik zu gehen.

Grenzen, Zäune, Mauern

Damit war aber die Regierung der DDR nicht einverstanden. Sie wollte mit aller Macht verhindern, dass jemand fliehen konnte. Im Laufe der Zeit ließ sie immer größere Grenzen aus Zäunen, Stacheldraht und Mauern errichten. 1961 wurde mitten durch Berlin eine Mauer gebaut. Die Grenzen wurden von Soldaten streng bewacht. Die Soldaten hatten sogar die Erlaubnis, auf fliehende Menschen zu schießen.

Es war also fast unmöglich, die Grenze zu überwinden und Fluchtversuche waren lebensgefährlich. Wer erwischt wurde, musste mit einer langen Gefängnisstrafe rechnen. Trotzdem waren einige Menschen mit dem Leben in der DDR so unzufrieden, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzten und versuchten, zu fliehen.

Spektakuläre Fluchtversuche

Ein Westberliner Student hilft beim Tunnelbau unter der Berliner Mauer
Flucht durch den Tunnel Quelle: dpa

Manche versuchten zum Beispiel mit Segelflugzeugen oder Booten aus der DDR abzuhauen. Einige bauten einen Tunnel tief unter der Erde. Auf dem Foto seht ihr einen Fluchthelfer aus Westberlin. Er buddelte einen Graben unter der Berliner Mauer. 57 Menschen gelang dadurch die Flucht. Doch oft scheiterten Fluchtversuche auch: Bis zum Mauerfall 1989 starben mehr als 1.000 Menschen bei dem Versuch, aus dem Osten in den Westen zu fliehen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Nicht mehr gemerkt

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!